KIN - Ausstellungstexte

Shownotes

Diese Episode macht die Ausstellung KIN als Hörformat zugänglich. Zu hören sind die Ausstellungstexte und kuratorischen Einführungen der Ausstellung, gelesen in voller Länge.
KIN versammelt die Perspektiven von FLINTA*-Personen und verhandelt Themen wie Herkunft, Körper, Sorgearbeit, Migration, Trauma, Verbundenheit und gesellschaftliche Machtverhältnisse. Die Ausstellung bringt unterschiedliche Stimmen, Erfahrungen und künstlerische Ausdrucksformen zusammen und lädt dazu ein, über Beziehungen, Solidarität und Zugehörigkeit nachzudenken.
Diese Aufnahme versteht sich als ergänzende Vermittlung zur Ausstellung.

Transkript anzeigen

00:00:00: Kin Ausstellung von Kira van Eisten, Kuratoren gelesen von Ruby Betulius.

00:00:10: Kin verhandelt Herkunft und Körper vielfältige Alltagsrealitäten Trauma Kampf und Verbindung.

00:00:18: Im Zentrum stehen dabei Erzählungen aus Perspektiven von flinter Personen die in Ausstellungsräumen noch immer unterrepräsentiert sind.

00:00:28: Rund zwanzig Künstlerinnen aus unterschiedlichen Kontexten teilen ihre Perspektiven durch vielfältige Medien- und Ausdrucksformen.

00:00:37: Persönliche und kollektive Erfahrungen werden erlebbar gemacht – feministisch, intersektional, kollektiv und politisch.

00:00:46: Kin ist eine vielstimmige lebendige Ausstellung zugleich zart und kraftvoll, zugänglich und herausfordernd im Wissen darum, dass Kin ein lernender Raum ist und nicht alle Lebenswelten abbildet.

00:01:01: Die Arbeiten untersuchen wie weiblich gelesene Körper durch gesellschaftliche Erwartungen definiert und bewertet werden.

00:01:09: Unterschiedlichste Rollen- und Lebenswelte von Flinter werden bearbeitet hinterfragt, entwirrt miteinander verbunden neu geschrieben.

00:01:18: Dabei nehmen unsichtbare und chronische Krankheiten von Flinta genauso Raum ein wie vielfältige Migrationsgeschichten, Diskriminierungserfahrungen, sexuelle Orientierungen, Gender-, Traumaverärbung, Gewalterfahrung oder Wahlverwandtschaft.

00:01:36: Lebenswelten von Nichtmüttern, Sorgearbeiterinnen, Müttern LohnarbeiterInnen KünstlerInnen erhalten Raum außerhalb von Normdenken und Bewertungen.

00:01:50: Kin fragt dabei in den Raum, was passiert wenn wir uns mehr mit Gefühlen-, Beziehungen-, Solidarität- und Freundinenschaften beschäftigen?

00:02:00: Wenn wir Kämpfe verbinden und uns verbünden?

00:02:04: Wenn wie gemeinsam Raum einnehmen?

00:02:06: Wenn mir selbst erzählen und anderen bewusst den Raum geben?

00:02:11: Wenn die Differenzen anerkennen Nach dem gemeinsamen Suchen?

00:02:17: Zu sehen sind Installationen, Videos über dimensionale Körper, Fotografien und Zeichnungen.

00:02:25: Eine große Schnecke und weitere weiche Skulpturen dürfen umarmt bewegt und neu angeordnet werden.

00:02:31: Geschichten entfalten sich über Generationen hinweg – über Familienkonstrukte und Zugehörigkeiten.

00:02:38: Das Patriarchat wird aus verschiedenen Perspektiven betrachtet als Struktur, als gelebte Realität, als körperliche Erfahrung.

00:02:48: Poetische und direkte Arbeiten, Collagen, wachsende und performative Malereien sowie interaktive Flächen laden zum Nachdenken, Schmunzeln und Fühlen ein.

00:03:00: Die Überforderung durch Erwartungen und Lebensrealitäten wird spürbar gemacht – ungeschönt und zugleich einladend und verletzlich!

00:03:09: Forschend, suchend, liebend, sorgend und verwebend.

00:03:14: Kin ist eine Einladung, Kunst- und gesellschaftliche Fragen zu verbinden, wieder mehr Verbindung zu erleben und das Leben in all seiner Widersprüchlichkeit zu betrachten.

00:03:28: Werktexte Kin – Fotobastai Gelesen von Ruby Betulius.

00:03:35: Chantal King Open Play.

00:03:40: Open Play ist eine installative Arbeit, die sich laufend verändert.

00:03:44: Sie lädt Menschen verschiedene Generationen dazu ein gemeinsam an einem skulpturalen Kunstwerk teilzunehmen.

00:03:52: Shanta King ist Künstlerin, Kunstvermittlerin und Autorin.

00:03:56: In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit den Verbindungen zwischen Kunst, Pädagogik und Alltag.

00:04:03: Mit OpenPlay schafft sie eine Situation, in der Kunst nicht als abgeschlossenes Werk verstanden wird sondern als offener Prozess.

00:04:12: Für ihre Play-Sculptures hat Chantal Kühn große Objekte aus Stoff, Schafwolle und Füllmaterial hergestellt.

00:04:21: Sie können berührt bewegt verändert, gerochen, beklettert und miteinander verbunden werden.

00:04:28: so sprechen sie verschiedene Sinne an und laden zu spielerischem Erkunden ein.

00:04:33: Die Arbeit macht auch sichtbar, dass künstlerische Praxis oft mit Carearbeit, Vermittlung und gemeinschaftlichen Prozessen verbunden ist.

00:04:43: Menschen jeden Alters – und mit unterschiedlichen Voraussetzungen sollen bei Open Play die Möglichkeit haben, kunstkörperlich, sinnlich und gemeinsam zu erfahren.

00:05:04: Bellies To Fill erzählt von drei Generationen.

00:05:08: Der Mutter und Großmütter, der Künstlerin Thi Mai Lien Nguyen sowie von ihr selbst.

00:05:16: Im Video werden Aufnahmen der Mutter und Grossmüttern beim Kochen mit Szenen der Künderin beim Zubereiten von Essen und einem gemeinsamen Abend mit Freundinnen verwoben.

00:05:28: Die Erzählung der Künstlerin verbindet diese Momente miteinander, gibt Sichtbarkeit für die oft verborgene Arbeit hinter einer Mahlzeit und zeichnet die Lebensrealitäten dreier Frauen zwischen vietnamesischem Erbe- und westlicher Gesellschaft nach.

00:05:52: In dieser Serie von Siebdrucken auf Papier konstruiert Shidana Shabasi Bilder durch die bewusste Überlagerung von drei Fotografien, die die Künstlerin auf ihren Reisen aufgenommen und in eine eigens ausgewählten Farbe gedruckt hat.

00:06:07: Die Arbeiten wirken als vielschichtige Kompositionen wo die Bilder miteinander verschmelzen sich widersprechen oder ineinander auflösen können.

00:06:17: Durch diesen Prozess rückt Shabazi die Körperlichkeit des Drucks selbst in den Vordergrund.

00:06:23: Farbe wird zur Struktur und die Oberfläche der Siebdrucks wird zu einem aktiven Ort, an dem Bilder um ihre Präsenz ringen.

00:06:31: Jede Komposition steht für sich als dichtes und leuchtendes visuelles Feld – doch zusammen bilden die Arbeiten eine stimmige Konstellation.

00:06:42: Indem sie mehrere Reisebilder auf eine einzige Ebene zusammenführt, destabilisiert Shabazi die Erwartung an fotografische Klarheit und betont stattdessen die Instabilität, die Reibung und das generative Potenzial.

00:07:00: Fabienne Matta – Live Painting.

00:07:05: In ihrem Live-Painting macht Fabien Matta den künstlerischen Prozess selbst zum Teil des Werks.

00:07:12: Das Bild entsteht vor den Augen des Publikums und verändert sich fortlaufend.

00:07:17: Linien, Formen und Figuren werden sichtbar verschwinden wieder und gehen neue Verbindungen ein.

00:07:24: Im Zentrum ihrer Arbeit stehen Frauenkörper Insekten Und ihre Beziehung zum umgebenden Raum.

00:07:32: Die Figuren befinden sich in einem ständigen Zustand der Transformation.

00:07:37: Grenzen zwischen Mensch und Umgebung lösen sich auf, neue Formen entstehen.

00:07:43: Das Live-Painting lädt dazu ein diesen Wandel mitzuerleben.

00:07:48: Der Ort wird dabei nicht nur zur Kulisse sondern fließt in den Entstehungsprozess ein.

00:07:55: So entsteht ein Werk das auf die Umgebungen reagiert und die Themen Veränderung Verbundenheit und Verwandlung sichtbar macht.

00:08:12: Lines of Belonging ist ein künstlerisches Tagebuch, das Zeichnungen Malerei, Collagen und persönliche Notizen vereint.

00:08:21: Ausgehen von Porträts von Frauen aus dem Familienarchiv setzt sich die Arbeit mit Erinnerung, Nähe und Generationen übergreifenden Verbindungen auseinander.

00:08:33: Die dargestellten Frauen sind nicht nur Familienmitglieder, sondern auch Trägerinnen von Geschichten, Gesten und Erinnerungen die über Generationen hinweg weitergegeben werden.

00:08:45: Durch Zeichnungen, Collagen und Text entsteht ein Raum zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Erinnerung und Imagination.

00:08:54: Das Tagebuch versteht sich zugleich als persönliche Aufzeichnung und als offenes Archiv.

00:09:00: Es versammelt Fragmente familiärer Geschichten, alltägliche Momente und intimer Erinnerungen.

00:09:06: Und erforscht die Entstehung von Zugehörigkeit Nähe und Identität.

00:09:11: In diesem Raum wird das intime universell und das persönliche zu einer Einladung sich in den Erfahrungen anderer wiederzufinden.

00:09:20: Null sieben Kinn Stammtisch Nehmt Platz Verweilt Plaudert, krizzelt, atmet.

00:09:28: Dieser Platz ist für

00:09:30: alle.".

00:09:33: Nika Timashkova – danger.

00:09:38: Bis in die neunzehn-achtziger Jahre wurden im Toggenburg, Schweiz junge Frauen aus armen Familien wegen Fehlverhaltens in Fabriqueime eingesperrt.

00:09:49: Sogar gefärbte Fingernägel oder ein kurzer Rock waren Gründe genug um weggesperrt zu werden.

00:09:55: Diese Fabrikeime wollten die Frauen brechen und sie zu gehorsamen Hausfrauen umerziehen.

00:10:01: Nika Timashkova zieht mit ihrem Werk parallelen zwischen dem weiblichen Körper und dem Körper der Natur, der ebenfalls im kapitalistischen System ausgebeutet wird und gezähmt werden muss.

00:10:15: Sie verwendet dazu Slogans aus der Popkultur und bearbeitet sie neu.

00:10:20: Die glatten Textilien werden mit Metallskulpturen kontrastiert, die auf die widerstandsfähige Natur anspielen.

00:10:35: Digitale Plattformen sind voller Bewertungssysteme.

00:10:38: Überall sieht man, wie Menschen Likes, Sterne, Daumen hoch und Prozentzahlen vergeben und erhalten.

00:10:45: Gleichzeitig werden diese Plattform von wenigen Konzernen kontrolliert die immer mehr Macht- und Ressourcen ansammeln.

00:10:52: Mit dem Slogan How do you rate Patriarchy?

00:10:55: verbindet Toy diese beiden Dynamiken?

00:10:57: Das Bewertungssystem wird auf ein weiteres dominantes gesellschaftliches System angewendet.

00:11:04: Diese Frage wurde erstmalig, twenty-fünfundzwanzig auf dem Billboard NullSex von Le Creatrice auf dem wilden Platz in Zürich gezeigt.

00:11:14: Toy hat gleichzeitig den Ort Patriarchy auf Google Maps eröffnet und sammelt seither dort und auf der eigenen Webseite.

00:11:22: Bewertungen.

00:11:23: Teile deine Bewertung über die QR Codes.

00:11:29: Simone Züger Body.

00:11:36: Die Arbeiten von Simonezüger beschäftigen sich mit der Frage, wie Frauenkörper wahrgenommen und geformt werden.

00:11:44: Sie erscheinen zugleich als Quelle von Leben und als Körper auf die gesellschaftliche Erwartungen und Normen projiziert werden.

00:11:53: Die Schwarz-Weißzeichnungen sind klar direkt und ausdruckstark!

00:11:57: Sie werfen Fragen auf statt fertige Antworten zu geben – wer bestimmt, wie wir gesehen werden?

00:12:03: Wie entstehen unsere Vorstellungen von Identität?

00:12:07: Sind es nun gesellschaftliche Zuschreibung oder persönliche Erfahrungen?

00:12:12: Ihre Zeichnungen geben Raum für eigene Gedanken.

00:12:15: Dabei werden auch Momente von Freiheit, Widerstand und Hoffnung sichtbar.

00:12:24: In acht unterschiedlichen Videos verkörpert die Künstlerin vor einem Greenscreen verschiedene Rollen- und Rollenmuster, die traditionell Frauen zugeschrieben werden.

00:12:38: Diese untersuchen das Patriarchat und die Auswüchse davon – körperlich, sprachlich, theoretisch und musikalisch mit Werbe-, Selbstkritik und einer Prise selbstironie.

00:12:50: eindringlich, kraftvoll aber eben auch humorvoll.

00:12:54: Indem das Publikum über eine Schaltstation per Knopfdruck die Macht erhält, Filme auszuwählen oder auch Filme abzubrechen wird ihm Raum überantwortet und die Betrachterinnen müssen sich selbst im Raum mit anderen verorten und sich als Teil einer Gruppe, einer Gesellschaft begreifen.

00:13:17: Eine Installation aus farbigen Folienballonen in Maschenform, Banden die zu einem großen Strauß verwoben sind.

00:13:30: In den Zentren der einzelnen Maschen verweisen Siebtrucke auf wichtige Wegbereiterinnen.

00:13:37: Ihnen sind diese Blumen gewidmet!

00:13:46: Mit Powerplay stellt Toy den Mythos der allmächtigen unantastbaren Tech Bros.

00:13:51: in Frage, indem diese auf etwas Alltägliches reduziert werden – Puppen!

00:13:56: Toy schuf Puppe nach dem Vorbild von Mark Zuckerberg, Jeff Bezos und Elon Musk und platziert sie in einer Spielumgebung die während der Ausstellung gleichzeitig als Spielecke dient.

00:14:09: Besuchende Kinder wie Erwachsene sind eingeladen, die Miniatur-Machtfiguren anzufassen um zu stylen und ihre neuen Rollen zu erfinden.

00:14:19: Durch das Spielen- und Erfinden von Geschichten enthüllt die Installation, wie Autorität durch kollektiven Glauben konstruiert wird und wie leicht diese Hierarchien neu gedacht werden können.

00:14:32: Kreiere deine Fotolove Story auf deinem Smartphone!

00:14:44: Der Kurzfilm Endometriose Chronisch Unsichtbar, twenty-zweiundzwanzig macht genderbasierte Diskriminierung in der westlichen Medizin sichtbar.

00:14:54: Der zweifach ausgezeichnete Film wurde in unterschiedlichen Kontexten gezeigt von Filmfestivals über medizinische Lehrveranstaltungen bis hin zu parlamentarischen Debatten und aktivistischen Räumen.

00:15:15: In ihrer Arbeit, antitelt beschäftigt sich Delia mit der Erfahrung wie viel Raum der Körper einnimmt wenn er nicht mehr normal funktioniert.

00:15:25: Unter dem Druck gesellschaftlicher Erwartung werden Beschwerden oft verdrängt der kranke Körper möglichst klein gehalten.

00:15:33: doch was wäre wenn er den Raum einnehmen dürfte den er verdient erscheint?

00:15:39: Räume zu sprengen wirkt überdimensional.

00:15:42: Durch den Prozess des Fototransfers überträgt sie ihr Körperbild auf eine übergroße Leinwand, die zur neuen Haut wird.

00:15:50: Dabei entstehen gewollte und ungewollte Lücken.

00:15:54: Das Körperbild fragmentiert sich und wird von Delia neu zusammengesetzt.

00:15:59: Die Arbeit thematisiert ein durch Krankheit verändertes Körpergefühl Fragilität Und die Konfrontation mit dem eigenen Körper Pelagia duldaris aus der Mitte.

00:16:15: Gaze und Stoff erzeugen eine fragile Balance zwischen Offenheit und Verhüllung.

00:16:21: Pelagia duldaris Arbeit wächst dem Titel entsprechend aus der Mitte heraus, wo eine erste Verknüpfung entsteht und Material aufeinander trifft.

00:16:31: Diese Mitte symbolisiert für die Künstlerin Balance, Ursprung und Entstehung zugleich.

00:16:37: Der gewirbelte Stoff erinnert an eine Nabelschnur, die elementare Verbindung von Mutter und Kind.

00:16:44: Damit die Entwicklung des selbst möglich wird ist eine Abnabelung notwendig.

00:16:50: Durch die Schichtung im Werk wird der Gedanke der Reproduktion verstärkt und das Konzept der Verbindungen, die sowohl Bindung als auch Loslösung symbolisieren zu einem zentralen Element.

00:17:04: Dabei kann er ahnt werden, wo der Anfang liegt.

00:17:07: Er bleibt jedoch so ungreifbar wie das Ende.

00:17:13: Sacha Huber – The Firsts Edmonia Leves, Achtzehnvierundvierzig USA, Neunzehnsieben England Erste schwarze Künstlerin in Rom.

00:17:25: ab Achtzentsechsundsechzig hundert mal hundert Zentimeter Metallklammern auf bemalter Akustikplatte.

00:17:37: In der Porträt-Serie The Firsts untersucht Sascha Huber historischen und systemischen Rassismus, dessen anhaltende Verletzung von Menschen der afrikanischen Diaspora mit besonderem Augenmerk auf linterpersonen die oft unterrepräsentiert sind.

00:17:54: Wie im Fall von Edmonia Levis – achtzehn vierundvierzig bis neunzehntin sieben – die Sascha Hooper als Teil dieser Serie portretierte.

00:18:03: Louis war eine queere afroamerikanische, heitianische Ojibweiche Bildhauerin die überwiegend in Marmont und im neoklassizistischen Stil arbeitete.

00:18:16: Und häufig Menschen der afrikanischen Diaspora sowie indigene Gemeinschaften darstellte.

00:18:22: In New York, frei geboren verbrachte sie den Großteil ihres Erwachsenenlebens in Rom und wurde dort eine der ersten schwarzen Frauen mit internationaler Anerkennung als Künstlerin.

00:18:34: Sie gilt auch, dass die erste afroamerikanische und amerikanisch indigene Künstlerin die internationale Prominenz erreichte.

00:18:43: Sascha Huber erfuhr von Louis durch ihre bekannte Musikerin Melissa Lavoux Die während einer Residenz in Rom ein Lied über Louise komponierte und parallelen zwischen ihren eigenen Erfahrungen, der von Louise beobachtete.

00:18:59: Sacha Huber fertigte während der Portreearbeit eine Videoarbeit an für die Melissa's Lead als Soundtrack verwendet wurde.

00:19:07: Sachaa Huber wird von Arts Promotion Central Finland unterstützt.

00:19:16: Jasmin Müller.

00:19:22: Die Fotografien von Jasmin Müller erzählen von unterschiedlichen Lebensrealitäten.

00:19:28: Die Künstlerin zeigt Menschen im öffentlichen Raum, Menschen die protestieren feiern beobachten oder einfach ihren Alltag leben.

00:19:37: Die Szenen sind mal laut Mal leise manchmal auch überraschend und skurril.

00:19:43: In ihrer Arbeit sucht Jasmin Müller nach dem Unmittelbaren und Authentischen.

00:19:49: Sie interessiert sich für das Ungeschönte und Echte, für jene Momente die das Leben in seiner ganzen Widersprüchlichkeit zeigen.

00:19:58: Ihre Bilder erzählen von einem Leben dass unvorhersehbar, rau und zugleich voller Leichtigkeit Schönheit und Härte ist.

00:20:09: Pascal – in guter Hoffnung sein.

00:20:17: Die Redewendungen in guter Hoffnung sein und attendre Øre-Evénement stehen für ein kulturell verankertes Narrativ, dem zufolge Schwangerschaft vor allem ein freutverheißendes Ereignis ist.

00:20:32: Beide Begriffe eint, dass die jene Erfahrungen ausblenden, die nicht in dieses Glücksversprechen passen – Verlust, Zweifel, Angst oder die Entscheidung gegen eine Schwangerschaft bleiben sprachlich wie gesellschaftlich marginalisiert.

00:20:50: Historisch war insbesondere die Geburt nicht nur ein individuelles, sondern ein kollektives Ereignis.

00:20:58: Der Begriff Gossip ursprünglich aus dem Altenglischen für eine enge Vertraute bezeichnete einst Netzwerke von Frauen, die Geburten und Übergänge gemeinschaftlich begleiteten.

00:21:11: Diese Räume der Fürsorge und Wissensweitergabe wurden mit der frühen Neuzeit zunehmend verdrängt und diskreditiert.

00:21:20: Hier setzt Gossip Reclaim the Circle an, Schreibmillas Projekt knüpft an vergessene Formen kollektiver Begleitung an und schafft Räime für jene deren Erfahrungen oft unsichtbar bleiben.

00:21:36: Durch gemeinsames Weben und Erzählen entsteht ein ereignishaftes Archiv, das dominante Narrative hinterfragt und neue Formen von Gemeinschaft- und Heilungsprozessen erprugt.

00:21:47: Gestaltung, Risodruck, Gegenfeuer und am Rande der Provinz Berlin slash Zürich Very, lost, anxious.

00:22:13: Hello!

00:22:15: Fragile?

00:22:17: Angry?

00:22:19: Powerful?

00:22:21: Strange?

00:22:23: Soft?

00:22:24: Wir brauchen mehr Gefühle alle gleichzeitig leuchtend.

00:22:30: Feel things.

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