Waschmaschine, Wut und radikale Zärtlichkeit: Kunst als feministischer Widerstand

Shownotes

Marah Rikli und Kira van Ejisden treffen sich inmitten von Wäschebergen zwischen Waschmaschine und Bügelbrett.

Kira von Ejisden erzählt die Entstehungsgeschichte ihrer Videoinstallation «Neverending...». Die Performance-Arbeit entstand als Abschluss ihres Kunststudiums und gleichzeitiger Mutterschaft. Aus dieser intensiven Phase erwuchs eine tiefgründige Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Rollenbildern, Wut und dem alltäglichen Mental Load.

Das Gespräch räumt mit dem patriarchalen Geniekult im Kulturbetrieb auf und zeigt, warum feministisch-solidarische Netzwerke sowie die Sichtbarkeit von FLINTA-Perspektiven überlebenswichtig sind. Inspiriert von Şeyda Kurts «Radikaler Zärtlichkeit» wird spürbar, wie aus geteilten Erschöpfungsmomenten kollektive Kraft und echter gesellschaftlicher Widerstand entstehen.

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Buch-Tipp: «Radikale Zärtlichkeit» von Şeyda Kurt.

KINSHIP Infos zu Programm, Tickets und unserem Awareness-Konzept findet ihr auf der KIN-Website.
https://kinshipfestival.ch

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00:00:01: Wie können wir all das benennen und gleichzeitig oder auch im Feminismus über unsere Differenzen reden?

00:00:09: Aber uns irgendwie nicht verlieren und eine gewisse Zärtlichkeit zueinander haben.

00:00:16: Willkommen

00:00:17: beim Kin Radio!

00:00:19: Kin Radio ist Teil von KIN, dem feministischen Kunstfestival vom elften bis siebenundzwanzigsten Juni in Zürich.

00:00:28: Kin versteht Feminismus auch als Kinship, als gewählte Nähe, als Verantwortung für einander und als solidarisches Miteinander.

00:00:43: Mehr zum Festival auf kinship.ch oder auf Instagram.

00:00:50: Hier oben ist noch Hessig.

00:00:52: Also gerade jetzt eigentlich nicht, aber generell natürlich bin ich auch immer etwas hessiger.

00:00:57: Letztes hat man übergesagt, dass sich das Wort Hessung verniedlichend findet.

00:01:02: so... Das sind meine T-Shirts, weil deine Mutter ist wütiger.

00:01:06: Wirtiger?

00:01:07: Oder wir haben uns so gefragt... Ist Hassig ein Wort, das man eigentlich auch im Schriftdeutschen braucht?

00:01:14: Weisst du das?

00:01:15: Ich weiss es aber nicht.

00:01:16: Nein ich glaube nicht!

00:01:17: Menschen ist schon... Aber ich persönlich finde Hassig als gutes Wort.

00:01:22: Kannst du?

00:01:22: Ja, ich finde man kann es schon richtig Hassig sagen.

00:01:25: Ich mache mich

00:01:26: Hassig bei Hassig.

00:01:28: Es hat schon so eine gute Grundtempo in dem Wort

00:01:32: Sehr gut.

00:01:33: Auf jeden Fall schön, bist du bei mir und wir nehmen den Kin-Podcast auf ins Kinradio.

00:01:39: Wir sitzen an einem sehr lustigen Ort im kleinsten Zimmer meiner tollen Wohnung wo ich mega Freude habe weil es ist mega günstig schön gelegen und es ist ein Mega Privileg und immer Leute die zu mir kommen meinen immer ich sage Reich aber es stimmt nicht.

00:01:55: Das

00:01:56: kann

00:01:58: man auch noch unter Umstände bei mir machen.

00:02:01: Der hat sich mal auf die Brot geholfen und du willst es so öffentlich sagen?

00:02:05: Es ist natürlich sehr korratiert, wie das Festival ist auch sehr korrätiert.

00:02:10: Über das werden wir mit dir auch reden oder wir miteinander.

00:02:13: Und zum beschreiben, was wir hier sitzen in diesem kleinen Zimmer in meiner Wohnung im Rückzugsort und um uns reisen viel beigewöschen.

00:02:23: Auf einem Bügelbrett oben, den ich nicht gerne glätten will.

00:02:31: Und hinter uns

00:02:32: auch eine neue Wäschmaschine und ein Dömbler, das sehr lustige Geschichte ist, weil meine Wäsche an meinen Dümblen kaputtgegangen sind.

00:02:38: Das habe ich im Moment von Manteload abgebaut.

00:02:42: Ich bestelle jetzt die neuen Maschinen.

00:02:45: Weil es so ein tolles Angebot war.

00:02:47: Und dann habe ich vergessen, dass das auch noch die Richtung eingebaut werden muss und dass ich das nicht haben kann.

00:02:55: Wie lange stand schon da?

00:02:56: Jetzt

00:02:57: habe ich einfach einen neuen Mental Outload im Monat.

00:03:00: Ah ja, geht

00:03:02: noch.

00:03:02: Mal schauen wie wir das lösen.

00:03:03: Ich finde,

00:03:04: ohne diese Zwischenzeit bei dir in diesen schönen

00:03:07: Wohnen ist meine Wäschmaschine und mit dem... Ja, genau.

00:03:11: Haben

00:03:11: sie schon auch mehr?

00:03:12: Das hat's nicht, hat Scheine!

00:03:15: Ja, also... Ich muss sagen, ich bin ja eigentlich für die Zusammenleben mit Frauen.

00:03:20: Aber wenn sie jetzt wirklich wieder Arbeit übernehmen müssen, dann kann man einen nehmen haben!

00:03:25: Also David

00:03:27: zum Beispiel.

00:03:28: Also der Dämbler ist der David und die Wünschmaschine?

00:03:31: Die Wünschmaschine ist Ruedi.

00:03:34: David und Davy lassen uns hier zu, nehmen hoffentlich ganz viele Kinderradio-Hörer rein.

00:03:40: Und ich finde es irgendwie noch passend, dass wir in diesem Zimmer aufnehmen, natürlich auch damit es ein bisschen weniger Echo hat im Schwösch und um ihn immer gut.

00:03:47: Aber einfach auch weil unser Festival eben so Perspektive möchte abbilden.

00:03:54: Wir reden ... Ja, wir reden sind aktivistisch und machen Kunst zum Thema Kehrarbeit.

00:04:04: Du bist einerseits Kuratorin der Ausstellung am Kinnfestival und andererseits bist du auch selbst Künstlerin und zeigst auch Beherrchen in den Ausstellungen.

00:04:14: Magst du uns etwas mitnehmen, was du zeigest an dem Festival?

00:04:21: Ja sehr gerne!

00:04:23: Ich wurde zuerst von dir eingeladen als Künstlerin für meine Arbeit zeigen, die heißt Never-ending Lärm machen Passt auch zu wischen Maschinen, obwohl die jetzt so leise waren.

00:04:36: Genau das ist eine Arbeit mit Videoinstallationen, acht Video-Monitoren, also acht Monitoren mit Videos.

00:04:45: Dann geht es eigentlich auch um nichts weniger als um Spazierkatten.

00:04:51: Also einen kleinen Aufgaben habe ich mir dort angenommen.

00:04:56: Ich habe den Lesbazier Kat aus verschiedenen Perspektiven beleuchten.

00:05:01: Ich habe diese Arbeit gemacht, das war der Abschlussarbe von meinem Kunststudium.

00:05:06: Ich habe ein Kunststudio angefangen nach einer langen Zeit, in der ich versucht hatte, schwanger zu werden und es hat nicht geklappt.

00:05:15: Und dann ist es immer umgestanden, gibt es eine künstliche Befruchtung oder nicht?

00:05:20: Und ich fand dann, nein, ich möchte lieber noch mal studieren, halt dann!

00:05:25: Und dann habe ich das Kunststudium angefangen.

00:05:28: Wie es im Film war, war auch bei mir.

00:05:29: Ich war in der ersten Studie-Woche die Schwanger.

00:05:34: Nach irgendwie sieben Jahren werde ich nicht schwanger und hatte darum während dem Studium quasi die Schwangerschaft gehabt und nachher ein Baby.

00:05:43: Ich habe dann drei Monate Mutterschutz gemacht, quasi Pausen, wobei wir über das auch den eigenen Volk machen könnten wie

00:05:53: Festpausen.

00:05:56: Auf jeden Fall habe ich dann während dem ganzen Studium immer das Baby dabei gehabt und auch alle diese Stationen von Schwangerschaft, Gebären oder nach Hause mit dem Mental- und Workload habe ich in Kunst verarbeitet.

00:06:15: Blitt den Verstand zu verlieren, habe ich alle diese Stadien versucht, Kunst zu verarbeiten.

00:06:23: Die Arbeit, die ich am Festival zeigen will, war wie die Abschlussarbeit des Studiums, in der ich mich selber gefilmt habe... In der Performance-Kunst aus den Siebziger, Achtziger Jahren war das ein Bereich, wo Frauen tatsächlich wie Vorreiter und Pionierinnen waren.

00:06:41: Weil sie sich einfach zuerst gut mit dem ... Sie haben sich das angeeignet und hat es so etwas dominiert.

00:06:49: Und es ging auch viel um die Selbstermächtigungen von ich und Kamera alleine und mir verhandeln, was wir wollen.

00:06:56: Ich habe es für mich auch so benutzt.

00:06:59: Es hatte noch ein bisschen mit Covid zu tun.

00:07:02: Aber vor allem auch, weil ich meine Tags waren so crazy wie ein kleines Kind.

00:07:08: Ich konnte nicht viel planen.

00:07:09: Ich musste damit arbeiten wenn es ging und das ist praktischerweise am einfachsten gegangen als ich mit mir Leben geschaffen habe.

00:07:17: Genau!

00:07:18: Darum ist die Arbeit entstanden.

00:07:19: Acht Videos von mir selber theoretisch, wo ich in unterschiedlichen Rollen schlüpfe und aus dieser Perspektive das Patriarchat untersuche.

00:07:30: Gibt es dort eine Rolle, die dir besonders etwas gemacht hat mit dir?

00:07:34: Kannst du das hier sagen oder sind alle Rollen wie gleich wichtig für dich oder haben alle etwas ausgelöst.

00:07:42: Hey!

00:07:44: Es sind alle Teil von mir einfach.

00:07:46: Ich habe verschiedene Rollen... Platz gelassen.

00:07:50: Die einen sind sehr wissenschaftlich, die ich eben genau unter anderem auch würde wie Wut oder Hysterie quasi wissenschaftliche untersuchen.

00:07:59: Ich kann es nicht uns sucht, ich leise einfach diese Begrifflichkeiten vor.

00:08:05: Das ist jetzt eher nicht so fest, wie ich funktioniere aber ich habe es interessant gefunden auch dort zu sehen Woher die wirklich kommen oder mit was sie verbunden sind.

00:08:15: Andere sind eben auch sehr hässig, also ich habe mir dann... Es ist so ein bisschen punkig angehaucht.

00:08:23: Ich habe einfach gefunden es ist DIY, ich mache alles selber, ich nehme mich selbst rauf und ich habe dann auch gefunden ich brauche E-Gitarre und einen Verstärker zum Laut sein.

00:08:33: Und das obwohl ich nicht E-guitar spielen will.

00:08:36: Das ist mir aber auch sehr nahe.

00:08:37: Also einfach mal ein wenig Lärm machen auch Und die anderen tanzen sich einfach zu Songs, wo wir Power geben von Finta Artists.

00:08:49: Die Energie bündeln.

00:08:52: Das sind sicher alle Teile von mir sehr wichtig.

00:08:56: Es ist dann noch ein Video mehr entstanden, das ich gar nicht geplant hatte und mich selbst reflektieren kann, was es mit mir macht ... mich selber so viel mal an die Wand hängen und wie es mir geht dabei.

00:09:13: Und das ist echt das Emotionale, also das heisst Cry-Cry Das Video wo ich kann sich reflektieren weil ich einfach gemerkt habe ja... Ich brülle wieder!

00:09:21: Weil ich muss mich anschauen und bin konfrontiert mit meinem Körperbild und will eine Norme nicht entsprechen um mit was ich sozialisiert bin wenn ich sollte ausgesehen oder Ja und so ist es dann alles in allem Ja, recht.

00:09:38: Also es ist wirklich einmal durch alles mögliche durch...

00:09:41: Genau.

00:09:41: Es ist ja mega spannend.

00:09:43: wie du hast jetzt am Anfang gesagt, eigentlich habe ich dich angefragt als Künstlerin auszustellen und dann ist nachher die Zusammenarbeit so entstanden dass Ich glaube, wenn ich es noch richtig kann rekonstruieren was jetzt in allem passiert ist am Festival.

00:09:57: Manchmal ist es nicht ganz so einfach wie ein Lottisch.

00:10:00: Dann sind wir auch in einem Austausch drin und du hast ... Was mich mega spannend gefunden hat ist, dass du sofort anfingst zu schauen ob auch andere Flinta-Künstlerinnen diese noch mega spannende Sachen machen.

00:10:12: Wäre die vielleicht noch interessant?

00:10:15: Und das ist irgendwie auch etwas so, wie ich das Festival mega verstehe.

00:10:21: Wenn man selber quasi einen Raum bekommt, so aktiviert wird von «Hey, wer kann ich eigentlich auch noch zum Darm mitnehmen?» oder welche Kunst und welche Flinterperson hier auch noch mega passen würde.

00:10:33: Oder hat vielleicht auch noch nicht dieser Raum bekommen, der wir finden, dass es einer Person zuerst steht.

00:10:38: Und dann haben wir ein Entschlosser oder sind immer auf die Idee gekommen «Hey Lündos, lass doch mehr oder lassen wir das verdäufen zusammen.».

00:10:49: Willst du nicht auch den Raum gestalten?

00:10:51: Und dann ist Niky Böhler noch dazugekommen, der auch noch unterstützt hat im Korratieren.

00:10:55: Mit ihnen wird es dann auch noch ein Gespräch geben, wenn man diesen Status findet!

00:11:03: Wie ist das?

00:11:04: vielleicht ganz kurz bevor wir auch noch etwas ... etwas tiefer gehen in die einzelnen Themen, die du jetzt angesprochen hast.

00:11:12: Aber wie war es diese Arbeit für dich?

00:11:15: Weisst du so das Festival gestalten und mit welchem Blick bist du daran an?

00:11:21: Oder was war besonders wichtig?

00:11:24: Und findest du auch wichtig, dass man so ein Radio noch darstellt, was seine Ausstellung betrifft?

00:11:30: Es ist ja schon besonder.

00:11:31: Einerseits ist das Festival sehr viel mit Events – also einen Haufen Solidarische Orte sind dabei, fast hundert Menschen und Räume, die mittlerweile bei Kindern sind.

00:11:42: Und Basis ist aber ganz klar diese Ausstellung während fast drei Wochen durch in der Fotobastai.

00:11:51: Ja also ich finde es auch recht lustig dass das jetzt passt auch gut zu dem was ich gerade vorhin gesagt habe.

00:11:56: von mich selbst reflektieren.

00:11:58: kann ich das machen, dass ich mich quasi achtmal an den Wand hänge zu meiner Arbeit?

00:12:02: Mit diesem bin ich eigentlich ein bisschen konfrontiert.

00:12:04: hier Kann ich quasi als Kuratorin mich selber ausstellen?

00:12:08: Ist das nicht mega weird und ... Richtig,

00:12:10: dass er regelt.

00:12:11: Oder so

00:12:12: oder auch einfach machte meine Arbeit dann weniger... Also ja, es ist so oft das Selbstwergefühl.

00:12:20: Das musste ich einladen, damit es etwas Wertheit hat.

00:12:24: Wenn du es selbst machst,

00:12:26: ist es nicht.

00:12:27: Was ich eigentlich, wenn ich rational bin finde ich das absolute Bullshit.

00:12:32: weil Natürlich nicht, aber gleichzeitig ist es tief innen.

00:12:36: Das war mein erster Struggle und auch die Angst.

00:12:42: Kann ich das?

00:12:45: Ich mache viele verschiedene Kunstsachen und habe schon viele verschiedene Formate ausprobiert.

00:12:50: Aber ich habe dann schnell gemerkt, mit dir ist es auch ein Risiko hier, dass es vielleicht eine grössere Sache wäre, die plötzlich dann hundert und erleihe, jetzt solltest du das nicht wiederholen.

00:13:00: Aber genau!

00:13:01: Es ist irgendwie schnell klar, dass okay, das könnte auch noch gross werden.

00:13:05: Also wir haben ein bisschen Kurzfristung.

00:13:08: Das braucht zu sagen einmal.

00:13:14: Ja, weil ich einfach so fest überzeugt bin von so vielen guten Arbeiten der Leute, die ich kenne.

00:13:24: Die machen so geile Sachen, so gute Arbeiten, so tiefgründig und lustig und haben viel zu wenig Räume, was gezeigt wird ist dann auch das einfach viel wichtiger gewesen als meine Ego-Befindlichkeit.

00:13:37: Und darum habe ich das eh einfach mir gelässt gefunden um eben auch zu merken Wird Ihnen das auch gegenseitig immer wieder helfen und aufmunteren oder irgendwie mal mittragen, wenn jemand gerade findet?

00:13:51: Können

00:13:53: wir schnell momentan bleiben.

00:13:54: Ich finde es recht spannend zu einer Seite.

00:13:56: Also ich kenne das ja auch gut so.

00:13:58: Oder darf ich das jetzt also... Ich meine zum Beispiel, ich mache jetzt einfach quasi die Leidung von dem Festival hat das aus dem Boden gestampft, hat das Team gebildet.

00:14:09: Es ist aber ja sehr organisch passiert, dass es gewachsen ist und plötzlich Leute dabei waren.

00:14:15: Dass es Keisen an Gessnerhalle war, Stanzhaus war.

00:14:20: Dass die Künstlerinnen und Künstlern dazu gesagt haben viele, die wir auch schon kennen oder auch schon wahrgenommen haben, aber auch sehr viel zu tun haben, die dennoch gesagt haben, ich bin dabei Und man dann ja wie so eine Kraft gespürt hat von Ah, okay das kann passieren wenn wir miteinander in dieses Gespräch gehen.

00:14:41: Wenn wir aufeinander zugehen und gleichzeitig natürlich immer so ein bisschen absichtlich der innere Kritik hören.

00:14:48: Männlich, die sagt so hey passgern auf gell wer höre pflüge kann den natürlich fallen und es könnte auch negative Kritik geben und man könnte uns auseinander nehmen.

00:14:58: und vielleicht ist es zu wenig akademisch Ich bringe kein Kunststudium mit, ich habe kein Event-Management-Studium gemacht.

00:15:07: Ich habe mehrere Jahre in einer Kunstgalerie geschaffen und ... Aber man muss den inneren Dialog sagen, das ist legitim, wir dürfen hier.

00:15:14: Und ich finde es auch interessant, wie man uns dann innerlich selber abwertet und uns eigentlich selbst immer wieder erlaubt, dass wir das dürfen haben und was ich jetzt sehr schön gefunden habe in diesem Festival wieder zu spüren, also auch schon in den Jahren meiner Arbeit vorher.

00:15:33: Aber jetzt hier noch einmal intensiv ist das Gegenseitig sich eben stärken oder so.

00:15:39: Und was ich auch sehr fest gemerkt habe, dass man die Gottzucker nicht einhalten muss... Wir können sagen, heute ist ein Scheiss-Tag und ich habe nichts gekriegt.

00:15:55: Heute haben wir den Tag so gestartet, dass eigentlich viel zu tun ist und alle Details für das Festival noch machen müssen.

00:16:01: Es laufen noch andere Sachen.

00:16:03: Bei mir kam die Kerabende dazwischen, meine Tochter kam genau dann aus.

00:16:09: Genau, ich bin wahrscheinlich in einer neuen Phase von meiner Perimenopause gekommen.

00:16:17: Sonst finde es okay, jetzt einfach warten bis nach dem Festival, bis man sich das anschaut.

00:16:22: Aber man kann es sich so sagen und irgendwie ... Ja, ich weiss nicht, ich habe auch das Gefühl, dass Qualität auch durch das noch mal einfach tiefer wird.

00:16:33: oder wie geht's dir mit diesem?

00:16:36: Ja, ich gehe fest.

00:16:37: Oder erlebst du das an anderen Orten auch so?

00:16:40: Oder erlebst du es sonst auch anders?

00:16:41: Könnte man da auch fragen... Also für mich ist es schon immer wenn ich dann wieder zu Babel ausgemerken habe, dass es ja gar nicht überall so

00:16:50: ist.

00:16:51: Es ist schon dringend nötig, diese Art von Arbeit oder die Vorstellungen oder eben die Versuche, die wir unternehmen wollen.

00:16:59: Das sind einfach Versuchen Sachen auch anders zu machen und unsere Bedürfnisse Vorstellungen anzupassen, dass wir dort dranbleiben.

00:17:08: Es ist einfach mega dringend nötig und ich zitiere da sehr gerne zu Billenberg wo für uns das Festival sagt es geht um nichts Geringeres als die Revolution und das machen wir oder?

00:17:21: Und dann gehört eben auch dazu, dass man irgendwie versucht Utopie Visionen hat.

00:17:28: Man versucht einfach mal ein Gefühl auch nachzugehen.

00:17:32: Das habe ich mega oft also immer.

00:17:34: Dann frage ich mich, ob es legitim genug ist.

00:17:37: Ich habe das Gefühl, immer wieder zu sagen, ja voll, es ist legitim genug.

00:17:41: Es ist so etwas, was wir mehr brauchen, weil das so fest abtrainiert wurde oder difformiert wurde.

00:17:47: Was sie mir gesagt hat, haben seine Gleichwertung wie den Kopf.

00:17:52: Und dann müssen wir uns einfach dagegen

00:17:54: erheben.".

00:17:54: Und

00:17:54: dann auch sagt die Frau und die Flinto-Person ist ja das Gefühlswesen!

00:17:59: was ja dann auch sehr misogenisch ist, indem man gleich noch alle Gefühle erwertet bis abspricht.

00:18:05: Genau

00:18:06: und dort merke ich schon in den letzten Jahren habe ich sehr viel Arbeit gemacht unbewusst auch wo es darum ging versuchen feministisch-solidarische Gangs zu bilden und in diesen Sachen zu kreieren zu äußenen Bedingungen.

00:18:26: Und ich strege auch immer wieder mit dem, weil wenn man es so misst an kapitalistischen Erfolgen, dann funktioniert es nicht.

00:18:35: Dann habe ich das Gefühl, dass ich versagen will und immer weiter Absage bekomme.

00:18:40: Und all diese Bände-Sachen, irgendwie Anträge nicht schafft zu stellen, weil sie mich einfach so krass überfordert.

00:18:46: Ich habe dort dann mich immer abhalten lassen, weil ich das Gefühle habe, eben ... Das ist zu wenig akademisch oder was?

00:18:53: Weil wir es auch immer um das machen.

00:18:56: Aber ich versuche im Alltag recht fest zu leben und auch zu merken, ob es auf unschöne Arten funktioniert.

00:19:05: Das ist wie ein Rizom, das wächst unten durch Wurzeln, die sich quer schlönnen und immer wieder Verbindungen mit anderen machen.

00:19:13: So entstehen neue Sachen.

00:19:16: Und es lohnt sich einfach mehr an!

00:19:18: Ich lerne übrigens jetzt gerade eine Ruhe unter David an.

00:19:23: Möchtest du Maschinen holen?

00:19:28: Ich weiss noch nicht,

00:19:29: mit dem Rudi und David hier zu hängen.

00:19:32: Sie haben ein bisschen enttäuschteren Blick.

00:19:34: Manchmal sind sie etwas hässig, aber ich weiss auch noch nicht ob ich Rudi oder David in meinem Haushalt weht.

00:19:39: Weisst du, was

00:19:39: ich

00:19:40: meine?!

00:19:41: Ich muss auch noch ein bisschen nachdenken, aber ich meine, du machst schon so coole Sticker vielleicht und ich einfach so Sticker auf die Wäschmaschinen.

00:19:49: Und der Dämbler werden sich dann etwas mehr flintern.

00:19:53: Ja wir laden sie ja auch schon ein, um... Ein

00:19:56: absolutes, gell?

00:19:58: ...Porison zu danken, dass das

00:20:00: noch sein ist!

00:20:01: Auch hier ein wenig zu unsere Bedingungen.

00:20:04: Also jetzt einfach mal raus an alle Ruedys und Davids.

00:20:09: Wir dürfen auch einfach nichts sagen

00:20:11: zum Beispiel.

00:20:12: Man kann einfach mal sagen, ich habe dazu nichts zu sagen oder ich muss mich zuerst noch mehr informieren.

00:20:18: Genau aber das ist jetzt ein anderes

00:20:20: Thema.

00:20:20: Nein, ich finde es spannend wenn man das kurz reinnehmen könnte.

00:20:25: Ich finde das sehr interessant weil meine Tagformen besucht sind, ich sage jetzt einmal neunzehnt Prozent mittlerweile vielleicht sind es fünfund achtzehn Prozent Flinta Personen und Partner-Zismanen von Freundinnen Flinta, die oft kommt und den Brüdern noch mitkommt.

00:20:47: Ich sehe irgendwie ein Interesse mehr da als auch schon.

00:20:51: Und gleichzeitig eben sobald es ein feministisches Format ist gibt es dann gleich viele Zismanen, die sich nicht angesprochen fühlen.

00:21:00: Es ist ja auch nicht die Idee, dass wir ein feministisches Kunstfestival für Zismane machen.

00:21:06: Wir machen das für uns und unsere Community.

00:21:08: Und wir wollen auch die Joy und Freude und uns stärken.

00:21:11: Und gleichzeitig brauchen wir einen anderen.

00:21:14: Ich hatte immer wieder Prozesse von Jahren, in denen ich gesagt habe, ich mache keine Arbeit mehr für die Zismanen.

00:21:20: Ich schreibe kein Text mehr auf und sage, was sie besser machen können oder was es mental ist.

00:21:30: Keine Arbeit und so.

00:21:32: Ich mag auch nicht alle Männern sagen, weil das wissen wir, dass es nicht alle sind.

00:21:38: Und dann habe ich aber wieder Fasen.

00:21:40: Das fand ich interessant in diesem Gespräch mit den Schädenkorten.

00:21:45: Man merkt nach Jahren von sehr... viel Wut und Abgrenzung.

00:21:51: Und benennen die Differenzen.

00:21:53: sehr wichtig, auch wieder eine Phase mehr kommt von mir.

00:21:57: Zärtlichkeit oder Schädelkort hat ja das Buch über radikale Zärtlichkeiten, wo sie den Begriff Liebe unter die Lupe nimmt und dem nicht im Liebe sagt, sondern radikales Zärtliches.

00:22:07: Damit es nicht alles erklären lässt in der Podcast- oder Lesensbuch.

00:22:13: Aber so addetisch haben wir ein bisschen über das Gerät.

00:22:15: Und ich denke, es wird am Festival immer wieder kommen.

00:22:18: Auch in den Events oder Partys.

00:22:20: So wie können wir?

00:22:21: Einerseits über unsere Differenzen reden und unsere Wut benennen.

00:22:25: Wie können wir sagen Nein, Statistiken zeigen.

00:22:32: Sieben bis achtzehn Prozent der Täter sind männlich.

00:22:38: Hilft mir schnell, aber ich glaube, etwa achtzehnt bis neunzehnte Prozent von den Opfer sind weiblich.

00:22:42: Wie können wir all das benennen und gleichzeitig oder auch im Feminismus in unterschiedlichen Bubbles über unsere Differenzen reden, aber uns irgendwie nicht verlieren und eine gewisse Zärtlichkeit zueinander haben?

00:22:57: Darum finde ich es schon spannend.

00:22:58: Also wie gesagt sind alle eingeladen.

00:23:01: Man findet auf der Webseite unter Kontakt aber auch unser Erwärmniskonzept.

00:23:06: Das ist uns mega wichtig dass ein Raum sein kann Flinta Personen wohlfühlen.

00:23:13: Ich sage mittlerweile nicht mehr sicher, weil wir einfach auch nie genau wissen was Sicherheit für alle bedeutet.

00:23:20: aber ich möchte sie sich wohlfühlend und dass Sie können sagen wenn das nicht so ist Genau, aber eingeladen sind natürlich alle.

00:23:27: Jetzt habe ich da drin ein wenig verloren gehen.

00:23:30: Aber der Rudi und das Bedalve sind zu schuld.

00:23:32: Bist du einfach so bald in die Räume?

00:23:33: Ist nicht mehr zu wunderschön!

00:23:36: Aber er darf ja vielleicht gleich ablehnen.

00:23:38: Man könnte auch total gut wieder davon wegkommen... Nein, aber vielleicht können wir auch so ein bisschen berückschlagen.

00:23:45: Also ich meine es ist ja auch eine Motivation gerade von der Kunstausstellung war, dass mir einfach oder ich und auch mein Umfeld viele Kunstausstellungen besucht haben und einfach immer wieder oder in der literatur ist es auch so festzustellen.

00:24:03: Immer noch ist der Raum wirklich vor allem den Mann übergeben.

00:24:07: Zismanen und das Echo finden dort statt Und das ist eine der Hauptgründe, um zu sagen, wir wollen wirklich mehr flinter Perspektiven abbilden.

00:24:19: Vielleicht date ein Frage an dich.

00:24:21: Was sind Flinter Perspective?

00:24:25: Weil da passiert dann auch so eine schnelle Stereotypisierung.

00:24:28: Also dann geht es nur um Kehrarbeit oder dann geht's nur um Körper Aber vielleicht magst du uns hier nur kurz ein bisschen mitnehmen.

00:24:36: Ich

00:24:37: wollte gerade noch den Ausstellungstext überarbeiten und jetzt steht auch irgendwie an, es sind ja Fintaperspektiven, die immer noch unterrepräsentiert sind.

00:24:45: Und ich stelle mir immer etwas drüber, weil ich so finde, dass wir das wirklich immer wieder sagen.

00:24:49: Eigentlich streue ich mich ein wenig dagegen aber es ist tatsächlich einfach so, es ist immer noch mega unterrepräsentiert und man muss immer noch als Fintagkünstlerin und dankbar sein, wenn wir noch etwas zeigen dürfen.

00:25:04: Darum sind sie mega wichtig und das ist auch ganz klar der Fokus in unserer Ausstellung, dass man den Raum und den Platz dieser Künstlerinnen geben kann, die uns einladen mit ihrer Perspektive über ... Es sind unterschiedliche Themen, Alltagsrealitäten.

00:25:23: Es geht auch um Körperumwiderstand und es geht um Geburt, um nicht schwangen zu können oder den Verlust von Babys.

00:25:32: Es ist aber auch eine Geschichte der Herkunftsgeschichte der Familie mit Vergangenheit, Kolonialismus und Rassismus.

00:25:47: Es ist ein sehr breites Feld von Themen.

00:25:53: Und es ist auch sehr vielseitig in der Medien, also von den Medien her.

00:25:59: Es gibt sehr unterschiedliche Arbeiten, Fotografien, Malereien und Installationen, die ganz gross sind für den Raum.

00:26:10: Ich habe das immer sehr gerne, wenn man das wirklich macht.

00:26:13: Aber es gibt auch kleine fine Arbeiten... Es gibt Arbeuten, die man anlangen und in armen Interaktiven Formaten auch als zuschauende Person ein bisschen mitentscheiden.

00:26:25: Und es soll auch eine Ausstellung sein, wo wir einfach kommen können und durchgehen und schauen.

00:26:34: Das ist ein Versuch, quasi zugänglicher zu machen.

00:26:38: In jedem Raum, wo wir sind auf Photobasti, ist es nicht im klassischen Sinne ein Widecube.

00:26:43: Also so einen musealen Raum, das muss ganz leislich sein und sich viele Leute nicht wohlfühlen und angetrauen.

00:26:49: Weil das ja auch immer so ... So gehalten wird auch.

00:26:56: Und danach ist es natürlich vielleicht für die Menschen, die wenig Berührungspunkte mit Kunst haben.

00:27:01: Immer noch braucht es etwas Überwindung, um nicht anzugehen Ich kenne das aus meinem Umfeld, dass viele Leute sagen, ich verstehe es einfach nicht.

00:27:10: Ich weiss nicht was man soll und dann weiss ich nicht wie ich mich dazu verhalten soll.

00:27:15: Und ja... Das ist voll oft so und das ist auch voll okay.

00:27:20: Man muss es auch nicht verstehen.

00:27:22: Man kann einfach mal ansehen, man kann loslassen, es hat Videoarbeit.

00:27:28: Und das finde ich schön, aber unsere Ausstellung ist wirklich viel unterschiedlich.

00:27:33: Zugang bietet.

00:27:35: Und dass man einfach mal kommt und schaut, ob etwas anspricht?

00:27:40: Ich finde das eben auch so schön in der Zusammenarbeit mit dir, weil ich einfach sofort gemerkt habe, das was du jetzt auch sagst im Münzen auch gar nicht verstehe.

00:27:47: Ihr könnt aber einfach mal schauen, es ist so einladend... Es ist auf Augenhöhe.

00:27:55: Was wir oft gelernt haben, sind die Hochkünste und dass man ein gewisses Level erreicht hat, abwissen und erzugeben.

00:28:03: Dass man uns überhaupt auseinandersetzen könnte.

00:28:07: Dass es per se extrem anspruchsvoll und anstrengend muss sein, ist ja in der Literatur auch eine Sache.

00:28:12: bei Applernte Buchhändlerin.

00:28:13: Schon in der Ausbildungszeit war das so etwas.

00:28:18: Ich meine, du musst schon etwas leiden.

00:28:21: Oder?

00:28:23: Und wenn du das Gefühl hast, dass du ein leises Buch ist und es gibt dir einfach etwas und du kannst aber gar nicht so genau sagen was es dann jetzt ist.

00:28:30: Jetzt mache ich vielleicht ein paar kleinen Buchbanschen vorgeguckt, aber das mache ich eben auch noch gerne.

00:28:34: Manchmal ist es wieder so...

00:28:36: Hey!

00:28:39: Und eben nicht jeden Satz Es war eine falsche Interpretation, sondern es kann auch schön sein.

00:28:51: Wer hat gesagt, dass man sich für Videos fragt?

00:29:00: Was für sie Kindship ist, oder?

00:29:03: Und Kindship heisst also ... Kind heißt ja Verwandten verbündeten.

00:29:06: Kann ja Wahlfamilie sein, Gemeinschaft gefärbt in, finde ich einer schön.

00:29:14: Sie hat gesagt, Kunst ist für sie megafischte Kind- oder Kindship,

00:29:18: oder?!

00:29:18: Das hat mich irgendwie noch ... Es hat mich berührt und gefunden okay, da ist viel Wars drin so!

00:29:25: Ja, das ist mega!

00:29:28: Ich kann das sehr gut nachvollziehen.

00:29:30: Ich habe gefühlt, dass du mein Leben lang schon kundest.

00:29:33: Es war immer so klar, ich würde die Bildung oder den Theater machen.

00:29:38: Und es ist auch mein Leben lange etwas Hassliebe.

00:29:42: Das ist spannend.

00:29:43: Verzähl mal davon!

00:29:45: Hey, es sind so unterschiedliche Sachen.

00:29:47: Zum einen ist es auch einfach gesellschaftlich überhaupt nicht so, dass das etwas ist, was man macht, die echt ist – quasi value.

00:29:56: Du musst zuerst nichts richtiges lernen, bevor du es bekommst.

00:29:59: Du

00:29:59: kannst schon Kunst machen, aber was machst dann noch?

00:30:02: Also es ist wie ganz klar, du machst noch etwas Echtes und ähm ... Das ist auch... So rein wirtschaftlich, wirklich auch sehr schwierig vom Kunst machen zu können überleben.

00:30:14: Es ist alles Bedingungen sind sehr schlecht, es ist ausschlecht zahlt und ich kann jahrelang auch einfach im Gastwerb immer arbeiten.

00:30:23: Ich bin jetzt am Unterrichten damit das überhaupt geht.

00:30:27: Also ich liebe Unterrichten auch sehr.

00:30:28: Das ganze andere Arbeit, die ich mega wertvoll finde wo sie auch um Kunstvermittlung geht Aber manchmal wäre das schon noch nice, wenn ich jetzt einfach mal in Anführungszeichen Zeit habe zum Grundschmerk und im Matelier zu sein und mich inspirieren lassen.

00:30:45: Ja voll!

00:30:45: Und dort ist aber auch so lustig.

00:30:49: oder die Bilder, die wir verinnerlicht haben sind ja wie beschreibenden Personen oder eben auch bei den Künstlern drin.

00:30:56: Du lebst in einer Luft.

00:31:01: Und du bist v.a.

00:31:02: einsam, sehr häufig menschlich.

00:31:04: oder wenn du eine Frau ein flinter Person bist, die sicher kein Kind hat.

00:31:10: Du hast ganz viele Dramen in deinem Leben und du leidest ganz fest am Leben.

00:31:16: Und du konsumierst vielleicht noch Drogen, Alkohol und so.

00:31:19: Und erst dann kannst du natürlich wirklich ein Künstler sein oder so.

00:31:25: Das ist ja wie bei den schreibenden Personen auch die Müttern um die Autoren genau.

00:31:31: Also quasi ... Auch wenn es natürlich eine Herausforderung ist, im kreativen Prozess Mütterschaft zu herarbeiten in welcher Form auch immer.

00:31:41: Das kann ja auch ohne biologische Mötter so sein.

00:31:44: Aber plus Kreative arbeiten unter einen Hut zu bringen – ich weiss nicht, weil bei mir wenn ich die Texte geschrieben habe, dann habe ich diese Unterbrechungen so schlimm gefunden.

00:31:54: Immer dann, wenn ich eigentlich im Flow war, das Kind in die Kita holen.

00:32:00: Oder genau dann ist es vom Mittagsschlaf erwacht oder so.

00:32:06: und ich habe das mal in einem anderen Podcast-Format dürfen mit Milena Moser reden und sie hat gesagt, darum hat sie ein Krimis geschrieben und so viele Todtierner ruman, weil jedes Mal wenn das Kind erwacht ist, muss er einen umbringen.

00:32:22: Dann habe ich irgendwie einfach so mega eine coole Inspiration gefunden.

00:32:26: Und sie hat mir aber dort zum Beispiel gesagt, weil ich sagte, ja, ich möchte einfach mal ein halbes Jahr in einem Haus am Meer und an meinem Buch schreiben ohne Kinder, ohne etwas mit genug Geld müssen.

00:32:41: Und es wird nicht krass.

00:32:42: Du musst dann schreiben, wenn es geht oder?

00:32:45: Ich glaube das ist wie so ... All die Mütten, die dahinter sind versuchen wir auch aufzubrechen.

00:32:52: Vielleicht hat es schon die eine oder andere Künstlerin dabei, die so ein Leben hat, wer weiss?

00:32:57: Aber viele holen auch nicht!

00:32:58: Ja, der Realität ist für viel sicher.

00:33:00: Und gerade auch noch wenn Kehwork hier ist und man muss irgendwie auch noch Geld verdienen... Das finde ich auch noch ein spannendes Bild.

00:33:11: Hoffentlich irgendwann, wenn ich mal dazu komme, dass der Projekt bei mir auf dem Tisch liegt, geht es genau unter Untersuchung des schönen Bildes vom Genier, das ja männlich ist und einfach so legt.

00:33:28: Und da sage ich zu untersuchen, das wären manchmal ein Projekt.

00:33:31: aber eben auch das ist ... Irgendwo noch in Walzschlas.

00:33:36: Es wäre auch mega spannend, übrigens aus einer Inklusionsperspektive zu beleuchten.

00:33:41: Weil sie ja zum Teil mega ableistisch behindertenfindlich ist oder schon nie.

00:33:46: und Wahnsinn... dass es so nahe zusammen geht.

00:33:50: Aber vielleicht nehmen wir dann zu all dem einmal noch Podcasts auf.

00:33:54: Grundsätzlich gibt es auch große Künstlerinnen, die gesagt haben, du kannst nicht eine gute Künstlerin und Mutter sein.

00:34:02: Marina Abramowicz zum Beispiel Tracy Amin kann auch eine sehr tolle Künsterin gucken.

00:34:08: Hat sie auch noch gerne eingeladen?

00:34:09: Nein oder nicht?

00:34:10: Vielleicht das nächste Mal.

00:34:14: hat zu dem auch Arbeit gemacht, was um das geht.

00:34:16: Und vielleicht geben Sie schon gerade mega im Diskurs bei Kunstschaffenden und Care-Leistenden Menschen eben wie ist diese Vereinbarkeit?

00:34:25: Was braucht es für das?

00:34:27: Es ist nicht nur in der Kunst, sondern sowieso ein strukturelles Problem mit allen, die Care-Work leisten und noch versuchen hat irgendwie einige Massen gesund oder ... Genügend Energie durchzukommen, das auch noch ein bisschen.

00:34:47: Ja und dort finde ich es interessant oder die unterschiedlichen Perspektiven, die man ja haben kann.

00:34:52: Und vielleicht ist für eine flinte Person das so, dass sie ihre Kunst nicht hätte können machen.

00:34:57: Oder dass sie finden, sie hätten nicht die gleiche Qualität, wenn sie Mutter war?

00:35:02: wäre ich auch noch dazu.

00:35:04: Und wieder andere, die das aber auch kritisieren und das ist das was mich dann wiederum interessiert oder so wie finden wir da drin irgendwie so... Wie können wir dass wir eben diese Differenzen stahlen akzeptieren und gleichzeitig im Dialog bleiben?

00:35:17: Das finde ich einfach auch spannend.

00:35:19: oder weil eigentlich also in diesen vielen Gesprächen, wo ich immer wieder mit flinter Personen habe, wenn ich ja nicht das Gesprächsformat hätte Hätte ich mit ihnen zum Teil gar nichts zu tun.

00:35:32: Und das ist wirklich sehr oft so, dass ich dann einen Ah-Haarmoment drin habe.

00:35:38: Aha!

00:35:38: Okay... Der Teaser, den ich hier auf Insta gesehen habe von dir, hat mich irgendwie triggereit.

00:35:43: Aber jetzt, wenn wir miteinander reden, verstehe ich irgendwie etwas mehr?

00:35:46: Es gibt auch die Fälle, wo es nicht so ist.

00:35:49: Aber das ist etwas, was mir sehr wichtig ist an diesem Festival.

00:35:54: Wenigstens zu fördern, dass man vor einem Kunstwerk stehen könnte.

00:36:00: Vielleicht sagt eine Person, ich verstehe es nicht.

00:36:02: Eine andere Person sagt für mich, sie lässt das und das aus.

00:36:06: Und jemand weiss vielleicht viel über dieses Werk.

00:36:12: Oder dass das alles irgendwie sein darf?

00:36:15: und dass wir auch in diesen Events über die Themen reden können, welche vielleicht auch aufkommen in dieser Ausstellung.

00:36:22: Ja unbedingt!

00:36:22: Und es ist schon so, dass viele anzutreffen sind in der Ausstellung vom Team oder auch Künstlerinnen.

00:36:30: Wir freuen uns immer über Austausch und Gespräche.

00:36:33: Und vielleicht noch ganz kurz um das an einem Versuchen zu schliessen, dass sowohl Care Work wie auch Kunst beides sehr fest von dieser Intensität lebt.

00:36:45: Es ist wirklich existenziell oft.

00:36:49: Und auch, wieso es ein schlussendlicher Hassliebe ist für mich?

00:36:53: Weil es braucht wahnsinnig viel Energie immer wieder zurückzukommen und sich mit dem zu reiben.

00:37:00: Am Ende des Tages muss ich aber immer wieder wieder zurückkommen weil ich habe wie nicht anders.

00:37:04: Genau!

00:37:05: Das ist einfach auch immer wieder so wertvoll.

00:37:10: weil dort die Welt verhandelt wird und man das einfach so dringend braucht.

00:37:16: Man muss wirklich darüber nachdenken, wie es jetzt ist und wie es soll werden.

00:37:23: Was sind Probleme oder Schwierigkeiten?

00:37:26: Können wir bitte darüber reden wer was braucht und versuchen einen kleinen Regler daran umzuschieben dass es besser wird und anders wird.

00:37:36: Dort sehe ich meine Verantwortung als Künstlerin Das ist, ich verhandle die Welt und auch als Mutter.

00:37:44: Ich möchte die Welt verhandeln und Dessert machen für Kinder, die kommen und das übernehmen.

00:37:51: Und leider müssen grossen Waffen scheisse übernehmen, die diese von uns nicht angebracht haben.

00:37:56: Und dort einfach sagen, ja wir machen das, man könnte manchmal es nicht viel, aber wir versuchen jetzt ... Wir treffen uns wieder, wir reden zusammen, Wir erleben uns scheisse Tage zu haben und sagen, dass wir das nächste Mal überleben.

00:38:11: Dann als Foto auf Instagram teilen mit was wir alles auf dem Tisch geplant haben.

00:38:15: Wir

00:38:15: nehmen uns einmal in den Arm, weil man merkt... Es ist viel!

00:38:19: Und ehrlich gesagt, es ist bei den meisten meistens viel.

00:38:22: Manchmal hilft das auch.

00:38:24: oder muss ich mir auch sagen hey, ich muss jetzt einfach etwas sanft sein mit mir selber und aber auch mit meinem Gegnern über.

00:38:29: Weil, it's

00:38:30: a lot!

00:38:30: It's soo

00:38:32: much!!!

00:38:33: Ich sage ja, Amics gibt so gerahmete Sätze.

00:38:35: Und eigentlich fast jeder, der du jetzt gesagt hast würde ich rahmen, weil es sind solche Sätze, die man sich eigentlich wirklich nicht mehr zu aufhängen kann.

00:38:43: Messe vielmals, ich finde sie grossartig, mache noch mehr Sticker voll und ich finde auch immer wieder ... Das möchte ich hier noch zum Bogen schliessen.

00:38:54: Es ist ein Fan von Widerstand auch.

00:38:59: Oder das Patriarchat und den Kapitalismus wie sich das gegenseitig nähert.

00:39:04: Das können wir analysieren, verstehen und akademisieren.

00:39:08: Wir können auch neue Konzepte schaffen – es braucht Politik usw.

00:39:14: Anstatt dass man immer sagen muss, wir müssen noch unseres Besseren selbst werden und ganz viele Kosmetikprodukte haben ... Also ich mache sie ja auch aber... Oder einfach ist es auch eine Möglichkeit zu sagen hey, ich entziehe mich dem Mechanismus und ich gehe ... Es ist eine Form von Widerstand zu sagen, ich begegne anderen flinter Personen.

00:39:40: So wie du das jetzt auch geschildert hast.

00:39:42: Wir nehmen uns in den Arm und lassen es auch zu.

00:39:45: Und wir sagen, dass uns weniger herisst.

00:39:46: sie einfach mal zusammen und gehen in seine Lohnarbeit machen.

00:39:49: So schlimm ist es jetzt nicht.

00:39:52: Das finde ich immer wieder wichtig.

00:39:54: Das ist Feminismus!

00:39:57: Immer nach oben ging die Bikzels für Säge und Ranner.

00:39:59: Nicht gut?

00:40:00: Noch ein bisschen lieber als ich hier.

00:40:03: Ganz viel Liebe an Tzis und alle, die dabei sind.

00:40:07: Und auch alle, welche zugelost haben.

00:40:08: Und an dich Kira am meisten viele Mal.

00:40:10: Es war sehr schön mit dir zu reden.

00:40:12: Und es ist sicher nicht das letzte Gespräch.

00:40:13: Jedenzeit gerne.

00:40:14: Das gibt ja noch ein paar Sachen zusammen.

00:40:16: Also man kann auch genau ... Und es werden noch weitere Gespräche in dem West-Zimmer stattfinden.

00:40:22: Mal schauen, ob Rody und David dann noch da sind!

00:40:26: Ich bin mega stolz, dass ich mir ihre Namen heranmerken konnte.

00:40:28: Das passiert nicht oft... Und es hat ja dann auch noch Wäschbergen.

00:40:32: Vielleicht sollten wir mal abbeugeln, wenn Reis ... Oder wir lassen sie einfach nirgendwo.

00:40:36: Wir haben

00:40:36: sie geredet und waren wirklich

00:40:37: stolz auf euch!

00:40:38: Ja, Sie haben es gut gelernt.

00:40:41: Ciao Kira!

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