Mit Sibylle Berg über Utopia
Shownotes
**Hinter den Kulissen – der Deep Talk mit Marah Rikli
Folge 1: Mit Sibylle Berg – Utopia ** In der ersten Folge von **„Hinter den Kulissen – der Deep Talk mit Marah Rikli" **ist die vielfach ausgezeichnete Autorin und Denkerin Sibylle Berg zu Gast. Gemeinsam tauchen Marah Rikli und Sibylle Berg in die Frage ein, wie unsere Zukunft aussehen könnte, und warum wir heute mehr denn je Utopien brauchen.
Sibylle Berg zählt zu den wichtigsten literarischen Stimmen unserer Zeit. In ihrem Werk "PNR: La Bella Vita" entwirft sie eine mögliche Zukunft jenseits von Angst, Ausbeutung und Erschöpfung, ein Europa, das neu gedacht wird.
Auch **Marah Rikli **bringt ihre persönliche Perspektive in das Gespräch ein: Als queere Feministin, Autorin, Kulturschaffende und Mutter eines behinderten Kindes beschäftigt sie sich seit vielen Jahren mit der Frage, wie eine gerechtere und inklusivere Gesellschaft aussehen könnte.
Gemeinsam sprechen sie über feministische Visionen, über Hoffnung und Zweifel und darüber, was passieren muss, damit neue Zukünfte tatsächlich möglich werden. Dabei lernen sich die beiden auf der Bühne immer besser kennen, und es wirkt fast wie Liebe auf den ersten Blick.
Welche Rolle Erbe, Trauer, Söhne oder Pferde in diesem Gespräch spielen und warum dabei so viel gelacht wird, hörst du in dieser ersten Folge.
Die Episode wurde am 26. Februar 2026 live vor Publikum im ComedyHaus Zürich aufgezeichnet.
Themen der Folge:
- Warum wir neue Utopien brauchen
- Feministische Visionen für die Zukunft
- Literatur als politischer Denkraum
- Hoffnung, Zweifel und gesellschaftliche Veränderung
- Persönliche Perspektiven auf eine gerechtere Gesellschaft
Links zur Folge
Mehr von Sibylle Berg: https://www.youtube.com/@SibylleBergMEP
Mehr über das Comedyhaus: https://comedyhaus.ch/
Mehr zu Marah Rikli: https://www.marahrikli.ch/de#1
Grafik von Vladislava Savic: https://www.instagram.com/vladislava.savic/
Fotos Comedyhaus von Tren Guerrero: https://trenguerrero.com/corporate-work
Podcast
Hinter den Kulissen – der Deep Talk mit Marah Rikli
Die Journalistin und Aktivistin Marah Rikli lädt in ihrer Talk-Reihe zu tiefgründigen und ehrlichen Gesprächen ein. Gemeinsam mit ihren Gäst*innen und dem Publikum begibt sie sich auf eine Reise, die geprägt ist von Empathie, neuen Narrativen und kreativen Perspektiven auf unsere gemeinsame Zukunft. In jeder Ausgabe steht ein Thema im Fokus.
Transkript anzeigen
00:00:00: Wir müssten mal durch die Bahnhofstraße laufen und gucken, wo man da überall schön wohnen könnte.
00:00:05: Es hat das so ein tolles Gebäude, wo irgendwie auf sechs Etagen Black Rock drin ist.
00:00:12: Können wir nicht nach Schlieren gehen?
00:00:16: Willkommen beim Kin Radio!
00:00:19: Kin Radio isst Teil von KINn dem feministischen Kunstfestival vom elften bis siebenundzwanzigsten Juni in Zürich.
00:00:27: Kin schafft Räume für Austausch und für Verbindung.
00:00:32: Kin versteht Feminismus auch als Kinship, als gewählte Nähe, als Verantwortung füreinander und als solidarisches Miteinander.
00:00:43: Mehr zum Festival auf kinship.ch oder auf Instagram!
00:01:10: Ja herzlich willkommen.
00:01:12: vielen Dank für diesen schönen Applaus, herzlich willkommen Siebille Berg.
00:01:17: Dann wollen wir doch noch mal applaudieren!
00:01:27: Schönen guten Abend.
00:01:28: Ich bin ganz entzückt selten so ein absolutes süßes Publikum gesehen.
00:01:35: Wirklich hätte ich das gewusst... ...dann wäre ich nur hier gewesen und nie im Bett.
00:01:46: Also von jetzt an immer da, Siebilech.
00:01:50: Herzlich willkommen.
00:01:52: Ich steige gerade in das Gespräch mit dir, möchte aber zuerst ganz herzlich das Publikum willkommen haben.
00:01:59: Es ist so schön, dass ich hier so zahle an dem wirklich einer der ersten fast schon frühlingshaften Äbungen.
00:02:07: Mich macht es mega glücklich.
00:02:09: Weisst du nicht wie es euch geht?
00:02:10: Also einen wunderschönen Tag um über Utopien und positive Zukunft zu reden.
00:02:17: Ich möchte mich auch ganz herzlich bei den Gebärdensprachdoll-Metschenden bedanken.
00:02:21: Barbara und Tamara dünnen heute doppel Gebärden, dass das möglich ist finanziell ist dank der Proinfirmis.
00:02:30: Möglich Dankenfilmer!
00:02:32: Der Proinfirmes?
00:02:40: Sagen wir, hat es so eine feste Anordnung wie man sitzt, weil du sitzt zur Urwald weg?
00:02:46: Kann man das irgendwie... Wenn
00:02:48: wir das verschieben?
00:02:49: Gut Wir haben ja schon alles gekauft auf dieser Bühne, mit Caroline Emker und Kim DeLorris.
00:02:54: Darf ich auch kuscheln?
00:02:56: Das führen wir jetzt fort!
00:02:58: Oder
00:02:59: besser oder?
00:03:00: Seht ihr alle noch was?
00:03:01: Ich meine es gibt auch nicht viel zu sehen, wir sehen so aus und das bleibt jetzt auch so.
00:03:07: Mit dem
00:03:08: Licht ist gut und so... Nichts,
00:03:10: da kann man so ein bisschen... Ich geniefe natürlich
00:03:14: allen mit mir.
00:03:14: Kuschel auf der Bühnen, finde ich super.
00:03:16: Wenn wir eine Mikrofon, dann könnte er auch mehr
00:03:19: hätten.
00:03:19: Das
00:03:20: ist wie die Hochzeit durch den Schneiden.
00:03:22: Damals,
00:03:23: genau.
00:03:23: Wir haben noch
00:03:24: das drüber reden, zweimal gemacht.
00:03:27: Ja, nicht mehr.
00:03:29: Sie will ... Ich muss dich glaube ich nicht wirklich vorstellen.
00:03:34: Aber für dich habe ich noch nie gesehen.
00:03:38: Ich weiss nicht wo ich das Bein tun soll.
00:03:41: Oh wow!
00:03:43: Ich muss schauen,
00:03:45: dass ich mich nicht zu fest ablenke und den Fokus kapalte.
00:03:49: Sie will ein Werk?
00:03:50: Du lebst in Zürich.
00:03:52: Das sind mir ganz stolz drauf.
00:03:55: Ja ... Es
00:03:57: hat dann auch so eine Straße mit meinem Namen.
00:04:01: Oder schon!
00:04:03: Irgendwie eben nicht mit dem Pferd.
00:04:05: Ich möchte nicht einen Pferde, weil ich mag Pferdoge die Technikerin.
00:04:11: Ich mag Pferde, ich finde sie noch ein bisschen langweilig.
00:04:13: Also ich möchte einen Denkmal mit kleinen Ziegen gerne.
00:04:17: Mit kleinen
00:04:19: Geissen.
00:04:20: Da
00:04:21: dürfen wir gerade noch auflösen, dass ich Schweizer Deutsch rede heute und zwar weil du Angst gehabt hättest wenn ich Hochdeutsch rede... ...dass es dann nicht so gut
00:04:29: ist!
00:04:35: So habe ich das nicht...
00:04:39: Schau, was mir heute alles noch ausplaudert.
00:04:43: Es ist nicht der erste Tag, das aufzeichnet wird.
00:04:45: Ich möchte die Reihe noch inklusiver machen.
00:04:48: Ich habe viele Zuschriften bekommen.
00:04:50: Ob es auch für Menschen mit chronischen Erkrankungen eine Möglichkeit gibt, diese zu den Tageslosen.
00:04:56: Auszukommen wird es dann irgendwann, wenn ich Zeit habe ... Genau!
00:05:01: Aber es wird jetzt mal aufzeichnen und danke vielmals, dass du dich auf das einladst.
00:05:07: Genau, kann ich ja eigentlich vorstellen.
00:05:13: Ja, also wenn ich da spicke, siebenundzwanzig Theaterstück.
00:05:16: Fünfzehn Bücher in vier und dreies Gesprächen übersetzt.
00:05:20: Und zwar alles selbst übersetzt vor allem.
00:05:23: Alle
00:05:23: Sprache?
00:05:24: Korianisch wird man mir sagen.
00:05:26: Natürlich!
00:05:27: Selbst ist die Frau natürlich.
00:05:30: Soviel Buchpreise können sich Sie jetzt nicht alle tun... aufzählen.
00:05:35: Dein neuester Buch haben wir heute dabei, also du wirst wahrscheinlich auch daraus lesen.
00:05:40: Wir schauen einmal wo der Abing an geht.
00:05:42: Das ist das Ende deiner Trilogie La Bella Vita PNR.
00:05:48: Jetzt muss ich schauen, dass es nicht alle meine Notizen aber gibt!
00:05:50: Ich könnte sie nachher auch am Bücher-Tisch erwerben und du tust nämlich auch noch Signieren.
00:05:57: Da freuen wir uns dort.
00:05:58: Ja
00:05:59: ich schreibe alle Namen rein die ihr wollt.
00:06:02: Ja, Lukas Berfuß.
00:06:06: Das mache ich.
00:06:10: Wir reden heute aber über die E-Kone.
00:06:12: Sehr
00:06:12: gerne!
00:06:15: PNR ist der dritte Band dieser Trilogie.
00:06:20: Der erste hat Kaiser Gell... Ich hoffe, ich mache es jetzt richtig.
00:06:23: G-R-M Brainfuck RCE war der zweite Band und jetzt nach den zwei eigentlich Dystopien.
00:06:32: kann man sagen, diese Utopie?
00:06:35: Ja und nein, also das erste war eine Bestandaufnahme eigentlich vom Istzustand.
00:06:41: Das ist jetzt schon ein paar Jahre her.
00:06:43: Ich weiß gar nicht genau, dass kam im Corona-Jahr raus, glaube ich, zweiundzwanzig?
00:06:48: Einen zwanzig.
00:06:49: Keine Ahnung.
00:06:55: Und damals fing an irgendwie, dass ich immer mehr dieses Unwohlsein spürte.
00:07:01: Was der galoppierende Kapitalismus so erzeugt hat mit allem was sich damals ankündigte mit wachsender Überwachung Mit irgendwie die Mietpreise gehen durch die Decke Es wird eigentlich immer unbärmherziger und kälter und sogar in meiner lieben kleinen Kuschelschweiz hab immer gedacht hier gibt es keine Kapitalisten.
00:07:21: aber naja Und ich wollte damals so für mich rausfinden, irgendwie wo was ist.
00:07:32: Wie hängt das zusammen?
00:07:33: Also wie hängt diese bewusst in Kauf genommen Verarmung der Bevölkerung die zusammen mit all diesen immer neuen Überwachungsmaßnahmen, mit biometrischen Kameras.
00:07:45: Mit Spy Software und das beste Land um das eigentlich rauszufinden in allen extremen Skien mir damals england also die sind eh schon mal ganz weit vorangegangen allem was eigentlich unsozial ist und was überwachung angeht und so.
00:08:04: dann kam es zu diesem ersten buch.
00:08:08: Hast du Gumpen?
00:08:09: Wie hast du es genannt, okay.
00:08:11: Also eigentlich heißt das Crime.
00:08:12: Crime!
00:08:13: Genau und das ist eine... Es
00:08:15: ist gut dass ich den Fehler gemacht habe.
00:08:17: Ich habe extra noch einmal
00:08:18: Gumpet.
00:08:18: Du hast ihn extra
00:08:19: noch mal gemacht.
00:08:20: Und dann hat es keinen CRM oder auf italienisch gefolgt.
00:08:22: Nein,
00:08:23: es ist richtig man kann das auch.
00:08:24: Italienisch ist das komplett richtig.
00:08:27: Das ist nicht, dass du mich gut austaunst.
00:08:29: Nein aber... Ich wollte dich nicht verletzen.
00:08:35: Ja Da gab es dann irgendwie, das fand ich auch ganz tollen Buchpreis den Schweizer.
00:08:42: Also ob ich eine richtige Schweizerin wäre?
00:08:44: Nicht nur so mit Papierchen sondern eine richtige und die Laudatoren sagte dann Gurum!
00:08:51: Das fand ich interessant.
00:08:54: Es ist Crime und das ist einfach eine Spielart von Hip-Hop, die in England entstanden ist.
00:09:04: Das war eigentlich die Bestandaufnahme des Erste Buch, wo alle von Dystopie redeten.
00:09:10: Und ich dachte immer wovon redet ihr?
00:09:12: Das gibt es doch alles!
00:09:13: Also das ist doch eine Dystopies, doch eigentlich so ne Fantasie in negativer Hinsicht.
00:09:17: Es ist alles da und die paar Sachen, die ich mir ausgedacht hatte sind inzwischen da.
00:09:26: Ich bin nicht mit der Idee rangegangen.
00:09:29: jetzt mache ich eine tolle Trilogie.
00:09:31: da weiß ich noch nicht mal, wie man es schreibt ordentlich.
00:09:33: Sondern ... Ich merkte einfach das war so frustrierend diese Gnadenlosigkeit in England zu sehen, dass ... Ich muss es gestehen, ich eigentlich auch eher von flotten Innenstädten oder der Küste kannte.
00:09:48: und dann, so wie man sich irgendwie selbst in London aus diesem Innerzirkel raus bewegt wirds ganz schnell ziemlich duster.
00:09:57: Je weiter man in den Norden fährt, umso dusterer wird's.
00:10:01: Und ich dachte, was seid ihr für ein gnadenloses Pack?
00:10:04: Also wie könnt ihr mit euren Menschen so umgehen.
00:10:07: Wie könnte er mit Kindern so um gehen?
00:10:09: Ich war sowas von stinkgewütend nach diesem Buch.
00:10:12: Das kann ich jetzt so nicht stehen lassen.
00:10:15: das System muss leider weg.
00:10:17: und dann kam eben das Folgebuch RCE Remote Code Execution.
00:10:24: D.h.,
00:10:24: durch Code irgendwie von außen auf Systeme zugreifen.
00:10:30: Und ich hab mir wirklich Mühe gegeben und habe eine perfekte Anleitung zu einer unblutigen Revolution gebastelt.
00:10:38: Mit viel Heck, mit vielen furchtbaren Sachen, die ich daraus gefunden hab.
00:10:44: Am Ende war alles weg!
00:10:46: Es ist gelungen... ...und es gab keine Toten.
00:10:49: Ich war so euphorisch und glücklich und zwar ein paar Tage völlig bescheuert bis ich rausguckte.
00:10:55: Da merkte ich, das ist noch da.
00:10:57: Das war eine große Enttäuschung.
00:11:02: Es hat sich auch keiner gefunden, der das nachgebaut hatte.
00:11:05: Ich hab's gar nicht verstanden.
00:11:07: Es ist wirklich detailliert beschrieben wie man es ... Habs wirklich nicht kapiert.
00:11:12: Ich dachte, nehmt ihr Bücher?
00:11:13: Nicht ernst Menschen?
00:11:15: Wahnsinn!
00:11:17: Und so eben also in der Revolution machen ist ja noch relativ einfach.
00:11:22: Boah, geht so.
00:11:24: Und ich dachte was... Erschieß mich, wenn ich zu viel rede.
00:11:29: Nein unbedingt!
00:11:30: Weil es ist ja ein Gespräch eigentlich.
00:11:32: Ja das machen wir dann schon oder?
00:11:35: Also
00:11:36: ich frage dich dann auch
00:11:37: Sachen.
00:11:37: Deine
00:11:38: Lieblingstiere.
00:11:39: Genau,
00:11:40: da reden wir noch.
00:11:43: Also, ich dachte irgendwie schwieriger ist es ja wie so die Geschichte der Revolution zeigt.
00:11:48: Irgendwie dass du unbedingt einen überzeugenden Plan für danach hast weil sonst kommen gerade wieder irgendwelche Flitzpiepen und füllen dieses Machtwarkum aus und alles geht von vorne los oder?
00:11:59: Und ich habe dann eben einfach während der Revolutionsplanung schon die Planung für den Neue Welt angelegt und das neue System Und es funktioniert alles, als ob's keine Menschen gäbe.
00:12:15: Das ist wahnsinnig ... Wahnsinnig schön!
00:12:19: Also ich hab alle Bereiche unter denen wir jetzt oder ich ... Ich weiß ja nicht vielleicht sind sie ganz glücklich mit einem... Alles worunter ich leide irgendwie von Wohnung angefangen über irgendwie Lohnarbeit, Ausbeutung, soziale Ungerechtigkeit habe ich alles beseitigt und durch was Besseres ersetzt.
00:12:39: das muss man erst mal machen So.
00:12:42: Applaus für das!
00:12:53: Es war durchaus unerwartet, dass eine Utopie und so eine positive Welt der civilen Welt kommt.
00:12:59: Das darf man schon sagen?
00:13:01: Ja... Es sind eigentlich drei Nünze Anleitungen.
00:13:08: Was müsste funktionieren, was müsste beachtet werden, dass es eine positive Zukunft wäre?
00:13:15: Ich habe mich natürlich ... ein bisschen vorbereitet auch, wenn ich dann ... ... Crime nicht richtig gesagt habe.
00:13:22: Ah nein, das
00:13:23: hörst du jetzt zu den nächsten zehn Jahren.
00:13:28: Ich habe schon oft gehört, dass Wissen etwas ist, was dich antreibt.
00:13:33: Du hast ... Wie wollen wir wissen?
00:13:36: Wie könnte die Welt besser funktionieren?
00:13:38: oder wie muss ich das verstehen?
00:13:39: Also, du hast dir Wissen aneignen.
00:13:45: Wie könnte man die Revolution machen, beziehungsweise wie könnte ich so eine Utopie aussehen?
00:13:49: Was heisst das genau
00:13:51: mit dem Wüsser.
00:13:54: Ja es war bei allen drei Bänden sehr viel was eigentlich viel schöner ist als Bücher zu schreiben weil das ist eigentlich ein bisschen langweilig.
00:14:05: War's das großartigste mit Wissenschaftlern und Wissenschaftlernen zu reden.
00:14:13: Also, ich bin jedes Mal vollkommen abgefräßt.
00:14:15: Oder beim zweiten Band war ich kurz dafür irgendwie selber Koden zu lernen und hab mich dann aber gepremst und gedacht, komm, ich kann nicht alles können müssen!
00:14:28: Es sind auch viele, viele Freundschaften entstanden dadurch.
00:14:31: Und beim dritten Band auch ... Man mag's nicht meinen, weil es so tut als ob das irgendwie ein bisschen naiv ist, weil sie eine junge Erzählerin hat.
00:14:40: Aber es ist alles ... Es gab viele, viele Forschung und wissenschaftlerinnen Gespräche vorher.
00:14:48: Und es könnte alles funktionieren.
00:14:51: Also ich wollte das irgendwie so abgesichert haben, dass ich nicht nur rumflote und mir irgendwelche fliegenden Tiere ausdenke ... Wobei, fliegende Tiere?
00:15:02: Gibt's schon heißen Vögel!
00:15:05: Nein, nein, Mann... Ja aber das war also ... Eigentlich auch die viel längeren Prozesse, als der Schreibvorgang dann am Ende.
00:15:16: Der zweite Teil war ... Oh, der zweite Teil, Halleluja!
00:15:20: Ich weiß nicht, wenn einer mal richtig lange krank ist?
00:15:23: Das Ding hat irgendwie achthundert Zeiten und es ist komplett wahnsinnig.
00:15:28: Da bin ich fast durchgetreten, da hatten wir draußen im Land Corona.
00:15:31: Es war eher alles relativ schwierig.
00:15:33: Die Menschen treten durch, ich trete durch.
00:15:36: Ich bin dann wirklich sowas von in die Tiefen des Kapitalismus getaucht, dass ich durch die Wohnung getiegert habe und meine Handvorträge gehalten hab über die Dallas-Brüder.
00:15:51: Also, ich bin heil rausgekommen aus, war nicht einfach.
00:15:54: Sind wahrscheinlich noch Daten beliebt?
00:15:56: Ist so wie eine Corona-Pandemie ausschlaggebend gewesen auch für ... ... die Utopie zu erschaffen.
00:16:06: Was hat es für dich verändert?
00:16:08: Wenn du das im Zynismus oder Salope sagst, ich bin dann versturrt, was heisst das?
00:16:16: Ist das noch aushaltbar gewesen und so, ja, ich arbeite schon mal in der Trähe.
00:16:21: Versturren ist wirklich bedrohlich geworden für dich?
00:16:25: Nein, das Bedrohliche ... Das Umfeld war einfach ... Sehr klar machte irgendwie die Unschärfen und die Unmöglichkeiten des Systems.
00:16:38: Also, wo mir so ganz viele Menschen, die ich kannte aus meinem Umfeld ... Die haben dann von Null Covid geredet und alle müssen zu Hause bleiben.
00:16:47: Ich dachte ja super aber wer soll denn?
00:16:50: dieses Land am Laufen halten.
00:16:55: Es gibt ja Menschen, die in der Pflege arbeiten und dir deinen Zeug verkaufen müssen ... Für die gilt das dann nicht?
00:17:02: Also es hat schon so sehr viele Ungerechtigkeiten klargemacht.
00:17:08: Ich weiß gar nicht so, ich hab's viel aus Deutschland mitbekommen, wo dann Menschen irgendwie im kleinen Boden saßen mit drei Kindern, die auf einmal unterrichten sollten.
00:17:18: Ich dachte, wie stellt ihr euch das alles vor eigentlich?
00:17:23: So.
00:17:23: Das hat mich und dann merkte ich auch wirklich so die Gesellschaften irgendwie auseinandergetrieben worden.
00:17:30: Das war mein Gefühl wo ich dachte ... Wollen wir nicht versuchen, lieber dass wir miteinander ins Gespräch kommen und als Menschen zu verteufeln die jetzt was anderes denken auch wenn es vielleicht quatsch ist.
00:17:43: Aber wer beurteilt das denn eigentlich?
00:17:46: Das fand ich sehr unklug in den meisten Regierungen, die ich so gesehen habe wo ich dachte, dass die Menschen, die jetzt das alles nicht glauben.
00:17:56: Ihr habt sie nicht überzeugt.
00:17:58: Man kann mit Menschen reden, man kann sie nicht verdammt sondern irgendwie.
00:18:01: dann redet mit den Leuten weil Sie haben euch gewählt, Sie bezahlen euch!
00:18:05: Man kann sich nicht Idioten nennen und abstempeln so... Ja,
00:18:08: ich finde es schon spannend noch, wie viel ist das ja?
00:18:12: Wieso ein Thema von?
00:18:13: oh nein bitte nicht wieder über Corona-Pandemie sprechen.
00:18:16: die haben wir ja überstanden und ist ja vorbei und niemand hat wahrscheinlich gedacht dass es nachher eben so ist dass es gar nicht mehr so ein Thema ist.
00:18:25: Wir haben ja weit gedacht, gerade die Welt wird sich jetzt wahrscheinlich wirklich grundlegend verändern.
00:18:31: und am Anfang hat sie auch aufgrund meiner Situation im Umfeld unterwegs sein mit sehr vielen chronischen kranken Menschen, mit ihren Tochtern, mit kognitiven Behinderungen, wo eine heilpädagogische Schulbesuchte habe ich natürlich auch gefunden.
00:18:45: Es ist total wichtig den Schutz der Menschen finde ich auch nach wie vor.
00:18:50: Nachher haben sich dann die Ungleichheiten so gezeigt, oder?
00:18:54: Also jetzt mein Sohn heute einen Zwanzig damals um die fünfzehne, hat nicht mehr seine Freunde dürfen treffen.
00:19:01: hingegen.
00:19:02: Weihnachtsverkauf sind alle Einkaufszentrum aufgegangen und haben unser Geld ins System bringen dürfen.
00:19:09: Und dort habe ich gemerkt, es ist ein Wut in mir gewachsen.
00:19:12: Ich glaube das kann doch nicht sein, man könnte doch nicht Kultur schliessen, Schulen schliessen... Wenn ein junger Mensch den Kontakt verbieten, aber wenn es um das Kaufen geht oder ums Konsumieren geht von in meinen Augen Gütter, die man jetzt nicht lebensnotwendig sieht.
00:19:29: Dort ist dann wie gleich.
00:19:31: Ja genau.
00:19:33: Das war so ein bisschen auch mein ... Mein Zustand damals, wo ich irgendwie sah, wie immer mehr Menschen durchgedreht sind.
00:19:42: Also gerade so in meinem Bereich auch in der Kulturkunst.
00:19:46: Es sind so viele Bankrott gegangen und das was da an Kerben gerissen wurde hat sich ja gar nicht wieder geschlossen.
00:19:57: Andererseits anders, als ich mich erinnere.
00:20:00: Ich hatte eigentlich Angst davor und dann gleich als schön empfunden.
00:20:04: Also auch in deiner Utopie oder auch in meiner Zukunftsvorstellung mehr Relevanz hat oder müsste ich haben, habe ich Zeit dafür gehabt?
00:20:16: Weil ich nicht mühse am Anfang zumindest präsent sein am Arbeitsplatz ... habe ich in meinem Garten oder mit meiner Tochter mehr Zeit verbringen können, auch wenn das manchmal sehr streng ist.
00:20:29: Aber es ist wie so.
00:20:30: ein gewisser Druck ist auch weggefallen und ich habe irgendwie das Gefühl gehabt, dass sich jetzt verändert wird und vielleicht kommen wir dann wieder mehr zu diesem
00:20:39: Bezug.
00:20:40: Das, was ja passiert ist, ist irgendwie das alles ... Ja, das wussten wir jetzt oder es wussten nicht.
00:20:45: Aber dass einige Menschen sehr viel reicher geworden sind und viele Menschen Bankort gegangen sind und Geschäftchen kaputt gemacht wurden.
00:20:56: Und dass eigentlich für meinen Begriff sich alles noch mal beschleunigt hat in Sachen Ungerechtigkeit und auch jetzt in Sachen irgendwie ... wieder komische Demokratiegefährdung.
00:21:09: Also irgendwie, es ist ja nicht wirklich besser geworden außer man schreibt das auf oder?
00:21:15: Also wenn wir mal kurz in dieses Buch einsteigen möchtest du etwas draus lesen?
00:21:21: Oder wenn wir noch weiter reden, was möchtst du?
00:21:24: Vielleicht müssen wir die Stimmung wieder hochholen und das Corona vergessen.
00:21:27: ich lebe das vor, oder?
00:21:37: Soll ich eben auch genau...
00:21:44: Ich fange mal an, das ist jetzt random.
00:21:47: Das wird nicht diese vierhundertzeiten klarmachen aber damit sie ein bisschen einen Gefühl für diesen prächtigen Stil bekommen!
00:22:14: Obwohl ich kann schon gut Hochdeutsch sprechen, Siebinde.
00:22:18: Das ist nicht so?
00:22:19: Aber das
00:22:19: kann es auch so sein.
00:22:21: Wenn es sein muss... So
00:22:22: was ja.
00:22:24: Gut haben wir gut abgelenkt.
00:22:25: Das geht jetzt zu Siebindersessen.
00:22:26: Möchtest du jemanden über Profänen hätte?
00:22:29: Ja!
00:22:31: Ich bin Don und ich habe keine Wut mehr.
00:22:34: Ich hatte geglaubt dass sich sie als Motor der mich überleben lässt brauchen Dass sie mir diese Pitbullhaftigkeit meines Äußeren und Inneren verleiht, mehr eine Gefährlichkeit gibt vor der Menschen zurückweichen.
00:22:46: So wie manche Künstler aus Angst um ihre Kreativität auf Psychopharmaka verzichtet haben habe ich immer gedacht ohne Wut zu sein würde mich zu einem nichts mutieren lassen und nun hab' ich keine Wut mehr.
00:22:59: Ich verachte die Welt in der ich lebe nicht mehr und die anderen nicht Die vermutlich keine Angst mehr von mehr haben.
00:23:06: Ich hatte nie Pläne, weil ich es lächerlich fand.
00:23:09: Morgen kann ein Weltkrieg ausbrechen, der ein anderes Vorgehen von mir erfordern würde als Selbstgespräche zu führen.
00:23:15: Schützengräben aushieben und mal nur eine Weltkrigsaktivität zu erwähnen.
00:23:20: Albern sind sie die Menschen, die sich in zehn Jahren an bestimmten Orten in bestimmten Situationen sehen.
00:23:27: Ich habe keine Ahnung wie's mir morgen gehen wird.
00:23:30: Und ich hab immer gehandelt wenn es mir unwohl wurde um zu erreichen dass mich die Welt nicht stört.
00:23:36: Ich bin als Kind von zu Hause weggelaufen, ich habe mit anderen wütenden Kindern zusammengelebt.
00:23:41: Ich habe vieles gemacht was sich als ordentlicher Bürger nicht gehört wenn man an das System glaubt.
00:23:47: Das hab' ich nie getan – umgekehrt Dito!
00:23:50: Ich habe nie viel von meinem Leben
00:23:52: erwartet.".
00:23:53: Das ist ein fantastischer Satz.
00:23:55: Er klingt nach einer Frau die zehn Kinder allein versorgt in der Waschküche steht eine fleichgeschische Schürze trägt Und nun wohne ich im angenehmsten Land auf der Welt und halte mich in einem Leben auf, das wie zu schön für mich scheint.
00:24:08: Ich bin jeden Morgen erstaunt, dass ich so viel Glück gehabt habe.
00:24:15: Ja?
00:24:17: Mit Schufhörer oder...
00:24:19: Geht's dir noch gut?
00:24:20: Mir
00:24:20: geht es sehr gut!
00:24:21: Ich mach nochmal zwölf
00:24:22: Minuten.
00:24:24: Seid ihr alle noch da?
00:24:25: Nein?!
00:24:27: Es ist die Zeit nach der Revolution gewesen.
00:24:30: Erstaunlich, dass da noch eine Zeit ist oder menschliches Leben.
00:24:34: Denn der Kapitalismus sei alternativlos hatte es doch immer geheißen und nach ihm stünden nur schwarze Löcher bereit um die Welt aufzusaugen nicht einmal etwas übrig zu lassen um uns ins All zu spucken.
00:24:47: Das alte System ist tot und kein neues.
00:24:50: da hatte es geheiß'n.
00:24:52: In den letzten Jahren, in denen Kapitalisten sich vor dem Zusammenbruch der Börsen in Aufrüstung versucht hatten.
00:24:58: In denen die Menschen zu erschöpft gewesen waren um überhaupt irgendetwas zu versuchen oder gar eine Vision zu entwickeln machten sie einfach weiter Die Kapitalistinnen aus den Oligarchien geworden waren denn ihnen gehörte die Welt.
00:25:11: Sie machten weiter immer irre agierend.
00:25:13: Der Rest lief wie ferngestört durch das Sein.
00:25:17: Sie hatten verlernt, ohne Angst zu existieren die Leute.
00:25:20: Denn Angst war der Motor gewesen um sich durch die Multikräsen zu bewegen.
00:25:25: Es war die Zeit des massiven Angriffs auf jedes Wohlgefühl gewesen und niemand hatte gedacht dass es etwas anderes geben könnte als Materialermüdung.
00:25:35: Und jetzt?
00:25:36: steht fast alles noch.
00:25:38: Ein paar Börsen, Banken und NATO-Haupt und Nebenquartiere sind weg – zusammen mit einigen Plattformmilliardären, ehemaligen Königsfamilien, Dynastien, die entspannen jetzt auf Inseln nahe ihren Briefkästenfirmen.
00:25:52: Ein wenig anarchistische Energie, ein guter Plan und fast über Nacht war das alternativlose System verschwunden, implodierte in die Knie gegangen, eingesagt und schau!
00:26:02: So einfach ist es, wenn sich Menschen dafür entscheiden das System nicht neu zu erschaffen.
00:26:08: Am Laufen zu halten mit jeden Tag, mit ihrem Leben ihre Arbeit die sie nicht mehr versich erledigt hatten sondern für irgendwelchen um Lebensersatzstücke erwerben zu können mit dem Verkauf ihres Lebens.
00:26:19: nun muss etwas Neues her.
00:26:21: viel
00:26:22: Spaß Danke schön.
00:26:35: Also in Ein Streik, das es eigentlich braucht.
00:26:39: Also auch die Frage noch, wo bleibt denn eigentlich der Widerstand?
00:26:44: Und wo bleibt dann eigentlich den Streik in diesem System wenn so viele Leute da drin nicht gut gehen?
00:26:51: Wie erklärst du dir das?
00:26:53: Naja, das ist natürlich ganz schlau gemacht.
00:26:55: erst mal haben wir alle also auch ich dann später als ich in den Westen kam gelernt dass man nur überlebt, wenn man den Wettbewerb mitmacht.
00:27:04: Der Wett Bewerb heißt irgend einer gewinnt die anderen verlieren.
00:27:08: so wir haben also vom Kindergarten angelernt Wir müssen schneller sein besser sein schlauer sein.
00:27:13: Die Anderen sind irgendwie okay die sind da aber es sind eigentlich unsere Gegner.
00:27:18: Es ist so darauf basiert das System.
00:27:20: Das passiert nicht auf irgendwie der Mitfühlens des sozialsten Menschen wird belohnt sondern eigentlich der brutalste und bösartigste.
00:27:31: Das kann man sagen, irgendwie so wie wir jetzt diese paar Milliardäre sehen die irgendwie meinen sie teilen die Welt oder sich auf.
00:27:39: Die sind ja nicht durch Freundlichkeit eingelangt.
00:27:41: das ist ein Arschlöcher.
00:27:44: Entschuldige Elon Falls jemand mit Elon Musk vorwand ist es nicht persönlich gemeint.
00:27:54: Jetzt habe ich vollkommen vergessen wo würden.
00:27:57: Das ist der Generalstreik, warum wir den nicht machen.
00:27:59: Und
00:27:59: eigentlich sind es auch Schlöcher,
00:28:01: hast du gesagt?
00:28:02: Nein,
00:28:02: die Billionäre oder Billionären.
00:28:04: Vielleicht sind
00:28:04: sie ja auch nett, das ist ein bisschen pauschal.
00:28:06: Man muss ja immer sagen... Wir wollen auch inkludieren sein.
00:28:12: Also das ist mal das eine, dass diese Entzweihung der Gesellschaft irgendwie voranscheidet.
00:28:18: Das sehen wir ja irgendwie mit Lagerbildung, aber auch irgendwie wie die Presse agiert.
00:28:23: Wie eigentlich immer neue Fronten und Schlachten aufgemacht werden für oder gegen.
00:28:29: Dass wir als Menschen immer mehr verlernen außerhalb unserer kleinen Bubble- oder Gruppe miteinander zu reden, aneinander zu ertragen.
00:28:40: Dazu kommt, dass in den meisten Ländern die Gewerkschaften relativ schwach geworden sind.
00:28:48: Dann kommt langsam auch die ganze Überwachung ins Spiel, das wir jetzt bereits bald Maßnahmen haben, die im Vorfeld Streik verhindern.
00:28:59: Es läuft nicht so gut für uns.
00:29:01: um einen flächendeckenden Generalstreik zu erreichen müssten sich ... Mehrheiten der Bevölkerung einig sein.
00:29:09: Und das ist gerade sehr schwierig, trotz des tollen verbindenden, jubelnden sozialen Medieninternettes gelingt das nicht, weil wir eigentlich weniger zusammenhalten als sie.
00:29:25: So dass es mal eingrundern ... Ist auch immer noch ganz erstaunlich so, dass sich viele Menschen gar nicht mit armen Menschen identifizieren, sondern immer nach oben orientieren.
00:29:38: Das sieht man ja bei Wahlergebnissen, wo erstaunlicherweise arme Menschen ... dann irgendwelche Millionäre wählen oder irgendwie Parteien, die ganz offensichtlich nur Politik für reichere Menschen machen.
00:29:51: Das ist aber das wo sich die meisten sehen und wo sie hin wollen nicht irgendwie zu denen da
00:29:56: unten.
00:29:56: Also warum mit der Erbschaft steuern?
00:29:58: Ich hätte ja dann gleich noch so viel erben, dass ich vielleicht gleich zu ihnen gehöre und dann wollte ich es doch auch nicht geben.
00:30:07: Also ich auch nicht.
00:30:10: Aber ich erbe nichts, deswegen kann ich da gut dafür sein.
00:30:14: Ich sage niemals nie!
00:30:15: Man hört ja dann so utopische Geschichten, dass einem doch noch etwas von einer Tante, die man nicht kennt hat.
00:30:22: Ist es so oder?
00:30:23: Das ist schon meine Frage in meinem Engagement.
00:30:27: Wie bin ich bereit nach wirklich auch das zu geben, was ich sagen müsste, wenn es darum geht...
00:30:35: hab ich da herübsch beschrieben, wie es dann geht.
00:30:38: Dass man eigentlich Sachen verliert, die man aber gar nicht besessen hat.
00:30:43: Also so ist ja bei vielen ... Ich kenn jetzt nicht so viele Menschen, die irgendwie Häuser besitzen.
00:30:51: Kennt ihr wahrscheinlich viele oder ihr besitzt alle Häuser?
00:30:56: Aber irgendwie eben, es könnte sein, man könnte doch noch zu einem kommen.
00:31:00: Oder ich weiß es nicht genau was das ist.
00:31:03: Wir haben glaube ich alle Diese Abhängigkeit von Geld gelernt, diese Wichtigkeit von Geld.
00:31:08: Wir haben da vorhin drüber geredet.
00:31:10: Jetzt könnten wir mal reden.
00:31:12: Du hast mir erzählt ... Von jungen Menschen, die alle Investmentbänker werden wollen?
00:31:19: Das ist ja irgendwie, es wäre ein Todesorteil gewesen.
00:31:22: Die wären gesellschaftlich geächtet gewesen oder?
00:31:25: Wenn du nicht in eine Punk-Bank gehst dann ... Was hat er verloren gehabt?
00:31:29: Ja, wir sind auf das Kohl.
00:31:32: Ich habe recht viele junge Menschen und ich haben da meinen Sohn, der ist ein Zwanzig.
00:31:37: Und es ist ja auch dort die Medien, dass das Investment, das Treaty oder den Trader ... Jetzt sage ich es hier.
00:31:43: Oder
00:31:44: das
00:31:45: Treaty!
00:31:45: Also, man könnte mit einer... also ja nein, ist gut.
00:31:51: Okay, ich bin auch nicht mehr
00:31:53: für
00:31:53: uns mit der Seebel auf der Bühne.
00:31:57: Also Investment-Trader, oder?
00:32:00: Dass wirklich ein mega Fokus ist, halt zu reichen werden und ich glaube viele junge Menschen um mich herum sind das dann vor allem junge Männer um die zwanzig jetzt um meinen Sohn.
00:32:14: Ich glaube sie haben wir realisiert dass sie mit dem Schaffen sicher nicht reichen werde.
00:32:20: Es ist so klar, dass man einfach mit den Mietern, die man hat und mit ihnen Lebenskosten ... Wir können deinem Lebensunterhalt im besten Fall stemmen.
00:32:32: Aber wir können sicher nie ein Haus kaufen oder eine grossartige Ferie machen.
00:32:36: Oder das Auto, wo du willst.
00:32:37: Und dann ist der einzige Weg in den Investment.
00:32:42: Ich finde es ist etwas absurd für mich, weil ich schon mal Geld habe.
00:32:47: Du kannst vermehren.
00:32:52: Wenn mein Sohn sagt, du musst jetzt Silber kaufen ... Ja mit welchem Geld?
00:33:01: Dann wird mir auch noch einmal ein Teil dieses Systems bewusst vor.
00:33:06: Man muss erst mal hart damit haben können.
00:33:09: Also irgendwann.
00:33:10: Das
00:33:12: funktioniert ja auch irgendwie.
00:33:13: Also das Positiv daran ist, dass die jungen Menschen wie es scheint erkennen, dass sie mit Arbeit nicht reich werden.
00:33:20: was wäre irgendwie so ein grundversprechendes Kapitalismus war Mit einer eigenen Hände Arbeit kannst du es schaffen.
00:33:26: Nein, kannst du eben nicht.
00:33:28: Zum einen wirst du gefeuert oder wenn das nicht irgendwie kriegst du keine Rente.
00:33:32: danach.
00:33:32: Aber weißt du, an der Seite habe ich ihm gesagt Ja aber wenn dir viel hast dann kannst du ja viel verlieren.
00:33:39: Das ist ja dann auch ... Klar, es ist jetzt ein bisschen katholisch.
00:33:42: Aber ich meine das ist etwas, was ich mir selbst schon immer wieder sagen muss.
00:33:48: Gerade wenn ich auch ... Sehr vieles ist von Angst angetrieben und in der Utopie, also solitären, die du geschrieben hast wie auch anderen, die man kann lesen
00:34:00: ... Du hattest andere Utopien als meine Leute?
00:34:02: Ich habe ja sogar eine geschrieben, aber ich werde mich jetzt nie mit der Sybilleberg vergleichen.
00:34:07: Aber ich habe ... Hast du einen
00:34:10: Klingel?
00:34:11: Du hast
00:34:11: sie
00:34:12: gelesen!
00:34:17: Genau... Ich habe mich sehr geirrt gefühlt, dass Sie die Utopie gelesen haben.
00:34:22: Das war auch noch gut.
00:34:23: Aber Sie hat es wieder vergessen.
00:34:24: Scheisse, ich war am Strecken.
00:34:28: Der gemeinsame
00:34:29: Nanner ist besser.
00:34:33: Und es ist weniger Angst auch hier, oder?
00:34:37: Ich glaube in dieser Gesellschaft prägt man Angst, dass wir etwas wegnehmen können.
00:34:45: Man könnte etwas verlieren.
00:34:47: Ich könnte zu kurz kommen irgendwo ... Das ist ja eigentlich Gift,
00:34:53: oder ?
00:34:54: Ja ich meine das System funktioniert nur mit der Angst.
00:34:58: Es kann mir keiner erzählen, Daten in Westeuropa nicht erlauben könnten, keine Obdachlosen zu haben.
00:35:08: Das ist ja Bullshit wenn wir Milliarden in irgendwelche Rüstungssachen pfeffern oder?
00:35:14: Aber ich also das ja auch nachweislich dass irgendwie Armut und Obdachtlosigkeit Dass man sie sich gönnt im System um die Menschen zur Arbeit und zum Spuren anzuhalten.
00:35:25: Pass auf damit du nicht dort landest und das funktioniert ganz gut.
00:35:29: Neben dem irgendwie kann man jetzt deinen Sohn, also ich würde ... wenn du mit dem Gedanken gespielt hast ihn zu verstoßen.
00:35:39: Was ich erst mal verstehen würde?
00:35:44: Nehmt ganze neue Wand,
00:35:45: diese
00:35:46: Sprache!
00:35:47: Ich muss drüber nachdenken.
00:35:48: Nein!
00:35:50: Ja, also falls du bedankt mal kommen...
00:35:52: Also kurz ausseröre und wieder inkwartiere vielleicht oder?
00:35:56: Oder
00:35:56: einfach ein Körferchen packen.
00:36:00: Man kann es auch wirklich den jungen Menschen nicht übel nehmen weil sie lernen ja irgendwie.
00:36:06: also weiß nicht wie's in deiner Jugend war als ich junger war.
00:36:11: irgendwie kamst du einfach mit sehr wenig Geld durch.
00:36:14: Deswegen war bei mir irgendwie Geld nie eine interessante Größe, weil das war uninteressant.
00:36:20: Geld machten langweilige Männer mit blöden Anzügen.
00:36:24: Mir war es immer wichtig in irgendwas gut zu sein und was zu lernen.
00:36:28: Dann wohnte man in so einem Loch und dann zog man ins nächste, aber das gibt es ja gar nicht
00:36:33: mehr.".
00:36:34: Also so, die jungen Leute jetzt inklusiv deinem Sohn, die lernen irgendwie du kannst dir eine Wohnung leisten wenn du einfach sehr viel Geld hast.
00:36:42: Sonst musst du irgendwie ein Jurat ziehen.
00:36:48: Ja ich meine...
00:36:51: Da könnt man ja vielleicht so kommunen bauen wie du in deinem Bock postest?
00:36:54: Das könnte ganz gut sein aber es hat diese wahnsinnig großen dicken Pferde dort.
00:36:58: Es gibt hier gerade
00:37:00: den Pferden.
00:37:03: Ich würde mich interessieren, bevor wir noch einmal ein Buch steigen.
00:37:10: Was du sagst über Obdachlose oder Wohnungslosenmenschen?
00:37:13: Ich glaube ganz viel könnte sich aber auch Arbeitslosenmenschen – wobei dann auch darauf ankommt was man unter Arbeit versteht.
00:37:22: Ich sage jetzt mal Lohnarbeitslosen-Menschen Dass ich dort aber auch sehr stachdass drin ist, das kann mir nicht passieren.
00:37:31: Weil wenn mich das passiert, bin ich selber schuld.
00:37:33: Also diejenigen, die es passiert sind selbst schuld?
00:37:36: Sicher!
00:37:37: Und
00:37:37: gerade in der Schweiz oder wenn du willst dann kannst du schon arbeiten und es ist ganz stark, dass das Narrativ drin diese Erzählung ... dass wir unseres eigenen Glückes schmied sind und sonst sind wir einfach versackern.
00:37:50: Und das ist auch ein grosser Antrieb in diesem System?
00:37:52: Das ist natürlich auch richtig, weil wer nicht gut erbt, ist ein bisschen selber Schuld.
00:37:57: Also kann man sich überlegen... Ja!
00:38:00: Das ist auch glaube ich einen Grund warum es so wenig Anteilnahme gibt.
00:38:10: So, also ich habe zu meiner Erfahrung mit der Schweiz und der Anteilnahme war ja ... Ich hab mal einen Referendum gemacht.
00:38:18: Da ging es darum, dass Sozialhilfeempfangende oder IV-Empfangende überwacht werden sollten so mit Sozialspionen die in das ... Und dagegen haben wir das Referendum ohne Geld und ohne besseres Wissen ergriffen und sind kleglich gescheitert.
00:38:38: Und die Angabe der Gründe, wenn wir Leute gefragt haben warum seid ihr jetzt nicht mit diesen Menschen?
00:38:46: Das könntet ihr doch sein.
00:38:47: Nein, die waren selber schuld und das finde ich irgendwie relativ frappierend weil wir hatten da Menschen die saßen im Rollstuhl da, die werden schwerstbehindert.
00:38:55: Das war ihre Schuld.
00:38:56: also ich habe das alles nicht richtig verstanden.
00:38:59: auch so diese zunehmende Kalthärzigkeit die hier wächst weil irgendwie hab ich das mal anders erlebt.
00:39:07: Ja, das ist spannend.
00:39:08: Das ist
00:39:09: natürlich jemand, der mich auch starten kann auseinandersetzen oder?
00:39:13: Meine Tochter bekommt ja Hilfe geben also sogenannte, da könnte man eben sprachen, IV-Invaliditätsversicherung, Hilfslosenentschädigung Dass man natürlich in der Situation ist, dass jederzeit jemand sagen könnte, das Kind sei gar nicht so behindert wie sie sagt.
00:39:35: Es ist schon nicht so, dass dann sofort jemand uns überwachen könnte.
00:39:38: Aber wir können es über den Gerichtsbeschluss einleiten und wir würden ihn überwachten.
00:39:44: Das ist eine Tatsache von vielen Menschen.
00:39:49: Und ... Medial natürlich so, dass nicht viele positive Beispiele kommen.
00:39:58: Oder genannt wird wie von wenig Geld man dann lebt.
00:40:02: Sondern es sind immer die einen der Geschichten... Genau!
00:40:08: Und da finde ich ja immer sehr spannend.
00:40:09: oder wenn mein Velo geklaut wird.
00:40:13: Dann mache ich den Alltag bei der Polizei und dann bezahlt sie mit Versicherung.
00:40:18: Es ist nicht eine Einladung, dass ihr alle gehen könnt.
00:40:21: Wenn ich das wählen würde wäre es ein leichtes, das Geld zu erschleichen.
00:40:27: Und die Betrugsquote ist extrem hoch bei der Bestaltversicherung bis zu ... Ich weiss nicht genau, wobei die Dreißig Prozent hingegen Betrug bei IV oder Sozialleistung extrem tief ist.
00:40:41: Also unter fünf Prozent und manchmal geht es nur um Fünfzehn Franken pro Jahr, weil man vergessen hat, etwas mitzuteilen, das jetzt doch ein bisschen anders gekommen ist, was wir vielleicht auch nicht daran denken haben.
00:40:55: Und diese Verdachtsgesellschaft hört in deiner Utopie eigentlich dann auf?
00:41:02: Ja, das ist halt irgendwie alles.
00:41:04: Also erst mal ... Ich hoffe Sie lesen sich das dann alles durch und wissen dann wie es geht, weil ich hab vieles vergessen.
00:41:12: Ähm... Also, ich muss einschränkend sagen, dass funktioniert so gut, was ich mir ausgedacht habe, weil natürlich alles schon da ist.
00:41:23: Wir müssen nicht bei Null anfangen, sondern wir haben Produktionsstätten, die gehören zwar dann nicht mehr den Kapitalisten, sondern irgendwie allen.
00:41:33: Wir haben irgendwie Städte, wir haben alles.
00:41:37: Oder ist dann einfach die Frage wie nutzt man das was man hat?
00:41:41: Also wie funktioniert es denn wenn wir eine Fabrik haben und die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dieser Fabrik entscheiden was sie produzieren wollen?
00:41:50: Es gibt dann irgendwie Pläne was eigentlich gebraucht wird und Sie können sich etwas aussuchen Und alles gehört allen.
00:41:58: Was macht das mit Arbeit?
00:42:02: Ich habe mir ein System ausgedacht, dass es für jeden Bewohner Europas ... Also ich hab mich mal auf Europa beschränkt.
00:42:11: Der Rest wurde mir zu groß.
00:42:12: Er hat ... dreieinhalb Tage die Woche Gemeinschaftsarbeit.
00:42:18: Also, da fällt alles drunter irgendwie was der Gemeinsschaft dient?
00:42:22: Das Herstellen von Sachen, irgendwie die Pflege des Arztsein.
00:42:26: Die Menschen können rausfinden, ob sie studieren wollen, ob Sie etwas ganz anderes machen würden und mit diesen dreieinhalb Tagen sind eigentlich alle Grundbedürfnisse abgedeckt also vom Spital über Transport über ja alles, was wir brauchen, das wir heute teuer bezahlen müssen.
00:42:43: Und dann hat es noch ein bisschen Geld übrig für kleine Urlaube machen und für deine Miete, die so gut wie gar nichts mehr kostet.
00:42:50: Weil auch die Gebäude angehören.
00:42:54: Das Gedankenspiel, was da noch sehr viel ausgeklügelter ist als ich das wiedergeben kann, funktioniert.
00:43:01: Es funktioniert so, dass es wirklich eine angstfreie Gesellschaft gibt, die sich komischerweise gut versteht ... Und erst mal anfängt das ganze Spiel in Italien, weil ich dachte irgendwie dass wirklich einer der besten Orte wo so etwas stattfinden kann.
00:43:19: Das fängt man an, dass sie irgendwie den ganzen Beton bekreisen.
00:43:24: Schön, was damit gewonnen wäre wenn es irgendwie keine Autos mehr gäbe und keinen Beton auf den Straßen.
00:43:30: Ganz großartig.
00:43:31: Vor allem kannst du Zeug anbauen.
00:43:33: Es ist grün in der Stadt und es hat kleine Elektromopets die jeden gehören.
00:43:38: Also... Ach Gott war das schön!
00:43:42: Nein aber es könnte funktionieren glaube ich zu einem Teil.
00:43:48: Das
00:43:48: heißt Opera.
00:43:50: Kritische Stimmen könnten ja jetzt sagen, gut.
00:43:52: Aber es gab Systeme, die alle gleich viel gehabt haben und sie sind auch gescheitert und wollen wir nicht mehr.
00:43:58: Und eigentlich könnte sich auch eine gesunde Form von Kapitalismus geben.
00:44:03: Ja aber das haben wir ja verpasst.
00:44:05: Der Kapitalismus hat jede Gelegenheit, sich irgendwie zu einem guten sozialen System zu entwickeln und hat das nie getan.
00:44:13: Wie würde ein gesundes Kapitalismo aussehen?
00:44:16: Also, wenn man
00:44:17: es gemacht hätte oder die Obzügung nicht verbasst hätte.
00:44:21: Es gab ja irgendwie eine Zeit, sagen wir mal, wo es möglich gewesen wäre, Kapitalismus zu beschränken, reiche Menschen zu besteuern, Gewerkschaften stark zu machen, Soziales stark zu tun und das ist versammelt.
00:44:37: Was wir machen, ist genau das Gegenteil.
00:44:40: Die Reichen werden immer reicher ... Jetzt muss ich euch nicht erzählen, das wisst ihr alle?
00:44:46: Also deswegen weiß ich gar nicht, ob es so funktionieren kann das System in sich jetzt zu reparieren.
00:44:54: Weil das hieß ja für viele sehr reiche Menschen Sachen abgeben.
00:44:59: Mögen die das?
00:45:00: Nein, das mögen sie nicht.
00:45:01: Das mögen die genauso wenig wie
00:45:03: du gerne dein Kind
00:45:05: abzugeben.
00:45:06: Und wie gern es ist, deine Kinder abzugeben?
00:45:08: Also, ob ... Sind Sie so wenige mögen, wie wenn ich mich das Kind abgeben
00:45:12: würde?
00:45:12: Die hat einen großen Jungen, der jetzt in Westmenschbecken ist.
00:45:15: Es ist schon gut, wenn er irgendwann auszieht!
00:45:18: Aha, da sind wir jetzt
00:45:19: schon.
00:45:20: Ja ja genau.
00:45:22: Würdest du denn z.B.
00:45:23: ins sein Lambo-Chini einsteigen?
00:45:27: Ja.
00:45:28: Echt?
00:45:29: Ja, also ich
00:45:30: finde
00:45:31: die sind ja toteinlich.
00:45:36: Also, wir leben doch alle mit Ambivalenzen.
00:45:38: Natürlich!
00:45:39: Einerseits sage ich ja, wenn ich wenig habe, kann ich wenig verlieren aber ich gehe schon auch gerne drei Tage
00:45:45: in ein
00:45:46: Luxushotel
00:45:47: machen.
00:45:47: Ja, das machen wir ja alle und gehören ja die Luxus.
00:45:51: Ich weiß gar nicht ob das Lambo Chinese sind, es gibt so diese flachen Flunderautos, die ganz laute künstlich erzeugte Geräusche machen und die dann so hochklappen und wo man sich da reinquetscht ... Das ist so unwürdig.
00:46:04: Ich würde dich nicht einsteigen.
00:46:07: Also ich würde es wahrscheinlich machen, ja.
00:46:11: Einfach für ihn?
00:46:11: Aber das wäre unangenehm.
00:46:16: Und wenn er dann so lauter Freunde hätte und die sind alle Investmentbänker und haben dann alles komische zu enge Hosen an, wo man den Hintern sieht ... Die stehen da auch diese kurzen Sackhose an, die ist etwas spannend.
00:46:35: Die reden dann immer so ganz laut mit lauten Stimmen.
00:46:38: Also weißt du, was gut
00:46:40: am Kind ist?
00:46:43: Irgendwann kannst du auch sagen... Eigentlich habe ich von Anfang an... Es ist mein Kind, das bin nicht ich, es ist nicht mein Projekt im besten Fall.
00:46:53: Das ist dein Leben und bist du.
00:46:55: Mach du was du möchtest.
00:46:56: Das klingt aber auch mega idealistisch und ist schwieriger als gesagt.
00:47:03: Aber es wäre so mein Ziel.
00:47:04: Nein, er soll machen was er will!
00:47:06: Ich möchte noch ein bisschen zu den ... ähm ... ... drei Nünzen anleitigen in der für eine bessere Welt.
00:47:24: Die Überschriften, das habe ich geklaut oder übernommen.
00:47:28: Es gab in Schiele mal kurzfristig den Versuch dass die Menschen ihre eigene Verfassung bestimmen können.
00:47:37: Das haben sie dann ganz schnell wieder abgeschafft und neoliberalismus vorangetrieben, aber egal.
00:47:43: Es war eine schöne Idee!
00:47:44: Die habe ich übernommen und habe die Bevölkerung entscheiden lassen in einer Online-Geschichte.
00:47:54: Welche Punkte wollt ihr in der Verfassung haben?
00:47:57: Und diese stehen jetzt so random über völlig zusammenhangslos über den Kapiteln.
00:48:02: Aber eigentlich leist es sich schon als wäre das ... Also könnte man sagen, das sind die Punkte, wo es bräuchte, dass wir eine gute Zukunft
00:48:09: haben.
00:48:10: Was so einer Verfassung halt im guten Falle leisten würde wenn man sich daran hält was drin steht?
00:48:16: Das heißt zum Beispiel niemand wird gezwungen keiner ausgeschlossen.
00:48:21: Ähm, ich tu mal ein paar.
00:48:24: Darf ich mal ein Paar tieren?
00:48:26: Also ihr soll das Buch dann auch noch kaufen und überlesen?
00:48:29: Nein,
00:48:30: wir sind ja
00:48:30: hier nicht bei einer Verkaufsverband... oder doch!
00:48:36: Die Staubsauger finden
00:48:37: Sie da drüben.
00:48:37: Wir sind ja im Kapitalismus und man mühnd auch leider immer noch eintritt.
00:48:42: Das ist falsch, weil ich dachte es sind alles deine Freunde.
00:48:46: Also viele.
00:48:49: Oder?!
00:48:50: Sind wir nicht alles Freundinnen?
00:48:52: Nein, aber ich muss noch mal einen Dank sagen an euch.
00:48:55: Es ist wirklich ein sehr treues Publikum und ich habe jetzt die Reihen etwas mehr als ein Jahr und es kommen wirklich viele Freunde in.
00:49:03: Und das ist auch eine Community, die hier wächst.
00:49:06: Ich glaube ganz viele von euch wollen eben auch eine andere Zukunft und wenden ein anderes System und wend mehr Verbindung.
00:49:13: Wir sind ja noch nicht am Schluss, aber ich lasse euch dazu ein.
00:49:18: Nachher auch mit uns nach Bar zu kommen, weil eben ... Auch das Haus muss leben in diesem System.
00:49:24: Räume sind teuer und sie leben vor allem von der Bar also trinken doch noch etwas.
00:49:29: Geben wir uns Geld aus, die ihr mit eurer Lohnarbeit oder vielleicht geerbt.
00:49:34: Wenn er Erbe haben darf er mehr bezahlen.
00:49:38: Also einen Punkt, den mich sehr umtreibt ist die Fürsorge.
00:49:43: Soll ich
00:49:46: was halten?
00:49:47: Ich halte es so lange.
00:49:53: Genau, Freiheit bedeutet Verantwortung nicht Herrschaft.
00:49:57: in dieser Gesellschaft verpflichtend sich Menschen zur freiwilligen Fürsorge.
00:50:02: Gut oder?
00:50:03: Ja also das ist ja schon auch eine Zeitfrage.
00:50:07: Also die Zeit spielt auch eine Megarole.
00:50:09: Die
00:50:09: haben auf einmal Zeit.
00:50:10: Wir können
00:50:10: ja freiwillig fürsorglich sein Vor allem, wenn man Knockt sieht.
00:50:16: Ja ja, also es ist eben mit meiner dreieinhalb Tage, ist das genial!
00:50:20: Es ist wirklich genial.
00:50:22: Weil wenn dieser ganze Antrieb wegfällt irgendwie wir müssen arbeiten wie verrückt sonst können wir unsere Wohnung nicht zahlen unser Krankenkasse nicht zahlen Sonst können wir diesen ganzen Geschmäuchts nicht machen den wir meinen zu brauchen weil wir uns entschädigen müssen.
00:50:36: für dieses viele Arbeiten wäre auf einmal sehr viel Zeit da.
00:50:41: Und das ist dort der Fall, also wir leben oder viele Menschen leben heute eigentlich in einem Tempo was nicht ihres ist und das merkt man ja auch irgendwie an Erschöpfung und Panikattacken und was es nicht alles für tolle Krankheiten gibt.
00:50:58: Das ist ja alles irgendwie Krankheiten die Systemimmanent sind.
00:51:04: Wenn man jetzt einfach ... gar nicht mehr muss, weil du gar nichts mehr ... Du kannst Urlaub machen.
00:51:09: Es kostet einfach nichts mehr.
00:51:11: Weil irgendwie stehen ja auch Luxushotels rum und da wird dann irgendwie verlost, wer dort Urlaub macht.
00:51:17: Jeder kommt mal dran.
00:51:19: Sonst gibt es kleine Pensionen wie früher alles ist sehr viel langsamer.
00:51:24: Am Anfang gibt das so wie Entzugserscheinungen, dass Menschen irgendwie unruhig sind und weiter irgendwie ... ihre Panik Nachrichten lesen wollen, aber die gibt es gar nicht mehr.
00:51:38: Und irgendwie habe ich mir vorgestellt das ist bestimmt sehr, sehr befremdlich und irgendwann tritt dann... Also so ... Es gibt jetzt red ich ein bisschen Würre, aber ich hoffe ihr mögt mich trotzdem.
00:51:51: Manchmal laufe ich ganz, ganz langsam.
00:51:54: Das ist also so dass man fast umfällt.
00:51:58: Das ist erst mal so.
00:52:00: Für Menschen, die mit mir laufen ... Ich laufe ehemals langsam, die drehen dann fast durch.
00:52:04: Aber irgendwann geht diese Langsamkeit zu in dein System über und dann merkst du, das ist aber ganz toll!
00:52:12: So ganz langsam laufen alles angucken und die Leute angucken.
00:52:16: Ist ziemlich großartig Und so habe ich mir das vorgestellt irgendwie dass Die Welt ist noch da, alles ist da.
00:52:24: Es sieht ein bisschen schöner aus und ist leiser, weil das in Großteil spät in Rom und Rom ist autofrei.
00:52:31: Ups!
00:52:32: Man hört Vögel und Papageien ... Und alle backern die Straßen weg und man kann wieder in den Flüssen schwimmen.
00:52:40: Das ist doch ein tolles Leben oder?
00:52:43: Also wo du auf einmal merkst... Mensch, ja vielleicht braucht es gar nicht zwei Autos und sechzig Fernseher, die dich ausspionieren.
00:52:51: Sondern ... Vielleicht ist das auch ganz hübsch irgendwie mit Menschen wieder zu reden als mit einem Endgerät.
00:52:59: Könnte sein?
00:53:01: Ja!
00:53:02: Das, was du aber ansprichst, ist eben, dass ihr das auch wie ein Zugsarschinigen gibt.
00:53:07: Ich glaube, das kann wahrscheinlich viele, oder?
00:53:09: Also wir sind ja dann In diesem System, total atreibend durch das, dass alles sehr schnell muss gehen.
00:53:15: Und wenn ich noch Zeit habe, dann muss ich doch noch das machen.
00:53:18: Ich kann doch nicht einfach nichts tun und so auch aus feministischer Perspektive ist es aber eigentlich auch eine Form von ... Ja, Widerstand auch zu sagen, ich mache jetzt einfach mal nix.
00:53:33: Ich raste jetzt mal!
00:53:35: Aber wie lernen wir denn?
00:53:39: Ich meine, du bist ja auch ein umtreibiger Mensch.
00:53:41: Das ist nicht so, dass man von aussen würde mir auch sagen, du leistest viel.
00:53:47: All diese Theaterstücke und die SS- und Bücher geschrieben sind viel unterwegs im europäischen Parlament usw.
00:53:55: Aber wie machst du das?
00:53:56: Wie bringst du es dann an, zu sagen ich laufe jetzt langsam ohne solche Entzugserscheinungen
00:54:01: zu bekommen?
00:54:02: Erstmal muss man sagen, dass ich Glück habe Also dass ich ein Leben habe, was sehr selbstbestimmt funktioniert noch.
00:54:13: Solange Menschen Bücher lesen und ins Theater gehen und die Theater nicht alle weggekürzt und weggespart werden.
00:54:19: Das heißt so das, was ich mache ist ... macht ja alles Spaß!
00:54:25: Und es war mir immer ganz wichtig, dass ich mich nie ordentlich anziehen muss um irgendeine Arbeit zu verrichten, die mir nicht gefällt.
00:54:34: Ich kann das im Pyjama erledigen Und das ist keine Anspannung.
00:54:42: Der unangenehme Teil, bei Bücherschreiben oder so, ist dann immer mit Journalisten zu tun zu haben.
00:54:48: Das ist meistens nicht so erfreulich.
00:54:51: Oft meint man ... Gott, ich rede mich im Kopf vom Kragen.
00:54:55: Journalisten sind auch Menschen, wir müssen sie umarmen.
00:54:59: Also
00:54:59: heute bin ich in dem Fall als Aktivistin und Moderatorin noch nicht als Journalistin?
00:55:04: Nein,
00:55:05: das ist ganz was anderes!
00:55:08: Ähm... Ich werde mich nur in die Scheiße hier.
00:55:13: Soll ich dich auszuholen?
00:55:14: Ja,
00:55:15: sing
00:55:18: mal was!
00:55:19: Das wird wirklich niemand heute erleben, dass ich noch singe.
00:55:23: Wobei, da muss ich noch sagen, ich würde immer ... Ich mache das gleich nicht.
00:55:28: Aber ich finde es spannend, man hat da in einem Fall auch schon... ...ich tu gerne noch ein bisschen zurückblicken in Veranstaltungen, die wir hier schon hatten und... Wo
00:55:36: einfach gegessen haben, dass man dich nicht beschimpft oder nicht korrigiert.
00:55:40: Also
00:55:40: beschimpfst du mich jetzt nicht?
00:55:42: Stimmt!
00:55:42: Das kommt nachher.
00:55:45: Dann machen wir die Publikumsbeschimpfung von der Hand.
00:55:51: Egal.
00:55:52: Also ich wollte euch aus den Scheissen ausholen.
00:55:54: Nicht mit Zingen.
00:55:55: Wir haben in diesem Raum auch schon gesungen und zusammen Musik gelassen.
00:55:59: Das ist sehr toll, um mich zu kommen.
00:56:01: Denn das hat alles stattgefunden, weil jeder Gäste etwas mitbringt.
00:56:07: Und du hast etwas mitgebracht und ich auch.
00:56:11: Das war ein kleiner Teaser.
00:56:12: Jetzt komme ich zurück.
00:56:14: Was ich noch gerne darüber reden möchte, wenn du magst sein willst ... Ein Punkt von diesen three ninety ist, dass man nichts ... muss glauben oder nicht glaubt, ich glaube es ist ein Teil.
00:56:29: Und das andere, dass man Zeit bekommt für die Ruhr.
00:56:38: Als ich das gelesen habe ... Es hat mich wirklich berührt, weil ich fand, es sei etwas, was wir in einer Utopie zu erwarten.
00:56:49: Wir erwarten dann von... Neue Systeme, günstige Wohnräume und Kommunen.
00:56:56: Eine Gesellschaft, die wir über Zeit im Sinne von Fürsorgearbeit, Lohnarbeit, politische Arbeit und so weiter sind auch viele Theorien, die es ja schon gibt in den Seventzgern entworfen worden ist.
00:57:10: Aber über das Thema Trauer, Glauben ... Dort hätte ich jetzt nicht erwartet.
00:57:17: Warum war es wichtig, dass es drinnen
00:57:20: ist?
00:57:22: dass ja auch mein Buch ist und meine Utopie.
00:57:24: Und ich zum Beispiel auch ... Also, warte mal, ich hol mal wieder aus.
00:57:31: kurz was mich in den ganzen Recherchen und Gesuche irgendwie verwundert hat, das es so wenig gibt.
00:57:38: Es gibt wahnsinnig viele sehr gute Systemkritische Bücher die dann alle enden mit dieser Kritik.
00:57:45: Und es gibt wenige, die sagen wie können's denn anders gehen?
00:57:52: Das war eben auch ein Antrieb für mich, oder?
00:57:54: Der eigentlich sehr wenig Vorbilder hatte.
00:57:57: Und dann ging ich einfach von mir aus ... Also das wollte ich sagen.
00:58:01: Es gibt so einen Pete-Spiegel.
00:58:04: Irgendeiner hat über die Scheringgesellschaft geschrieben und geforscht.
00:58:09: Mit dem hab ich geredet.
00:58:10: Und der sprach genau das.
00:58:12: Wir teilen alles, wir leben irgendwie in den Kommunen zusammen.
00:58:17: Ich dachte, oh Gott, es will nenn, erschieße ich mich!
00:58:21: Nichts gegen Teilen, weil warum soll jetzt mein Moped da rumstehen?
00:58:24: Aber ich hab einfach so die Erfahrung gemacht, dass sich in gesellschaftenen kleinen Gruppen nicht so gut sind.
00:58:34: Die finden mich immer komisch und dann ... Ja.
00:58:38: Deswegen kann man bei mir irgendwie leben wie man will.
00:58:42: Also, man muss nicht in Gruppen zusammenwohnen das machen auch die Wenigsten also die meisten sind.
00:58:49: Vielleicht habe ich das, vielleicht lese ich das noch vor.
00:58:53: Warte mal, ich gucke mal, ob ich das vorlesen kann?
00:58:57: Halt mal!
00:59:10: Also der Verfassungstext heißt hier Wohnraum darf nie zur Bereicherung und zur Spekulation genutzt werden.
00:59:20: Ich wohne im Monumento Vitorio Emanuel II in einem hübschen Wohnhaus wenn man auf Marmor Pferde steht.
00:59:27: Das Monstrum war eines der Lieblingsbauprojekte des Duches, der sich in ihm repräsentiert sah.
00:59:33: Wohnraum für achtundseptzig große Zykloppen.
00:59:37: Nach der Beendigung des Faschismus durch die Amerikaner und der Beendeung des Kommunismus durch den Amerikanern liefen amatteten Touristenherden über die zu hellen Marmorböden.
00:59:48: viele verstarben und wurden in den Untiefen des Gebäudes nie gefunden.
00:59:53: Das Monument wird seit der Revolution wie tausende anderer sinnloser Gebäude in Europa umgenutzt.
01:00:00: In den Denkmälern, Mahnmalen, Bankenbörsen, Versicherungen, Werbe- und PR-Agenturen, Geheimdienstgebäuden, Gefängnissen, Autorhäusern, Munitionslagern, Botschaften, Black Hawk-Filialen – Militärsturzpunkten wohnen jetzt Menschen!
01:00:16: Jeder hier erledigt Hausarbeit, manchere barrieren Dinger, andere putzen das Treppenhaus, wechseln Glühbirnen und die meisten tun es gerne denn.
01:00:24: Die Gebäude gehören uns.
01:00:26: Das wäre doch alles auch vorher möglich gewesen.
01:00:28: Man hätte die Welt nicht zu betonieren müssen.
01:00:31: Keine Glasbetonkästen in langgeteerter Straßen an deren Rändern verkümmerte Bäume und Büsche gefangen standen keine Autobahnen bis in die Stadt aber Profitabel wäre das nicht gewesen.
01:00:43: Jetzt ist alles im Aufbau, Umbau und die Stadt Ausdruck der Euphorie mit er, die Leute zeugeln und gestalten eines einmaligen Versuches werden dem Überleben der
01:00:54: Spezies.".
01:00:57: Noch ganz hübsch, ne?
01:00:59: Also müsst man durch die Bahnhofstraße laufen und gucken wo man da überall schön wohnen könnte.
01:01:05: es hat das ein tolles Gebäude wo irgendwie auf sechs Etagen Plekrock drin ist.
01:01:11: Können die nicht nach Schlieren gehen?
01:01:13: Das ist ja meine Güte.
01:01:16: Aber
01:01:23: nichts gegen Schlieren,
01:01:25: das hat auch
01:01:26: schöne Gebäude.
01:01:27: Es sind da auch Menschen und wir umarmen sie.
01:01:34: Also was interessant ist, in Zürich und natürlich in vielen Städten ist ja die Diskussion um Wohnraum.
01:01:44: Jacqueline Bartrand hat zum Beispiel in einem Talk gesagt, an dem ich letzte Besucht habe, dass der Staat eigentlich alles zurückkaufen müsste.
01:01:54: Dass wir dann auch keine Steuern bezahlen müssen, wenn der Staat würde von den Menschenleben günstiger mieten können ... Wäre das eine gangbare Lösung oder ist das ein schlechter Utopie?
01:02:07: Wenn man es nicht radikal macht, muss man gucken wie es anders nicht geht.
01:02:11: Ich glaube, dass in der Schweiz völlig unmöglich.
01:02:15: Wir irgendwie privateigentum und Eigentum schlechthin über alles setzen.
01:02:20: Jeder mit seinem tollen Eigentom auch wenn's eine Aktiengesellschaft tun kann was er will.
01:02:27: Da hilft dann einfach wirklich nur Enteignen.
01:02:31: Könnt ihr euch Schweizer vorstellen, die irgendwas enteignen?
01:02:34: Die morgen bei Blackrock reinmarschieren und die ganzen Hanseln auf der Straße setzen.
01:02:38: Das glaube ich nicht dran.
01:02:43: Vielleicht sind wir wirklich schon fast am Schluss?
01:02:47: Nein, ich sage nichts!
01:02:50: Es geht schnell.
01:02:51: oder bist du froh?
01:02:56: Nein ich gewöhn mich an dich langsam.
01:02:59: Aber wahrscheinlich, weil ich Schweizerdeutsch
01:03:02: schritt und nicht
01:03:02: gesungen
01:03:07: habe.
01:03:08: Wie kommst du jetzt daraus?
01:03:11: So dass es tief wird aber irgendwie auch emotional.
01:03:14: Genau
01:03:15: also das mit der Truhe sind wir jetzt nicht so darauf eingestiegen.
01:03:18: darum suche ich noch ein anderes tiefes Thema.
01:03:21: Ich wollte das beantworten.
01:03:27: Du hast die Utopie erschaffen Leben schätzt aber doch im jetzt so.
01:03:33: Wie sieht im Jetzt so irgendwie deine Ideale aus?
01:03:39: Gibt es einen schönen Tag für dich im Jetzt, in dieser Dystopie wo wir ...
01:03:48: Ich bin jeden Tag wahnsinnig unglücklich.
01:03:53: Warte mal, das wollte ich gucken ... Ich hab echt dich abschmieren lassen mit der Frage, warum so Sachen wie Trauer und Fürsorge da drinstehen.
01:04:02: Ich habe es mir ausgedacht.
01:04:04: Es sind ja Menschen.
01:04:05: Das ist nicht ein formal theoretisches Buch, sondern wir haben immer noch bei aller Revolution mit Menschen zu tun, mit ihren Menschenzeugen oder?
01:04:14: Und auch die schönste Gesellschaft verhindert ja nicht, dass wir Trauer empfinden.
01:04:20: Dass Menschen sterben und krank werden.
01:04:23: Auch nicht, das sie sich hassen mitunter.
01:04:25: Man muss einfach gucken, dass all das was zum Leben dazugehört ... so menschenmögliche und fein behandelt wird wie es nur möglich ist.
01:04:37: Das war meine Idee.
01:04:40: Ja, das ist ein schönes Schlusswort fast oder?
01:04:43: Fast!
01:04:44: Aber es gibt auch schöne Tage.
01:04:47: Da, jetzt kommst du wieder zu mir zurück?
01:04:53: Ja ja!
01:04:56: Also warte mal ganz schön ist also das hätten wir vielleicht noch streifen können.
01:05:04: irgendwie ich zerschlage ja als DEU von innen heraus Dauert noch ein bisschen, ich hab siebenhundert Leute gegen mich.
01:05:15: Das macht Spaß!
01:05:17: Das macht irre Spaß...
01:05:18: Das macht die Tage gut.
01:05:19: Ja es ist einfach so einseichtortes, das ist wirklich wahnsinnig.
01:05:24: Das ganze Ding ist dominiert von einem riesigen konservativen Block der irgendwie nur Scheiße abstimmt.
01:05:30: du bist eigentlich völlig lost dort.
01:05:32: aber was Spaß macht ist dass die natürlich viel Geld haben und dass sich das benutzen Ich irgendwie das System ein bisschen fikke und richtig schöne, schöne Sachen machen.
01:05:44: Also ich meine jetzt irgendwie so fange es an mit einem riesen Armutsprojekt wo ich irgendwie einen Kronpride-Poverty mache am Ende und einfach mal ein bisschen Licht auf das Thema richte was mir sehr am Herzen liegt Und da kann ich Geld rausballern.
01:06:01: Das ist doch ganz großartig, weil irgendwie diese wundervolle EU hat irgendwie seit Jahren konsequent eine Armutsquote in Europa von weit über zwanzig Prozent und das wird schlimmer oder?
01:06:16: Da passiert nichts!
01:06:18: Jetzt kommen Sie mit irgendeinem tollen Masterplan gegen Armut, das heißt wahrscheinlich irgendwie ... weiß nicht gibt dann irgendwie Kuscheltiere für Obdachlose?
01:06:26: keine Ahnung Aber so irgendwie.
01:06:30: dann hab ich, mach ich jetzt jedes Jahr einen Festival irgendwie um.
01:06:34: Das Letzte war irgendwie für ein pacifistisches Festival was komischerweise auch ganz gut in die Zeit passt und irgendwie knackervoll war und ich eine wundervolle Propagandashow mit lauter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern machen konnte.
01:06:50: also das macht mir ein großes Vergnügen irgendwie hierzu Klein irgendwie darum zu stacheln und die zu ärgern.
01:07:01: Und das ist eigentlich so, dass was ich so abschließend sagen wollen würde, wenn man jetzt es nicht schafft in den Generalstreik zum Beispiel bald wieder Frauenstreich glaube ich.
01:07:13: Vierzehrte Juni?
01:07:14: Genau da gehen wir alle hin hilft auch nichts macht auch nichts bringt auch nichts.
01:07:19: aber ein schönes Gefühl.
01:07:22: Aber es gibt schon ganz viele kleine Sachen, wo man so Zwischenräume in diesem Scheißsystem finden kann.
01:07:32: Die man besetzen und ausdehnen kann.
01:07:35: Das finde ich gut.
01:07:36: Im Tessin gibt's tatsächlich irgendwie im überwiegend rechten Stadtrat oder Landesrat oder Bezirksrat.
01:07:45: Es gibt drei kommunistische Parteien.
01:07:47: Das ist relativ großartig.
01:07:49: So was bräuchten wir hier?
01:07:52: Bevor wir die Parteien generell abschaffen, weil ich finde sie schwach sind.
01:07:57: Man sollte das Volk direkt regieren lassen.
01:08:00: dazu später was ich sagen wollte ... Was man jetzt machen kann ist wirklich so kleine kleine Störfelder setzen und die ausweiten.
01:08:13: Die soweit ausweuten bis vielleicht das System platzt in kleinen Gruppen Weiß nicht, klein Parteibaltritten in kleinen Nachbarschaftsgruppen.
01:08:27: Man kann schon irgendwie das Ganze verlangsam und Steine ins Getriebe setzen.
01:08:33: Und das habe ich mir vorgenommen.
01:08:35: Also so um nicht zu verblöden mache ich sowas.
01:08:38: Danke vielmals!
01:08:46: Wir haben leider jetzt keine Zeit zum politischen Gespräch noch zu verteufen.
01:08:52: Vielleicht ... Wird es irgendwann möglich geben?
01:08:55: Ich würde mich sehr freuen.
01:08:58: Hätte viele Fragen, hätte viele Anmerkungen, ich muss jetzt aber im Rahmen betroffenen Zeit mich zügeln und wir wären an dem Punkt wo wir etwas mitgebracht haben das Ritual der Reihen die ich euch vorher angekündigt habe und welches du siehst.
01:09:19: Das hat mich sowas von dermaßen überfordert.
01:09:23: Mir fehlt wirklich nichts richtig ein.
01:09:26: Man darf
01:09:26: ja auch immer sagen, ich habe nichts oder du könntest einfach sagen, dass
01:09:31: es neben den Staubsaugern dort vorne ist.
01:09:37: Ich war wirklich raslos.
01:09:38: Also irgendwie zu Hause lag dann.
01:09:40: irgendwie lag ein Bücher von David Kreber Die hätte ich irgendwie ... Aber die kennt ihr alle, und dann dachte ich, die muss ich nicht mitbringen.
01:09:47: Falls ihr ihn nicht kennt?
01:09:49: Herr Greber ist der beste Anarchist in der Welt und der schlauste Mensch, den ich kenne.
01:09:53: Und leider tot, weil die schlauen Menschen sterben alle.
01:09:58: Von dem habe ich wahnsinnig viel gelernt, wenn man das System zerlegen kann und trotzdem gute Laune behalten kann.
01:10:07: Das hätt ich eigentlich mitgebracht, danach hab ich's vergessen.
01:10:12: Dann dachte ich, könnte ich aber singen.
01:10:14: Das lasse ich
01:10:15: auch.
01:10:15: Also es wäre Haus, dürfte ich schon ...
01:10:18: Aber muss vielleicht auch nicht?
01:10:19: Was hast du denn da schönes?
01:10:21: Genau!
01:10:21: Also ich finde Detail dazu noch sagen, dass du hier bist und alle ...
01:10:26: Ist ein Geschenk.
01:10:27: Ja,
01:10:27: ich sage das.
01:10:28: Guck mal, ich habe euch irgendwie was zum Thema EU zerlegen.
01:10:35: Das ganze Geld dort oder?
01:10:37: Das kann man leider nicht verteilen auf der Straße, das würde ich sonst gerne machen.
01:10:41: Man kann dann sowas machen.
01:10:43: Ich habe hier mit meinem Kollegen Hans Sonneborn zusammen Bücher und Notizbücher teurer, mit Lesebändchen- und Lederextenledereinband herstellen lassen – Mit mir drauf!
01:10:58: Und Frau Berg regelt das.
01:11:02: Das jedes Büchlein kostet auf mich drei Millionen Euro Euro.
01:11:07: Und das hat mir auch einen ganz großen ... Die kann ich jetzt irgendwo, wenn ihr mich mal seht und ich bin irgendwo mit den Büchern, dann kann man die verteilen.
01:11:14: Guck mal wie schön das ist!
01:11:16: Das ist wirklich
01:11:16: sehr schön, wenn wir uns nachher dafür werden
01:11:18: dürfen.
01:11:19: Ja, ihr könnt es berühren...
01:11:22: Also ist das etwas, was man erwerben
01:11:24: kann?
01:11:25: Nein, das sind so ... Wie heißt es?
01:11:28: Aufwendung, Werbeaufwendungen.
01:11:30: Irgendso ein Scheiß, da gibt's irgendwie ... Ja, sowas, dass man sich unsere politische Arbeit der Öffentlichkeit zeigt und wir machen dann einen Mist und verteilen das.
01:11:41: Sehr schicks
01:11:42: Foto auch.
01:11:43: Also können Sie doch nachher noch mal anschauen.
01:11:46: Aber ich möchte gleich sagen mit dem nicht nähen lassen, ich finde wirklich was ... Was ich von dir lese, schon in meiner Buchhändlerin leer.
01:11:56: Jetzt bist du da, damit ich mit dir reden darf und dass ... Ich habe immer ein paar Tosses in meinen Veranstaltungen.
01:12:03: Ich kann es auch
01:12:04: nicht mehr
01:12:05: geben?
01:12:06: Nein!
01:12:07: Also ...
01:12:09: Du kannst drüber
01:12:10: nachdenken.
01:12:11: Ich muss schnell momentan denken.
01:12:14: Ich mache mir Gedanken.
01:12:16: ... um den Konzen, auch nachher hinter der Bühne vielleicht.
01:12:21: Genau!
01:12:22: Ich habe den Vater verloren... Immer wenn die Leute, die ich da einladen würde auf dieser Bühnen mit mir kuscheln, jetzt würdest du mit mir küssen.
01:12:33: Aber ich will doch nur über Inhalte... Ja
01:12:35: gar nicht, ob es
01:12:36: so kämpft.
01:12:38: Über uns vielleicht?
01:12:41: Nein, wirklich danke für deine Arbeit Und als ich dich im November, das glaube ich letztes Jahr an der Buche Basel gesehen habe, lese, bin ich da gesessen.
01:12:52: Siebelle Berg auf dieser grossen Bühne, diese Lesung mit wahnsinnig toller italienischer Musik genommen und ich dachte, wow okay, ich möchte sie dem Tag haben aber wahrscheinlich kommt sie eh nicht.
01:13:07: Es ist so schwierig, Siebele Berg!
01:13:11: Es ist für mich heute ein Abig, der wirklich einen grossen Respekt hat.
01:13:31: So viel!
01:13:32: Momentung.
01:13:33: In diesem Buch geht es ja auch um Menschlichkeit und ich finde, wir dürfen uns auch vulnerabel verletzlich um menschlich zeigen.
01:13:41: Und sie ist nicht so, dass ich das Gefühl habe, ich schauke den Objekt total in sich.
01:13:45: Ich bin die beste Journalistin.
01:13:48: Ewa!
01:13:48: Sondern ich war sehr nervös.
01:13:50: Ich danke dir vielmals, du hast mir so leicht gemacht und es ist so schön mit dir und spannend und auch lustig.
01:13:57: Merci für deine Arbeit, für deine Bücher, für die Sie.
01:14:12: Und ich habe meine eigene Utopie mitgebracht, die ...
01:14:18: Tolles.
01:14:19: Ich finde sie schon gut!
01:14:21: Ja,
01:14:21: muss ich sagen?
01:14:24: Es hat eben erstaunlich viel von dem, was ich in diesem Buch gelesen habe drin, das ich auch in meiner Ahnung bin.
01:14:31: Das könnte man mir vorwerfen... Ich habe nicht
01:14:37: abgeschrieben.
01:14:42: Ich habe sie heute gedrückt.
01:14:44: Sie ist zusammen mit Lea Witscher entstanden, eine sehr geschätzte Person, die sich sehr stark mit Gehirn arbeitet und in der Stadt Zürich auseinandersetzt.
01:14:54: Sie hat die sog.
01:14:55: Kehrseite-Stories ins Leben gerufen.
01:14:59: Sie schrieb Geschichten, wie die Stadt Züri aussehen könnte während Während und auch nach der Revolution, damit ich nicht den Fall sage.
01:15:13: Und ja, darf als Erste die Geschichte weiterführen für das Jubiläum des Entlastungsdienstes in Bern und dem Büro für Feminismus in Bern.
01:15:26: Es ist jetzt gedruckt.
01:15:28: Man kann es für fünfzehn Franken kaufen.
01:15:30: Man findet es online Und es ist mir eine grosse Ehre, dass sie neben den Sibylle Bergs sagen dürfen.
01:15:38: Punkt!
01:15:41: Das schenke ich dir jetzt.
01:15:42: Ich
01:15:52: finde, wir waren hier.
01:15:53: Danke allen Helferinnen und Freunden in diesem Raum, allen Verbündeten.
01:15:58: Tschüss, zusammen, schönen Abend.
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