KAFFEE & KOMPLIZ*INNEN #2 mit Franziska Ramella
Shownotes
Mit Franziska geht’s um Feminismus, Erschöpfung, Frauenhäuser, Denkmäler und die Frage, wem eigentlich Raum gegeben wird – auf der Strasse, in der Kunst und in der Gesellschaft. Wir reden über den Feministischen Salon, Zyklus-Statuen und darüber, warum Feminismus keine Welle ist, die irgendwann wieder abebbt, sondern ein Fluss.
Und was hilft gegen die Müdigkeit? Menschen. Ihre Geschichten. Die kleinen grossen Erfolge.
Franziska ist Sozialarbeiterin i.A. und feministische Aktivistin aus Schaffhausen, die sich als Co-Präsidentin der SP Frauen Schaffhausen sowie als Präsidentin des Feministischen Salons für Gleichstellung, Gewaltprävention und soziale Gerechtigkeit engagiert.
Feminister Salon Schaffhausen SP Frauen Schaffhausen Insta Franzsika Ramella
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00:00:00: Kinradio
00:00:02: mit Audiobeiträgen rund um
00:00:04: Kinship.
00:00:05: Hier geht's um
00:00:06: Verbindungen.
00:00:08: Kinradios mit Podcastserien, Ausschnitten aus Live-Events und Deepen Talks.
00:00:14: KinRadio verbindet dich!
00:00:17: Ich
00:00:18: lebe Koffie und
00:00:20: ich bin ein
00:00:21: Fan Girl.
00:00:22: Du kennst, dass du gehst mit jemandem Kaffee trinken und kommst zwei Stunden später nach Hause.
00:00:26: Wenn wir neue Gedanken haben, haben wir einen guten Tipp komplett aufgeladen oder mit der Erkenntnis, dass die Welt eigentlich immer noch scheisse ist – nicht zu laut!
00:00:33: Das sind Kaffees
00:00:35: und Komplizien.
00:00:36: Eine kleine Pause von Patria Yad.
00:00:40: Für unsere Zuhörerinnen, die jetzt nicht hier sind, leidrichtet sich ein auf den schönen Skulpturen der Chantal King.
00:00:46: Die künsten sind in dieser Ausstellung ausgestellt.
00:00:49: Wir sitzen hier in der Ausstellung William mit mir vor so einem Kindschiff.
00:00:53: Ich habe meine zweite Gästein jetzt da, Franziska Romella.
00:00:56: Schön bist du da?
00:00:57: Es ist warm und... Aber hier geht es gerade noch einigermaßen.
00:01:02: Ja, Gott sei Dank!
00:01:03: Du hast schon vorhin gesagt, dass du freust dich nachher in eine Gumpen rein kannst.
00:01:08: Ja auf jeden Fall.
00:01:08: Und dein Platz kannst du dann schon schön auf die Reine schauen.
00:01:12: Schauen
00:01:12: Sie uns sonst wieder nachher.
00:01:13: Wir haben
00:01:15: keinen Kaffee sondern einen Eistee.
00:01:18: Das zählt aber auch als Getränk.
00:01:22: Und der Fächerliter hier, du darfst dich auch jederzeit ein bisschen anfächern, wenn es zu warm wird.
00:01:28: Hey!
00:01:31: Mega schön bist du da?
00:01:32: Wir kennen uns noch nicht persönlich.
00:01:34: Ich kenne deine Arbeit von Instagram und Social Media.
00:01:40: Habe ich so etwas geguckt, was du machst?
00:01:42: Noel hat dich empfohlen, dass ich dich als gestern einladen kann.
00:01:45: Wenn
00:01:47: du bist und was du so machst, dann
00:01:48: findest du es super spannend.
00:01:51: Ich habe dich angefragt recht schnell auch, wenn ich etwas spät war mit der Planung wegen Sommerpause und dringend benötigtem ...
00:02:02: Du hast aber zum Glück
00:02:03: zurückgeschrieben
00:02:04: und gesagt, ja cool, bin dabei!
00:02:05: Und jetzt bist du da?
00:02:07: Ja gut!
00:02:09: Du hast nicht so einen weiteren
00:02:10: Weg gehabt
00:02:11: zu kommen.
00:02:11: Du lebst schon von draussen.
00:02:13: Genau.
00:02:14: Wie lange schon?
00:02:16: Sieben Jahre jetzt?
00:02:17: Seit sieben Jahren.
00:02:18: Und voll aktiv, weil du bist Ko-Präsidentin der SP Frauen in Schaffhausen und du bist auch Ko-Initie an Tinsenders.
00:02:29: Du hast den Feministischen Salon Schaffhause mitgestalten oder hast ihn ins Leben gerufen?
00:02:35: Hast du dort etwas zu erzählen?
00:02:38: Ja also ich bin direkt vor Corona in die Schweiz importiert worden Und genau, und hatte dann wie kein Job.
00:02:49: Weil ich war frisch mit dem Studium fertig und dann hat mir leider niemand mehr eingestellt wegen Corona... ...und dann habe ich mit meinem Mann beschlossen, wie nutzen wir jetzt diese Zeit?
00:02:59: Diese ungewisse Zeit!
00:03:01: Dann haben wir eine Familie gegründet Und meine Frauenärztin ist tatsächlich meine Mitgründerin vom feministischen Salon.
00:03:09: Wir haben uns dann auf einem Frauenstadtrundgang von den SP-Frauen wieder getroffen und sind dann ins Gespräch gekommen, sie hat gesagt, schon die ganze Leben hat sie wie den Traum einen feministischen Club zu gründen und sich mit feministischer Bildungsarbeit auseinanderzusetzen.
00:03:29: Hey, und so wie ich bin habe ich dann gesagt.
00:03:31: So ja, ich hab Zeit!
00:03:33: Ich hatte in der Altenheimat auch schon einen feministischen Kulturverein.
00:03:38: Lass uns das doch machen.
00:03:39: Und sie hat den Bienenmedizin studiert und in Wien gibt es eben auch einen feministischem Salon, wo recht bekannt ist.
00:03:47: Den Basel hat sich von Franziska Schutzbach mitgegründet, den feministischen Salon Basel.
00:03:52: Dann haben wir gedacht zu hey eigentlich, das ist mega cool wenn's in jedem Kanton... feministischen Salon gäbe, wo sich mit feministischer Literatur und Bildungsarbeit beschäftigt.
00:04:01: Und dann haben wir das einfach gemacht.
00:04:03: So als ... haben noch eine Dritte in den Bund genommen und wir sind einfach so drei Vollzeitarm arbeitende Mütter, die sonst auch nix Zeit haben aber dafür schon.
00:04:16: Genau!
00:04:17: Ja, sehr schön.
00:04:18: Ja, ich muss ja Prioritäten setzen.
00:04:23: Und das ist ja schon... eigentlich in dem Ganzen arbeiten auch eine Priorität, oder dass Bildungsarbeit, Vermittlung, politische Bildung und auch das Thema Frauenschutz.
00:04:44: Du schaffst schon Frauen auf?
00:04:46: Genau!
00:04:46: Ich arbeite jetzt in einem Fahnhase der Schweiz.
00:04:52: Mein Arbeitsort ist ein bisschen weiter weg, weil es schon Frauen hier leider kein Frauenhaus mehr hat.
00:04:59: Das war ... Ich hab ja der Vormaschinenbau studiert, also was ganz anderes gemacht und habe wie ehrenamtlich mich mega lang mit dem Thema Frauen und auch Schutz von Frauen, Prävention von sexualisierter Gewalt beschäftigt.
00:05:14: Und ich bin noch in Ausbildung und für mich war das so ein mega wichtiges Thema, tatsächlich auch in einem Frauenhaus arbeiten zu können.
00:05:22: Dort meine Ausbildung machen zu können, weil das wieso für mich ein sehr wichtiges thema ist, ein essentielles thema, Schutz vom Leben von Frauen und auch von deren Kindern.
00:05:33: Und gleichzeitig sind Frauenhäuser in der Geschichte des Feminismus ja Es sind sehr viele Orte gewesen, wo so viel feministische Arbeit wirklich auch begonnen hat.
00:05:47: Feministische Netzwerke und ich wollte ganz fest Teil davon sein.
00:05:52: Und wie lange bist du jetzt schon tät am Schaffen?
00:05:54: Und was will ich machen?
00:05:56: Ich bin jetzt ein halbes Jahr, bin jetzt im Frauenhaus am Arbeiten.
00:05:58: Okay!
00:05:59: Du hast gesagt, wenn wir telefoniert haben, ein kleines Vorgespräch gehabt haben, hast du gesagt es sei mega stressig weil Sommerferiezeit immer mega strange Zeit ist Weil viele dann eben zusammenkommt oder von Kindern, die nicht in die Schule gehen.
00:06:15: Es ist heiss, dass wir alle mitten erleben, weil es so heiss ist, dass auch im Gemüter erhitzt sind und Gewalt steigt.
00:06:24: Und das erleben dir tagtäglich.
00:06:29: Man merkt schon, dass es so ein Katalysator ist.
00:06:31: Gerade zum Urlaubszeiten eben auch Weihnachten und Feiertage im Sommer.
00:06:36: Also allgemein auch wenn die Kinder einfach daheim sind, sich Konflikte gerade um die Kehrarbeit entzünden.
00:06:44: Das merkt man sich von Häusern in der ganzen Schweiz nicht voll.
00:06:50: Sie sind eigentlich grundsätzlich immer voll aber ja momentisch ist das schon.
00:06:54: Also wir kommen eigentlich jeden Tag bis zu fünf Anfragen, ob wir nicht doch noch irgendwo eine Frau unterbringen können.
00:07:01: Frauen werden in Hotels geparkt, werden in Notunterkünften geparked, obwohl sie eigentlich ins Frauenhaus müssten.
00:07:08: Sehr unbefreundlich.
00:07:09: Das ist auch
00:07:12: einfach crazy oder dass man dann das... also ich meine jetzt über den politischen Arbeiten geht es bei dir ja um das und Aufmerksamkeit und das Gespräch, um das zu empfachen.
00:07:26: Ich glaube einfach auch viele Leute, die es gar nicht bewusst ist wie ein dringend nötig zur Ort sind und die Arbeit ist, was du machst.
00:07:34: Ja also so ein bisschen ... Es werden ja von den Statistiken veröffentlicht, wieso die Auslastung in Frauenhäusern ist und dann wird eben einen Durchschnitt genommen und der müsste jetzt irgendwie, ich weiß nicht genau wo er ist oder was ist dann irgendwo?
00:07:51: und dann denken sie immer, ah ja, da hat es noch Platz.
00:07:56: Aber die Realität ist das eigentlich diese Zimmer, die sind für ein oder zwei Tage vielleicht frei und Frauen werden aus der Deutschweiz bis ins Tessin runtergeparkt oder sind eben in Hotels und kommen ja schon irgendwo unter.
00:08:10: Es ist wie nicht die Unterstützung, die Frauen brauchen eine Unterstützung vor Ort oder im nächsten Kanton.
00:08:20: Das ist einfach nicht die Realität.
00:08:21: Die Statistiken, die man so liest, bilden einfach keine Realität ab.
00:08:28: Dass die Angebote nicht ausreichend sind und dass auch die Beratungen in dem Sinne dann nicht gut oder die Qualität nicht gut ist.
00:08:36: Was müssen wir ändern?
00:08:38: Was muss der Appell passieren, damit der Notstand verändern wird als Aufkuppe werden?
00:08:45: Der ist ein utopischer Gedanke aber...
00:08:49: Es sind ja wie zwei Dinge.
00:08:51: Einfach Prävention, Aufklärung, Sensibilisierung, gesamtgesellschaftliche Auftrag das Thema anzugehen und aber ganz klassisch auch einfach... Das gehört in jedem Kanton im Frauenhaus.
00:09:04: also es ist wie so die leidige Ausrede dass gerade in einem kleinen Kanton wie Schaffhausen das ist einfach schwierig ist Frauen zu verstecken.
00:09:13: Was aber die Realität heutzutage völlig vorkennt, dass die meisten Frauen so gefährdet sind.
00:09:19: Dass sie sowieso nicht im eigenen Kanton untergebracht werden sondern dass sie tatsächlich aufgrund der Gefährdung in den anderen Kantonen müssen sogar und dann findet halt ein großes Austauschen statt.
00:09:29: oder dann ist wie zürich wofür eine viel größere Bevölkerung hat natürlich mehr Plätze.
00:09:35: Aber das heißt ja nicht, dass in einem kantonischer Hause oder in Graubünden Begehe nach dem, dass dort nicht auch viele Frauen Bedarf haben.
00:09:46: Und man sieht ja jetzt schon mit den Erhebungen das durch die ganze Präventionsarbeit geleistet wird, da es tatsächlich der Bedarf im Mensch steigt und die Plätze werden aber nicht mehr.
00:10:00: Es ist
00:10:02: frustrierend!
00:10:03: Wie bald bist du?
00:10:05: Die Energie ohne Kaffee dann auch
00:10:07: noch?!
00:10:09: Ich höre immer mit Marti meistens aus.
00:10:16: Hey, also gleich ist es wie eine sehr, sehr befriedigende Arbeit.
00:10:21: Also mit jeder Klientin die kommt und geht, mit jedem Leben... Also sich einfach so mega berühren wenn man mal Klientinnen hat, die dann gehen, in ihre eigene Wohnung gehen, die in ihr eigenes neues Leben gehen.
00:10:37: Das ist einfach das, davon lebt man.
00:10:41: So, also von dem Perspektiver man sieht Bei einer Frau, die vorher so klein war und plötzlich sich so aufrichtet.
00:10:49: Man merkt irgendwie das ganze Seele der ganzen Geist ist wie so erweckt und ist voller Freude und voller Tatendrang.
00:10:57: Das richtet einen auf.
00:11:00: Das ist ja auch, glaube ich, ein Fehler, also aktivistischer Arbeit oder auch sonst, wenn man die Welt
00:11:09: hat zu laden
00:11:12: Die gesamte Anregung ist ja auch einfach nicht
00:11:16: zum
00:11:16: Aushalten.
00:11:19: Und dann ist es nämlich schon die erste Strategie, wo man muss fahren oder das sagst
00:11:26: du okay,
00:11:26: ich gehe mal einen Schritt
00:11:27: zurück und
00:11:28: schaue auf diejenigen, die gerade hier sind, auf mein Gegenüber und sagst, ich bin an dieser Person da, der hier ist und wir machen das umherkommen zu einer Best-App.
00:11:38: Und ... was kommt?
00:11:41: was Ehren wachsen und sich verändern.
00:11:45: Ja, und das meine Perspektive auch ein bisschen verändert hat ist es war mal auf einem Vortrag von Franziska Schutzbach wo sie wirklich eine sehr berührende Rede gehalten hat, wo es darum ging dass der Feminismus wird ja so in Wellenbewegung die erste Welle des Feminismes die zweite Welle Und dass das eigentlich so das falsche Bild ist.
00:12:03: Weil wenn wir eine Welle denken, dann nehmen wir daran, dass die Welle geht hoch oder und dann die Welli geht aber auch wieder zurück und flach wieder ab.
00:12:10: Dass das eigentlich die falsche Bezeichnung dafür ist, dass wir Feminismus wirklich als Fluss durch die Geschichte denken müssen.
00:12:16: Dann ändert sich die perspektive Schlagartig, wenn wir dann zurückdenken eben was es war vor hundert Jahren noch oder so... Der Fluss in dem wir uns befinden, der nicht mehr zu stoppen ist sondern dass er einen Anfang hatte Aber nie wirklich ein Ende, in Fluss sucht sich immer irgendwie einen neuen Weg.
00:12:32: Und auch du kannst den Stein reinwerfen und kannst den Mauer ziehen aber das Wasser lässt sich wie nicht aufhalten, es fließt über die Mauern drüber um die Steine herum und findet immer seinen Weg.
00:12:41: Das fand ich so mega berührend und das hat für mich wirklich viel Perspektive verändert.
00:12:45: Auf die Sicht vom Feminismus auch heute mit all dem Backlash und allem womit wir im Moment zu kämpfen haben.
00:12:51: Ja eben das ist ja dann eigentlich auch der Backlashes doch ein bisschen weh die... Hits, die jetzt auch schon ein bisschen macht, dass weniger Wasser hat.
00:13:01: Im Fluss... Uns auch.
00:13:03: umso wichtiger ist es dann auch Menschen wie du aktiv sich einsetzend aktivistisch zum Leute abholen und immer wieder darauf hinweisen, wie wichtig das ist damit sich der Fluss auch wieder einen neuen Weg suchen kann.
00:13:18: Und ich glaube, das ist gerade auch... Das finde ich auch bei dir so interessant, dass du das... Also natürlich passt's auch hierhin wenn wir sind jetzt hier in Schaffhausen Und mich interessiert das auch hier, weil es gibt ja – so wenn ich das verstanden habe – noch nicht wahnsinnig viel explizit feministische Ört….
00:13:35: Ørter?
00:13:36: Ja da.
00:13:38: Nein!
00:13:38: Ups!
00:13:41: Da ins Schaffhausen und es ist überschaubar die Leute, die sich dafür einsetzen.
00:13:48: Man merkt das auch da.
00:13:49: Also der Raum ist neu aufgegangen Da kommen noch nicht so wahnsinnig viele Leute hin.
00:13:55: Es darf noch ein wenig bekannter werden und gleichzeitig haben wir auch schon gehört vor allem im Gespräch, dass früher noch gar kein Sonderraum gegeben hat und es mega wichtig ist, dass der Raum jetzt gibt.
00:14:07: Und jetzt habe ich einen Umweg zum ... Ich wollte darauf ansprechen, dass du gesagt hast, das hast vorher auch erzählt, dass beim Stadtrundgang von den SP-Frauen
00:14:20: Der Schadrunkgang ist nicht von den SP Frauen aus dem Flugprogramm angeboten.
00:14:28: Also das ist ein klassischer Stattdruckgang?
00:14:31: Genau, eine Frauenperspektive.
00:14:33: Der wird aber vom Schaffhausnaturismus glaube ich angebotend.
00:14:37: Aber er ist aus Frauperspektiven?
00:14:39: Ja!
00:14:40: Und das ist interessant, weil du hast auch einen Text geschrieben über Unsicherbarkeit von Frauen im Stadtraum.
00:14:49: Spezifisch in Schaffhausen und hast aber mir erzählt, dass der Wag für dich mega essentiell war für deine Integration hier.
00:14:58: Weil du dort Leute kennengelernt hast, Frauen kennengelernet hast ... Sachen daraus entstanden sind, wie eben der feministische Salon oder dass du jetzt Teil bist von den SP-Frauen und nicht nur Teil Ko-Präsidentin bist.
00:15:12: Und dass das ein wichtiger Teil ist zum anderen Menschen treffen können mit ähnlichen Interessen?
00:15:23: Ich war auch wirklich so in einer Corona-Bahn vorbei, ich hatte ein kleines Kind, ich war eigentlich gefühlt nach einem halben Jahr ... Kaum mit anderen Menschen im Kontakt war eine neue Stadt und bin dann eigentlich auch da der SP dann beigetreten.
00:15:38: Wären Corona, aber das ist ja wie nichts wirklich stattgefunden.
00:15:42: Das war einer der ersten Wieveranstaltungen wo ich dann hingegangen bin.
00:15:49: Ich bin einfach so mega herzlich aufgenommen worden.
00:15:52: Es ist für mich die SP Frauen in Schaffhausen.
00:15:56: Mega coole Gruppe sind mega engagierte Frauen dabei, jeglichen Alters und das war wirklich so.
00:16:04: Ich bin zwar in dieser einen Veranstaltung gewesen hatte wie das Gefühl mitgezogen zu werden.
00:16:09: Das war eben abgesehen von eben feministischen Salon war das wirklich so ja eigentlich der einer der Hauptgründe warum ich jetzt auch so gut integriert bin hier.
00:16:19: Mega schön!
00:16:20: Und jetzt auch solche Sachen veranstaltest du?
00:16:25: Du nimmst das auch mit quasi in deine ... Also hast du eh dabei, weil es erlebt ist.
00:16:30: Aber so als ... zum neuen Leute ... also ... keine Lernen anzutreffen zu Leuten?
00:16:37: Wieso?
00:16:38: Wie sagt man?
00:16:41: Einbinden ja jetzt schön, ich will sie gar fixen!
00:16:43: Aber einbinden nicht!
00:16:46: Einbenden genau abholen!
00:16:49: Wow!
00:16:50: Genau, also... Nicht abholern, sondern einbindern.
00:16:56: Ich habe auch... wie?
00:16:59: Also meine, tu ich!
00:17:00: Das
00:17:02: ist gut.
00:17:02: Nein,
00:17:02: wir
00:17:03: machen den Rubrik.
00:17:04: Kleine Pause, Kaffee-Pause und Brinkerenschluck.
00:17:13: Also nochmal.
00:17:14: Es klingt ja nicht einfach alle von sich aus dem feministischen Salon
00:17:17: gründen
00:17:18: nur weil es noch
00:17:19: nichts gibt.
00:17:20: Du hast das
00:17:20: gemacht.
00:17:21: Mega cool.
00:17:23: Und die Leute wollen es aber nicht machen, weil sie nicht wissen.
00:17:26: Wie?
00:17:27: Oder aus was für immer gründ ... Die könnten zu dir kommen.
00:17:33: In Salon oder in die SP Frauen, oder?
00:17:36: Also ich versuche auf wirklich sehr vielen Umwelten.
00:17:40: Wie können wir mehr Wasser wieder im Fluss über?
00:17:46: Was machen wir?
00:17:47: Ich finde es eben so... Es ist schon besonders... Ich finde sie immer besonders berührend auch wenn das Menschen an Ort macht, wo sie einfach noch zu wenig passiert.
00:17:59: Weil ich finde, der Frust ist ja schon auch... Also mich frustriert es einfach.
00:18:03: Ich habe mich das schon mega schnell.
00:18:04: Wenn ich so denke, oh wir machen das und es kommt niemand oder wieso müssen wir immer noch die gleichen Sachen diskutieren?
00:18:10: Wieso müssen man uns schon wieder für unsere Existenz rechtfertigen oder whatever.
00:18:14: Und umso dringender ist sie aber an dieser Ort was eben noch nicht passiert.
00:18:21: Ja ich habe ein Stress mit einer... Für mich persönlich mit einer Anekdote beantworten Und zwar sind wir mal am Anfang, hat mir auch immer die Frage gestellt mit Medien.
00:18:33: Medien schaffen die Person was ich eben eigentlich erreichen will mit dem feministischen Salon und dann habe ich wirklich lange darüber nachgedacht was jetzt eine gute Antwort darauf wäre.
00:18:45: Ich hab dann wie für mich gefunden also wir machen ja einmal im Monat einen Buchclub wo wir eben ein feministisches Sachbuch lesen und dann zusammen besprechen ein Schwedang gefunden hat, wenn wir machen das auf Instagram und wir treffen uns dann in Person.
00:19:01: Und wenn ich nur eine einzige Person die sich vor noch nie mit dem Thema beschäftigt hatte egal welchen Geschlecht diese Person ist dazu bringen so einen Buch zu lesen und irgendwas in seinem Leben zu hinterfragen.
00:19:13: oder es fängt ja dann wie so an so irgendwo in einem drin zu kratzen und dann fängt man an sich langsam immer größere Fragen zu stellen.
00:19:20: Dann wird man hässig und aktivistisch.
00:19:23: Also wenn ich nur eine einzige Person dazu bringe, so ein Buch zu lesen und dann wie zu finden.
00:19:30: So irgendwie irgendwas muss sich verändern?
00:19:33: Dann hab' ich eigentlich meine persönliche Erfüllung schon gefunden.
00:19:40: Ich muss jetzt nicht irgendein Riesenfestival auf die Beine stellen oder wir müssen auch nicht jedes Quartal ne große Veranstaltung machen.
00:19:47: Das würde ich gern, wenn ich noch Krisosen dafür hätte!
00:19:51: Aber nein, für mich beginnt das tatsächlich schon so im Kleinen.
00:19:54: Das ist wie auch eben mit dem Kindship oder eben so Netzwerke gründen und ich habe das Gefühl wenn die zwei Frauen aufeinandertreffen wie meine Freundin Martin und ich und diesen Salon gegründet haben also keine von uns hätte das alleine gemacht und dass es eben so wichtig dieses feministische Netzwerken und Frauengruppen gründen weil dann... Dann treffen sich zwei Individuen aufeinander, die dieselbe Idee haben oder dieselbe Wut haben und dann entsteht ein Raum.
00:20:25: Und dann entstehen irgendwas.
00:20:27: Ja?
00:20:28: Egal schön ja!
00:20:30: Also an dieser Stelle auch folgt Franziska auf Instagram weil ich habe gesehen dass du diese Bücher immer kurz vorstellst oder du dir zeigest was sie gerade lesen und besprechen was ich mega cool finde weil es gibt da so Ich liebe auch Bücher und ich bestelle sehr viele Bücher, also kauf gerne Bücher.
00:20:49: Aber sie stoppen sich dann auch und sehen mega wichtig aus bei mir wenn ich diese richtigen Bücher lese.
00:20:55: Manchmal denke ich nur so wie ich es hier habe, kann ich den Inhalt schon ein bisschen... Egal wie viel Kaffee ich trinke!
00:21:02: Ich bin zu müde zum alten Bücher lesen.
00:21:04: Es ist schön, wie schaffst du das auch noch Bücher zu lesen?
00:21:07: Also
00:21:09: wir sind ja Gott sei Dankes Team, also ein bisschen dein Vorstand.
00:21:12: Ich muss nicht allein jedes Buch lesen weil tatsächlich mit dem Studium gibt es auch Zeiten wo ich einfach keine Bücher lesen kann weil ich halt für die Prüfung lernen muss oder so und ich habe tatsächlich mein Bücher regalisch neben meinem Bett Und die nicht gelesenen Bücher sind in dem Fach, wo direkt neben meinem Bett ist.
00:21:31: Und jeden Abend wenn ich ins Bett gehe schauen sie mich an klagend an und das schäme auch.
00:21:36: Ich habe mir schon ein paar Mal überlegt dass sich sie woanders von bereuen aber ich habe ADRS und wenn ich Sachen dann irgendwo aus meinem Sichtfeld bewege, dann vergesse ich Sie deswegen müssen Sie da bleiben und dass ich so einen Druck den ich aushalten muss.
00:21:48: Aber ich
00:21:48: kann dann jetzt... Also ja, verstehe ich.
00:21:58: Wir könnten uns auch ... Ich habe schon mal bei einer Bekannte gesehen und dachte, das ist noch eine gute Strategie.
00:22:03: Sie hat einfach ihre wahnsinnige Repesentativbibliothek zu mittstig schlubben an die Wand gehängt.
00:22:10: Und sehr schön wirklich so, ahja es ist super!
00:22:12: Das könnte man sich auch machen.
00:22:14: Zumso sagen hey,
00:22:15: guckt.
00:22:16: Das ist ... Aber nein... Aber also wirklich mega cool auch, dass ihr das macht.
00:22:23: Und ich hoffe, dass auch hier Leute immer mehr kommen und euch finden.
00:22:27: Weil ich glaube, es ist einfach so... wie du auch erlebt hast, kann ein oder andere Begegnung alles verändern und dieses Rollen bringen.
00:22:38: Vielleicht nur jemand, der das sieht und denkt an, bin ich noch alleine.
00:22:43: Niemand ist auch hessig oder so.
00:22:46: Gehen die in feministischen Salon folgen?
00:22:50: Die Franziska schauen da rein.
00:22:54: Sonst sind die Franziska und gründen einfach den Salon.
00:22:57: Also, easy!
00:22:58: Einfach fragen der zweite Frau euch Frauenärztin oder irgendjemand anderes.
00:23:04: Gründen den Salons... Und dann kann man sich so ein bisschen diese Arbeit aufteilen.
00:23:09: Eure Liste für andere Updates.
00:23:15: Ich finde es wirklich auch schade.
00:23:18: Kann ich nicht mehr lesen.
00:23:20: Seit dem Kind, seit ich ein Kind habe, ist es wirklich gelesen.
00:23:22: Gerade so etwas anspruchsvolle Sachen, was ich dann auch so finde, wenn ich schon ist, muss ich sie auch nachher zitieren oder
00:23:31: so.
00:23:31: Ich
00:23:32: kann es nicht einfach wegblitteren.
00:23:35: Es schaffe es einfach fast nicht.
00:23:37: Aber eben ... We do what we can!
00:23:40: Ja und wir haben wirklich vom Publikum, es gibt Leute die kommen wirklich regelmäßig.
00:23:44: Es gibt Leute, die kommen dann ein halbes Jahr nicht und lesen eigentlich nur die Bücher, die sie dann persönlich interessieren.
00:23:49: also sicher wie so eben das muss alles auch lustvoll sein.
00:23:52: wenn es aufhört lustvoll zu sein Aktivismus, dann brennt man aus und dann tut man sich selber keinen Gefallen und dann kann man auch nicht für andere Räume schaffen.
00:24:03: Also zum Feminismus gehört auch dazu dass man gut auf sich selbst schaut dass alles noch lustvoll gestaltet, sonst zieht es ein runter.
00:24:16: Die Themen mit denen wir uns beschäftigen sind hart und machen einen manchmal fast schon depressiv und da muss man gut aus sich aufpassen.
00:24:30: Unbedingt Pause machen auch?
00:24:32: Es hilft Grafitte Graudenburg-Diste.
00:24:35: Haste ich Sie?
00:24:35: Hilft Schauer finde ich!
00:24:36: zu gezielt auch in Gruppen.
00:24:38: oder also der feministische Streiktag und so finde ich es ist schon fast mein höchster Viertig, wenn die so oder äh wird zelebriert.
00:24:47: Weil's einfach unglaublich krass gibt.
00:24:48: Ja.
00:24:48: Oder wenn man dann merkt ob ich nicht alleine bin.
00:24:51: Es geht viel
00:24:52: so und ja...
00:24:54: Ich mache auch gerne Postkarten oder Stickers.
00:24:56: das ist auch noch so ein... Wege, die ich liebe.
00:25:00: Das ist quasi auch alle Mördsachen und so
00:25:03: Kunst
00:25:03: zu gehen.
00:25:04: Und das kann man einfach verschwicken oder verschenken.
00:25:07: Dann kannst du dich auch noch ein bisschen einticken mit Sachen, die wir dann irgendwann mal überschieben können.
00:25:17: Hey als letzte Frage!
00:25:19: Wir sind schon eine Zeit wieder am Schwetzen.
00:25:20: Könnt ihr da noch länger schwetzen?
00:25:22: Aber was kann ich eigentlich noch fragen?
00:25:24: Das ist mir auch so aufgefallen, als ich eben gelesen habe.
00:25:28: Dass man über die Strassen nimmt und feiert von Frauen.
00:25:32: Ich erinnere mich, dass in meinem Studium mich ein Dozentin hat, uns aufgetragen oder gefragt, für weher müsste man das Denkmal bauen?
00:25:41: Oder was für das Denkmal
00:25:42: wirst
00:25:43: du bauen?
00:25:45: Im Kunststudium war es das.
00:25:47: Es ging natürlich darum, wie sieht das nach Hause?
00:25:50: Was sind die Materialien?
00:25:52: Und ich bin fast
00:25:53: verzweifelt,
00:25:53: an diesen aufzugehen.
00:25:55: Ich habe wirklich ... Ich war wieder in einer Antwort gekommen und sie hat noch so ein Game draus gemacht.
00:26:00: Sie sagte, die Idee, die wir als alle umsetzen würden.
00:26:05: Die kommen eigentlich auch nicht.
00:26:07: Aber es ist ein kunstfüllter Abo, hat sie verschreckt!
00:26:11: Und ich wollte das wirklich auch.
00:26:13: Und ich habe fast verzwaifelt.
00:26:15: Ich wusste nicht wem und wie ich das Denkmal dort bauere?
00:26:20: Was zum einen daran liegt, dass ich einfach ein bisschen Overthinkerin bin.
00:26:25: Und dann das Gefühl habe ich, wenn, dann müsste es natürlich auch sehr gut sein.
00:26:30: Das ist
00:26:31: der Druck auf die Bahn.
00:26:32: Ja genau und das andere ist aber das glaube ich fast den grösseren Punkt, dass es auch einfach fehlt.
00:26:39: Vorbild oder also eben was es gibt sind irgendwie eine Bronzestatue von Waldmänner oder so wo irgendwie da so... Oder nackte Frauen ohne Namen, das sagt auch noch.
00:26:57: Ja also zum jetzt das einfach so um ohne Press schon Tieren abzugehen.
00:27:02: was und wem haben wir ein Denkmal?
00:27:06: Zum jetzt anfangen.
00:27:06: wir können es dann vielleicht in einem weiteren Schritt umsetzen.
00:27:12: Was hättest du mir durch die Sendung gesagt?
00:27:15: Also ich bin auch so ein bisschen Künstlerin, aber ich habe einfach zu viel zu tun um an meiner eigenen Kunst weiterzuarbeiten.
00:27:22: Aber irgendwann mache ich ja eine Ausstellung wenn mein Kind etwas größer ist und langsam das Rest
00:27:29: verlässt und
00:27:30: dann die Menopause, neue Akkursionen freispült.
00:27:38: Dann bitt mich mit dem Thema und ich hab mir wirklich mal überlegt eigentlich braucht es wirklich so ne große... Auch steingemeißelte Statue, die Frauen so in jedem Zyklus ihres Lebens zeigt.
00:27:52: In all der Vielfalt, die wir abbilden wenn wir eben älter werden von der Kindheit über heranwachsen und dann auch Mutter aber nicht Mutter sein und vor allem alte Frauen.
00:28:09: Ich finde, alte Frauen sind einfach... viel zu wenig repräsentiert in der Kunst allgemein.
00:28:15: Oder wir haben die Schönheit, die schöne junge Frau, die noch keine Kinder geboren hat und dann haben wir sie durch Glorifizierung mehr Mutterschaften aber eigentlich so diese ... Die Weisheit und die Kraft, die wir aus älteren Menschen allgemeinen also auch nicht nur Frauen, sondern besonders Frauen, die Kinder bekommen haben über ihr ganzes Leben lang so viele Widerstände haben, aushalten müssen.
00:28:44: Die so viel gesehen haben, die so viel Weisheit und Lebenslust aber auch noch haben.
00:28:50: So das finde ich, dass es irgendwie viel zu wenig.
00:28:53: Und ich würde eigentlich gerne so ein bisschen so Kunst darüber machen wollen eben so die Perspektiven, die Lebensfreude und auch die Lebenserfahrung von älteren Frauen.
00:29:07: um nebenan zu können und das irgendwie eine Form zu gießen.
00:29:12: Ja, mega schön!
00:29:13: Kannst du sagen, Kunstpult geht an dich?
00:29:19: Sehr gut!
00:29:19: Ich
00:29:20: habe
00:29:20: gerade gedacht, dass du es überlegt hast... Du hast vom Zyklus zuerst geredet, ich dachte innerhalb von einem zyklischen Zykulus wäre er auch noch geil oder ist erst
00:29:30: immer so niedergeschlagen
00:29:31: am Blüten.
00:29:32: Ich dachte okay, nein, es ist ein gutes Leben noch, ich kann das machen.
00:29:38: Ja ebenso, dass diese Frauen und Zykloseben das ist sowohl in der Biologie aber auch so mit unserem Leben.
00:29:45: Das sind vielseitige Begriffe im Leben einer Frau.
00:29:51: Ja, ich freue mich auf deine Ausstrahlung.
00:29:55: Ich würde sagen in Kunststrom hier, der ideale Ort.
00:30:00: Necken hier, das ist gut!
00:30:02: Wir schliessen in den Kalender.
00:30:04: Bis dann ist die Zwischenuhr zum
00:30:05: Erschwami vorbei.
00:30:06: Stellt es dir aufs Nachtisch, damit du dich auch daran erinnern möchtest?
00:30:12: Danke für das Gespräch und für deine Arbeit.
00:30:15: Mega schön und wertvoll und ich freu mich, dass ich keine Glänze habe.
00:30:20: Vielen
00:30:20: Dank für die Kurze.
00:30:21: Ja, ein sehr schönes
00:30:22: Gespräch.
00:30:40: Danke.
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