Weniger Kings, mehr Kin – Warum wir Räume für Wahlverwandtschaft brauchen mit Marah Rikli und Kira van Eijsden

Shownotes

Das Kinship Festivals findet vom 11. bis 27. Juni in der Photobastei und diversen Orten in Zürich statt. Die Festival Leiterin Marah Rickli und die Kuratorin Kira van Eijsden sprechen darüber, wie wir gesellschaftlicher Ohnmacht trotzen und Räume für echte Verbindung und Wahlverwandtschaft schaffen können. Das Kinship Festival bietet über 40 Veranstaltungen an und eine Kunstausstellung mit rund 20 FLINTA-Künstler*innen*. Es werden das Patriarchat, Rollenbilder und das Leben mit chronischen Krankheiten verhandeln. Die Kunst ist haptisch und audiovisuell erlebbar.
Das Festival versteht sich als lernendes Projekt, das durch ein klares Awareness-Konzept geschützte Räume bietet, aber gleichzeitig verschiedene Bubbles miteinander verkuppelt.
https://kinshipfestival.ch/

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00:00:00: Diese Zustimmung auch untereinander.

00:00:03: Und ja, also ich glaube in dieser Zeit was Kira gesagt hat wo wir diese Ohn macht und manchmal auch Verzeifung spüren dass es aber auch eine Chance darin gibt das wir eben wieder mehr miteinander stemmen und dass wir sagen okay du glaubst an Gott Ich glaube nicht an Gott Aber trotzdem finden wir dieses Festival gut und möchten wir unterschiedliche Perspektiven den Raum

00:00:27: lassen.

00:00:29: Willkommen beim Kin Radio.

00:00:32: Kin

00:00:32: Radio ist Teil von Kin, dem feministischen Kunstfestival vom elften bis siebenundzwanzigsten Juni in Zürich.

00:00:40: Kin schafft Räume für Austausch und für Verbindung.

00:00:45: Kin versteht Feminismus auch als Kinship, als gewählte Nähe, als Verantwortung füreinander und als solidarisches Miteinander.

00:00:56: Mehr zum Festival auf kinshi.ch oder auf Instagram.

00:01:02: Der Auslöser für die Festival-Idee war ein Ausstellungsbesuch in der Fotobastei und da sitzen wir jetzt, uns zeichnen auch dieses Gespräch auf.

00:01:12: was aus dieser ersten Idee geworden ist darüber sprechen wir in der ersten Folge von Kinradio mit der Festivalleiterin Mara Rikli Heumara Hallo Und der Kuratorin und Künstlerin Kira van Eisten.

00:01:25: Hallo

00:01:26: Hallo zusammen, ich bin Cheyenne Mackay und ich führe fürs Kinradio verschiedene Gespräche.

00:01:31: Kinradios ist der Audio-Kanal vom Kinship Festival auf dem du ab sofort feministische Gespräche und Livemitschnitte hören kannst.

00:01:41: Kira und Mara was verbindet euch?

00:01:46: Uns beide!

00:01:50: Mittlerweile ist sehr stark dieses Festival.

00:01:54: Ich glaube, Kira und mich verbindet auch das Engagement im Thema Sichtbarkeitmachung von unsichtbaren Arbeit zum Beispiel Kehrarbeit.

00:02:06: Wir setzen uns auch beide sehr stark mit Rollenzuschreibungen auseinander und wer welche Räume bespielen darf welches Echo bekommt.

00:02:17: Ich weiß nicht, wie du das siehst, Kira?

00:02:20: Ja also genau und vielleicht auch so die Suche nach Kinn als Verbindung, die damit auch einhergeht.

00:02:29: Wer erzählt welche Geschichten wo und wo begegnet man sich?

00:02:33: Wo kann Verbindung entstehen?

00:02:37: Dieser Begriff Kinn den müssten wir glaube ich mal zum Anfang erklären.

00:02:41: Kin oder Kinship ... Ist der Titel des Festivals, was am elften Juni startet.

00:02:48: Was ist denn Kin oder Kinship?

00:02:51: Ja also kinship ist ein Begriff ja der schon oft bearbeitet wurde auch in Wissenschaften oder in feministischen Texten im queer feministischen Raum.

00:03:04: Kin bedeutet im weitesten Sinn oder kann bedeuten Verwandt Verwandter, Verbündeter.

00:03:16: Kinn heißt auch für uns, also es ist ein Begriff den wir auch für Uns definieren an diesem Kinship Festival wo wir ja sehr stark auf Verbindung setzen, wo wir vielleicht Wahlverwandtschaft in den Raum stellen wollen.

00:03:31: Also was und wer ist Familie?

00:03:34: Was möchten wir an Freundinenschaften?

00:03:37: Was bedeutet für uns Liebe oder auch Arbeit, unbezahlte Arbeit aus Liebe?

00:03:44: Sorgearbeit und so weiter.

00:03:47: Macher um dich zu zitieren du hast gesagt wir brauchen weniger Kings und mehr Kin das heißt weniger Hierarchie und Macht und eben mehr Gemeinschaft und Zusammenhalt oder eben das was du gerade erklärt hast mehr gemeinsam mehr Verbindung.

00:04:03: Das scheint mir in diesem diesen Zeiten besonders wichtig zu sein, wenn man so in die Welt raus schaut.

00:04:09: Es ist sehr wichtig aber irgendwie auch sehr schwierig.

00:04:14: Wie kann denn ein Festival wie KIN das fördern?

00:04:18: Dass eben funktioniert dass man vielleicht auch diese Menschen diese Offenheit bekommen dieses Gefühl erleben zu wollen zusammenzukommen oder ihre Verbindungen zu finden.

00:04:31: Was ich ja schon spannend finde, ist dass Kin jetzt auf große Resonanz stoßt und wir nehmen dieses Gespräch jetzt auf bevor das Festival startet.

00:04:42: und ich bekomme viele Zuschriften, werde angesprochen.

00:04:45: Und ich glaube dass viel mehr Menschen auf der Suche sind nach solchen Räumen wo wir uns wieder kennenlernen oder auch neu kennenlern können Wo wir uns möglichst sicher fühlen können, wo wir wissen hier können wir einkehren Wir können die Kunst anschauen, wir können ins Gespräch kommen und wir müssen nicht irgendwelche Kot erfüllen.

00:05:09: Wir dürfen, natürlich verstellen wir uns ja alle immer wenn wir in einen Raum kommen auf irgendeine Art und Weise.

00:05:16: aber dass wir wissen hier an diesem Kinn Festival geht es vielleicht allen so und ich kann auch darüber sprechen.

00:05:23: Ich kann darüber sprechen das ich maskiere und dass sich jetzt heute hier merke ich muss es vielleicht weniger oder ich darf auch Verletzlichkeit zeigen.

00:05:33: oder ich durfte über ein Thema sprechen was mich beschäftigt Und mein Anspruch ist schon, dass nicht ein Angstraum ist.

00:05:42: Wo man Angst haben muss, dass ich jetzt dafür kritisiert werde oder irgendwie ausgeschlossen werde sondern das es möglich ist unterschiedliche Meinungen, unterschiedliche Gefühle, Erfahrungen zu teilen.

00:06:01: und ja, ich glaube Kinni ist halt auch eine Haltung.

00:06:04: Es steht sehr stark für eine Haltung, dass wir einerseits Differenzen haben.

00:06:11: Dass wir unterschiedlich sind und total unterschiedliche Geschichten haben.

00:06:17: Aber dass wir voneinander auch mehr erfahren möchten und uns weniger ausschließen möchten.

00:06:24: Erfahren

00:06:25: kann man ja besonders durch Kunst zum Beispiel.

00:06:27: Also es gibt verschiedene Veranstaltungen, Lesungen im Workshops.

00:06:31: Es gibt auch Kunst wenn du kuratierst oder kunst kuratierst.

00:06:36: Es gibt auch Kunstausstellungen, um sechzehn Künstlerinnen?

00:06:41: Ja so fünfzehn bis zwanzig genau je nachdem wen man in welche Kategorie einteilt.

00:06:47: und wenn man sein Festival mit unter diesen Rahmenbedingungen oder unter dieser Perspektive oder unter diesem Ziel kuratiert wo kann dein Kunst das erfüllen?

00:06:58: also worauf schaust du vielleicht beim Kuratieren dann vielleicht auch ausstellend, dass diese Verbindung entsteht in einer Ausstellung zum Beispiel?

00:07:12: Also ich glaube grundsätzlich ist es für mich ganz oft die Frage wie kann Kunst erlebt werden, erfahren werden und welche Kraft hat Kunst auch.

00:07:27: Weil ich finde natürlich Kunst extrem wichtig und identitätsstiftend ist.

00:07:33: Die Welt verhandelt, in der wir momentan uns bewegen.

00:07:37: Und die ist ja wirklich auch teilweise im Moment sehr schwer auszuhalten diese Welt und da finde ich also es klippt vielleicht noch mehr zur Frage vorher an auch zu kennen dass das auch ein oder dieses Festival auch ein Versuch ist aus der Unmacht rauszukommen.

00:07:56: oft empfinde, wenn ich auf die Welt schaue und dieses ganze Leid ... Also ja, ich fühle mich ohnmächtig.

00:08:04: Und dann irgendwie mit Kind zu versuchen auch in eine Verbindung zu treten und etwas zu machen ins Handeln zu kommen ohne den Anspruch zu haben dass man alles perfekt macht und alles abdecken muss weil das ist einfach unmöglich.

00:08:21: es ist unmöglich immer alles mitzudenken Und manchmal ist das ja dann aus, dass man gar nichts mehr macht oder in so eine Schockstarre kommt.

00:08:30: Das finde ich kind auch ein Versuch dagegen anzugehen und zu sagen hey ... Ja es ist krass!

00:08:36: Es ist viel.

00:08:37: aber wir versuchen jetzt einfach mal was zu machen, das Beste drauszumachen.

00:08:41: Wir versuchen die kleinen Momente zu finden indem wir eben tanzen können oder lachen können oder gemeinsam weinen, was auch immer.

00:08:49: Genau und Kunst ist dazu natürlich ein gutes Mittel.

00:08:54: Eben ein Auslöser oder war ja auch das... Oder eine Idee, oder ein Ziel davon ist er auch flinter kunstsichtbarer zu machen.

00:09:02: Durch diese Ausstellungen aber auch durch Podien Diskussionen Events und du hast vor das schön gesagt Mache wir sind alle anders Und der Begriff Feminismus ist sehr vielseitig geprägt.

00:09:14: Vielseitige lebt und manchmal können sich ja diese Formen auch widersprechen oder sind selber im Widerspruch oder Gruppierungen sind in Widerspruch.

00:09:25: verschiedene feministische inklusive Strömungen und Aktivistinnen teilen sich nicht bei allen Themen die gleichen Haltungen.

00:09:32: Und so wie ich das Festivalese geht es aber mega fest darum, diese alle feministischen Perspektiven irgendwie zusammenzubringen um diesen vielleicht gemeinsamen Nenner zu finden.

00:09:44: oder habe ich das richtig verstanden?

00:09:46: Ich weiß nicht, ob wir immer einen gemeinsamen Nenner finden oder es gibt auch Veranstaltungen die bewusst separiert sind.

00:09:56: Wir haben zum Beispiel einen Unmasking Workshop im geschlossenen Räumen der Kunstausstellung weil für diese Menschen, die dort teilnehmen das sehr wichtig ist so wenig Reize wie möglich zu erleben und in ihrer Safer Space sein zu können und so auch gewisse Themen bearbeiten können und ich finde es sehr wichtig.

00:10:19: Wir haben auch Rückzugsorte, zum Beispiel im Bregenbogenhaus in dem Programm wo man vielleicht in seiner eigenen Community bleibt aber wir öffnen im Festival immer wieder oder wir laden immer wieder dazu ein.

00:10:33: oder wie Kira gesagt hat das ist sein Versuch hier auch Begegnung zu schaffen unter Menschen die sich im Feminismus verordnen und gemeinsam nach dem kleinsten Nenner zu suchen, der verbindet.

00:10:52: Aber auch im Bewusstsein, dass das vielleicht nicht immer gelingt.

00:10:56: Und wir sehen uns wirklich als sehr lernender Ort oder Orte-lernendes Team, lernendes Format.

00:11:05: Wir werden ganz viel voneinander erfahren, wir werden ganz viele bemerken was wir nicht beachtet haben.

00:11:12: Ich bin ja sehr stark noch engagiert im Bereich der Inklusion auch mit und für Menschen mit behinderungen und chronischen Erkrankungen.

00:11:20: Es gibt auch viel Fokusveranstaltungen in diesem Bereich, und auch da – auch wenn ich jetzt bald zehn Jahre darin tätig bin – ich lerne jedes Mal was dazu.

00:11:29: Und es ist eine Einladung, dass das ein Raum ist oder möglich ist, dass wir da ... konstruktiv ins Gespräch kommen und dass wir eben nicht sofort in eine Abwehrhaltung kommen von, oh ja aber wir machen doch alles richtig.

00:11:45: Das wissen wir das wird es gar nicht können und wir versuchen ein möglichst sicherer Raum zu sein.

00:11:51: aber auch da was heißt da safe a space?

00:11:54: ich meine Es kommt drauf an was sich erlebt habe was ich da erlebe wie es mir geht am diesem Tag und ob ich mich so sicher fühlen kann wie das Festival das gerne möchte.

00:12:04: Und ich glaube einfach auch dieses Bewusstsein.

00:12:07: Wir versuchen es und wir möchten es, und wir gehen ganz viel Engagement rein – genau!

00:12:15: Aber es wird uns auch nicht immer gelingen.

00:12:17: Wir hoffen natürlich dass das oft der Fall ist so.

00:12:20: Das ist schon sehr stark reflektiert auch im Wissen wo die Grenzen sind oder wo man an Grenzen stoßen könnte.

00:12:28: Und trotzdem habt ihr euch wahrscheinlich schon im Vorfeld überlegt wie transportieren wir denn?

00:12:33: genau diesen Gedanken.

00:12:34: Wir sind eben dieser Space, wo wir diese Abwehrhaltung – also das hat mich gerade angesprochen oder du gesagt hast, wo die nicht aufkommt?

00:12:42: Oder du hast viel von diesem Safe-Space gesprochen.

00:12:46: Gibt es etwas in der Vorbereitung, wo eher so ganz konkrete Sachen, weil ihr sagt hey an das und dass und das haben wir gedacht oder das haben weh in die Planung mitgenommen, wo eben genau das was dem entgegenwirken soll, dass er noch vielleicht Abwehr Haltung hat Wo wir den Zugang öffnen, gab es da ganz konkrete Überlegungen.

00:13:09: Also einerseits ist natürlich schon Erwärmeskonzept auch geschrieben, das findet sich auch unter Kontakt auf der Webseite.

00:13:17: Mir war am Anfang schon sehr wichtig mit allen Beteiligten, war ich im Gespräch.

00:13:23: also fast alle Menschen die Mitwirken kennen nicht ganz alle aber sehr viele kenne ich.

00:13:27: Kira kennt auch sehr viele Menschen.

00:13:30: Wir sind schon verbunden.

00:13:31: wir wissen dass wir die gleichen moralischen Werte haben gleiche Verständnis haben.

00:13:39: Und es war mir auch sehr wichtig, dass das ein offener Queereraum ist und dass wir niemanden ausschließen und auch, dass es ein Festival ist wo alle Geschlechtsidentitäten willkommen sind.

00:13:51: Es gibt gewisse Formate vor allem im Streikhaus – das sind flinter-Formate aber sonst alle Events.

00:14:01: Die Veranstaltungen sind für alle Geschlechter offen.

00:14:04: Das war mir zum Beispiel auch sehr wichtig.

00:14:06: und was mich wo ich halt auch dachte... Das braucht vielleicht ein bisschen Mut, aber ich fahre jetzt mit der Tür quasi ins Haus.

00:14:16: Also ich gehe von der autonomen Schule bis hin zur reformierten Kirche und zur Aus- und Weiterbildung von Pfarrerinnen über Räume wie das Helsinki oder große Kulturorte als gestern alle Tanzhaus.

00:14:35: stelle doch einfach mal vor, was so die Idee ist und schau mal wie so die Wirkung ist.

00:14:40: Und auch wenn ich dann erzähle wer so alles dabei ist da war ich am Anfang dachte ich so okay dann sagen die nein wenn die dabei sind dann kommen wir nicht.

00:14:47: und dann sagen sie also und das gab es nicht.

00:14:50: Es gab's nicht.

00:14:51: und ich bin auch überrascht und es bewegt mich wirklich auch sehr als ich merke dass jetzt schon wieder im Gespräch so diese Zustimmung auch untereinander.

00:15:02: Und ja, also ich glaube auch in dieser Zeit was sie auch Kira gesagt hat wo wir diese Ohn macht und manchmal auch Verzeifung spüren dass es aber auch eine Chance darin gibt das wir eben wieder mehr miteinander stemmen und dass wir sagen okay du glaubst an Gott Ich glaube nicht an Gott.

00:15:19: Aber trotzdem finden wir dieses Festival gut und möchten wir unterschiedliche Perspektiven den Raum lassen.

00:15:29: Ja, und vielleicht jetzt so von der Kunstausstellungsperspektive.

00:15:34: Da war es uns wichtig einfach auch mit unterschiedlichen, also unterschiedliche mediale Zugänge zu haben.

00:15:41: Also es gibt Werke, Malereien, Collagen Es gibt Skulpturen Weiche Skulptur, Fotografie, Videoinstallationen.

00:15:54: Auch da wie ganz viele unterschiedliche Medien Da ist es vielleicht auch einfach dann möglich, etwas Neues zu entdecken.

00:16:02: Vielleicht wenn Menschen denken, Fotografie das verstehe ich oder das spreche mich an Dann hat man da vielleicht eher Zugang und findet dann unterwegs aber vielleicht auch noch was anderes Was man vielleicht noch nicht so angeschaut hat.

00:16:17: Das war wie noch so Ja, und sie sind auch unterschiedlich.

00:16:21: Es gibt auch Werke die angefasst werden dürfen, die man erfahren kann so haptisch.

00:16:27: es gibt viel auch über Ton-Audiovisuelles.

00:16:30: also wir haben das war uns ganz wichtig da auch unterschiedliches einzubauen.

00:16:36: Und ein Punkt ist mir aber auch noch wichtig.

00:16:38: Also einerseits bei der Ausstellung, der Raum oder das haben wir auch gemerkt Kira und ich und alle die da mitwirken.

00:16:45: Der Raum ist ja begrenzt also einerseits von der Zugänglichkeit andererseits von dieser Größe.

00:16:50: Wir hätten natürlich gerne hundert Flinterkünstlerinnen gezeigt.

00:16:54: Wir hätten auch gerne noch mehr KünstlerInnen zum Beispiel mit Behinderungen sichtbar gemacht Und wir sind auch in Gedanken, wie wir das vielleicht irgendwann dann nochmal können.

00:17:04: Wir sind da noch nicht so weit und haben versucht was wir in der Kunstausstellung zum Teil an Perspektiven nicht zeigen konnten dass ihn Veranstaltungen wiederum sich vorzumachen.

00:17:16: Was ich noch sagen möchte zu Fummefeminismus und unterschiedlichen Haltung ist aber schon auch wichtig.

00:17:22: es gibt Grenzen.

00:17:24: Es ist wichtig, dass wir unsere Grenzen mitteilen.

00:17:31: Wir tolerieren keine Diskriminierung in den Räumen und übergriffige Menschen werden ganz strikt verwiesen.

00:17:44: klare Haltung haben und wir tolerieren nicht, wenn jemandem seine Lebenswelt oder seine Identität oder Orientierung abgesprochen wird.

00:17:53: Es ist ein intersektionales Festival.

00:17:56: es ist auch ein queeres Festival bei allen Verbindenden.

00:18:00: natürlich haben wir Grenzen ja

00:18:03: schon noch interessant eben dieses alle in einen Boot holen.

00:18:08: wenn ich jetzt von außen drauf schaue es ist dann doch eine Bubble.

00:18:14: persönlich denke ich immer, es ist so die Zeit aus dieser Bubble rauszugehen und das wäre so gut wenn sich genau das was ihr als Message auch formuliert.

00:18:23: So über diese Bubble rüber schwappt und irgendwo anders ankommt.

00:18:28: was hier ja zum Beispiel jetzt auch mit verschiedenen Institutionen wie du vorher gesagt hast auch Es ist nicht in diesem engen Bubble-Ramen wo wir uns alle bewegen.

00:18:38: Und trotzdem habe ich mich so gefragt Wie kann man mit seinem Fest noch diesen Outreach machen?

00:18:48: Ist das überhaupt ein Anspruch, dass Leute kommen, die gar nichts mit dieser Bubble verwandt sind.

00:18:59: Zum einen denke ich der Ort, an dem wir hier sind, die Fotobastai ist eigentlich ein guter Ort zum nicht in der Bubble zu sein.

00:19:06: Dieses Haus vereint schon ganz viele unterschiedliche Zugänge Mit dieser Foto-Ausstellung, mit der Autonomenschule.

00:19:15: Genau auch der Ort ist wie so... Zuerst ja öffentlich zugänglich.

00:19:19: die Ausstellung ist immer offen zu den Öffnungszeiten.

00:19:26: Das ist bestimmt ein Part davon und eben die verschiedenen Kooperationspartnerinnen ist ein Versuch die verschiedenen Formate, also schon auch die Hoffnung dass Leute vielleicht eher zu einem Talk kommen dann hierher kommen und eben noch andere Kunst entdecken.

00:19:44: Das ist ein Versuch.

00:19:46: Und gleichzeitig bin ich immer ein bisschen gespalten bei diesem Thema obwohl es nicht um Spaltung geht, sondern um Verbindung.

00:19:52: Also ich verstehe den Gedanken sehr gut.

00:19:55: Ich habe natürlich auch das Bedürfnis meine Haltung und meine Meinung und Ideen weiter rauszutragen als nur zu denen die mir zustimmen.

00:20:04: Und gleichzeitig sehe ich mich eben auch sehr fest nach dem Raum in dem ich nicht immer grundsätzlich verhandeln muss verteidigen muss oder irgendwie Rechtfertigung für mein Dasein und mein Schaffen überhaupt erst mal erkämpfen muss.

00:20:24: Und das ist so, genau.

00:20:26: Also es stimmt da sehr zu.

00:20:27: Ich glaube einerseits ist es schon besonders mit diesem Festival weil was heißt denn schon Bubble?

00:20:32: Oder also ich bin jetzt in den verschiedenen Bubbles sag' ich mal unterwegs von der Inklusionsbewegung über queere Räume feministische Räume, wo es stark um Erwerbsarbeit geht bezahlte.

00:20:49: Und das sind schon wieder total unterschiedliche Bubbles.

00:20:51: also ich finde wenn wir jetzt sehen... Also wir haben einen Kaufleuten dabei genauso irgendwie ein Streikhaus eben eine Johanneskirche bis über das Mädchenhaus und so weiter.

00:21:06: Ich find' schon dass wir da schon Gewisse, sage ich jetzt mal, Bubbles miteinander verkuppeln und vielleicht diese Bubbles damit größer werden zusammen.

00:21:21: Ich denke, es geht schon... oder wie ein Bubble und Rückzug finde ich zum Teil auch wichtig ist.

00:21:27: Also brauchen wir auch das Widerstand und Kampf.

00:21:32: Das kostet auch Energie.

00:21:34: Und deshalb ja auch verschiedene Formate wo ich sagen kann, da gehe ich jetzt mal hin und geh'n bisschen in die Erholung und ah okay, da wird's vielleicht für mich ein bisschen Challenge!

00:21:44: weil da jetzt vielleicht ein Thema ist, was bei mir auch etwas auslösen könnte und wir möchten das einfach sehr stark den Besucherinnen überlassen.

00:21:54: Für was haben sie aktuell gerade auch Energie?

00:21:57: Ich weiß nicht wie es euch geht aber in meinem Umfeld höre ich das sehr oft, du spürst manchmal auch bei mir selbst die.

00:22:03: Ich möchte einfach mal noch etwas Schönes und Joy finde ich total wichtig in dieser Bewegung.

00:22:11: Also dass wir einfach wirklich auch Freude haben, Freude teilen können und nicht immer nur müssen und kämpfen müssen.

00:22:18: Gibt es denn so eine Art Vision dir habt oder sowas ihr euch wünscht?

00:22:23: Was passiert mit den Menschen wenn sie hier reinkommen und dann wieder quasi ausgespuckt werden?

00:22:30: Ich wünsche mir ja immer oder ich finde es sehr schön wenn Menschen irgendwie berührt werden ist ja auf ganz viele unterschiedliche Arten möglich.

00:22:40: Aber irgendwie was auszulösen, gefühlsmäßig das wäre schön und im besten Fall auch noch einen paurenden Wipe mitzugeben, irgendwas rauszunehmen zu sagen ahja das ist cool oder das hat mich angesprochen oder das finde ich auch.

00:22:57: oder diesen joy Moment zu erleben zu sagen ach cool da fühle ich mich wohl.

00:23:02: oder da hat jemand genau das ausgedrückt was ich auch schon gedacht habe, so etwas wäre sehr schön.

00:23:09: Ich fände es auch schön tatsächlich wenn Leute reinkommen die da vielleicht noch nicht so drin sind.

00:23:14: Ich glaube wir haben wirklich ein paar Arbeiten in der Ausstellung die wirklich viel anbieten also Leute einladen auch Dinge zu erfahren arbeiten über Körper und chronische Krankheiten die neue Perspektiven bieten.

00:23:31: Das Patriarchat wird verhandelt auf unterschiedliche Art und Weise.

00:23:35: Also ich glaube schon auch da wäre meine Hoffnung, dass es vielleicht ein paar Leuten einen anderen Zugang gibt über Dinge nachzudenken die uns eben sehr beschäftigen.

00:23:45: Ich wünsche mir auch das ist eine Erlebnis sein kann.

00:23:49: von daher habe ich jetzt einerseits vielleicht etwas... Also gesehen, erlebt was ich so noch nicht wusste oder ein neues Gefühl auch von Verbindung.

00:24:01: Ich mache privat sehr oft Feste und bringe Menschen zusammen.

00:24:06: ich immer wieder mal das Erlebnis, dass mir flinterperson sagen hey hier durfte ich einfach mal sein also da konnte ich einfach kommen.

00:24:15: vielleicht was für viele die zuhören oder für uns hier am Tisch jetzt vielleicht selbstverständlich ist.

00:24:21: Ist nicht selbstverständlig für ganz viele flinter personen gerade auch die sehr stark in Kehrarbeit eingebunden sind oder sehr viel Lohnarbeit leisten müssen die nicht so eine Community haben Ich denke jetzt auch an Fluchterfahrung und Traum oder einfach auch nicht so den Zugang haben, also so viele Freundinenschaften haben und dass auch da dieses Erleben von ah das gibt es ist möglich in Räume zu gehen wo ich mich vielleicht auch nicht getraut hätte vorher.

00:24:55: Also das Format der Kind soll auch eine Einladung sein feministische Räumen kennenzulernen ohne dass ich schon in einer Bubble sein muss.

00:25:08: Ja, das ist ja auch dieser eine Slogan den wir fürs Festival benutzen.

00:25:12: will ihr wie mal gehen?

00:25:14: Das wäre natürlich auch eine Hoffnung, dass Leute sich vielleicht hier auch trauen zusammen ins Gespräch kommen irgendwie und auch die Einladung kommt vorbei sprecht mit uns.

00:25:24: es ist immer jemand auch in der Ausstellung von unserem Team also auch wenn Fragen da sind und so jederzeit unbedingt fragen

00:25:34: So etwas wie eine Leise oder vielleicht auch eine laute Hoffnung, dass nach dem Festival sich ganz viele neue Verbindungen geknüpft haben und es sich quasi verselbstständigt.

00:25:44: Und dann ganz viele weitere Kinder anlässt.

00:25:48: ich jetzt mal, wie ins Rollen kommen?

00:25:52: Ja das ist ein großer Antrieb von mir.

00:25:54: oder jemand sagt immer zu mir du bist gar nicht nur... Also nur in Gänsefüßchen, Aktivistin, Journalistin oder so.

00:26:02: Du bist auch Community-Bilderin und ich glaube das merke ich jetzt schon auch stark.

00:26:07: So dieser Antrieb Menschen zu verbinden.

00:26:10: Ah okay!

00:26:11: Ich habe doch hier schon mal gehört diese Person hat mir doch das schon einmal erzählt.

00:26:15: oder diese Person sagt sie sucht eine Wohnung, eine Wege.

00:26:18: Diese Person sagt Sie ist auf der Suche nach einem Job oder irgendjemand, der eine Erfahrung teilt.

00:26:25: Und dass das so diese Matches sage ich jetzt mal irgendwie passieren, das hoffe schon... Ich bin eigentlich überzeugt davon und ich hoffe es nicht nur!

00:26:34: Ich habe sie auch jetzt schon in der Vorbereitung total erlebt.

00:26:38: Das findet schon statt.

00:26:42: Was ich mir schon wünsche ist, dass die Räume mehr miteinander in Kontakt mit Menschen, die diese Räume bespielen.

00:26:50: Dass vielleicht Ideen kommen, so Kunst kann man auch so erleben können.

00:26:56: Können Menschen auch so wahrnehmen weg von diesen klassischen ... hochstilisierten Erlebnissen sag ich jetzt mal oder einfach, oder ich meine viele kennen das ja auch.

00:27:11: Ich gehe nicht in diese Galerie oder ich gehe jetzt nicht in diesen Ball weil ich habe nicht die richtige Kleidung und ich habe ja nicht studiert und ich kenne die Codes nicht.

00:27:22: Das hoffe ich dass das ein Aufbricht und dass es Ideen gibt dafür.

00:27:26: also Zuganglichkeit muss überhaupt nicht banal sein und kann Ideen geben.

00:27:35: mehr, wie soll ich sagen einfach auch anders zu wirken.

00:27:41: Ja und schon.

00:27:42: also ich meine wir sitzen jetzt hier weil Mara das möglich gemacht hat.

00:27:47: Ich finde schon du bist einfach... Du hattest diese Idee mit Vladislava zusammen und dann wurde daraus Ja, dann hast du es angepackt und hast die Leute angefragt.

00:27:57: Und das ist so gewachsen!

00:28:00: Also einfach in dem Ganzen drehen auch den Mut zu geben.

00:28:04: So hey macht, macht Dinge möglich, versucht einfach.

00:28:09: Oft hat man ja so das Gefühl, man sieht etwas und denkt so oh, das ist krass... Die checken so voll, wie es geht.

00:28:16: Alle haben immer ihren Shit-together und auch dazu sagen hey nein also wir struggling auch wir versuchen da echt mit allen Mitteln alles möglich zu machen aber haben Krisen und Zweifel und ja das ist part of the Und zusammen geht es aber besser, weil immer irgendjemand da ist, der so sagt hey doch komm das ist voll gut.

00:28:39: Wir machen das oder das klappt schon oder noch eine neue Idee hat und ich glaube dass wäre schon auch so ne Hoffnung zu sagen hei und ich glaub das ist auch etwas was wir einfach machen müssen eben solange wer noch und das ist strukturell bedingt unterrepräsentiert sind in diesen Räumen.

00:28:57: Also es ist ja auch bewusst gewählt, dass eben nicht alle Zugänge haben und solange das noch so ist müssen wir einfach uns zusammenschließen und anderes möglich machen weil so vieles möglich wird wenn wir uns verbinden und unsere Energie- und Ressourcen verbünden.

00:29:17: Ja und da darf ich ganz kurz noch... also danke dass du hier mich so sichtbar macht und gleichzeitig klar, ich hatte die Idee.

00:29:26: Und ich mache da sehr viel für dieses Festival aber alleine war das unmöglich oder?

00:29:31: Das wäre absolut unmöglich!

00:29:35: Da finde ich ja immer wieder spannend, dass mir gesagt wird so wie machst du das denn?

00:29:41: Und es ist das was Kira sagt oder.

00:29:44: Ich hatte auch genug davon.

00:29:46: mit Vladislav Savic zusammen waren wir hier in der Fotoposai und wir hatten einfach genug davon so wenig Kerl und Perspektiven zu sehen.

00:30:00: Es ist irgendwie schon ein bewusster Entscheid Wenn das nicht zu mir kommt, dann mach ich's selbst so.

00:30:08: Und es kann ja auch sehr klein passieren.

00:30:10: Das kann auch im sehr kleinen Raum passieren.

00:30:13: Ab dem elften Juni kann man sich am Kindship-Festival verbünden gemeinsam verbandeln, banden bilden auf sich wirken lassen ins Gespräch kommen neue Perspektiven auf sich werken lassen und vielleicht auch entwickeln.

00:30:30: Vielen Dank, Mara und Kira!

00:30:32: Das war die erste Sendung vom Kinradio und wenn sie dir gefallen hat, dann abonnier da gerade wo du am Hören bist.

00:30:39: Es gibt auch einen Newsletter und folge kin auf Instagram und komm vorbei ab dem elften Juni.

00:30:46: alle Infos findest du direkt in den Schornen.

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